Insolvenz von Karstadt und Quelle: Was tun, wenn der PC streikt oder die DVD Kratzer hat?

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Special Florian Stangl - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Karstadt und Quelle sind insolvent - was bedeutet das für die Kunden? Gibt es noch Garantie auf Geräte? An wen wenden sich Kunden bei Problemen mit gekaufter Ware? PC Games klärt auf.

Karstadt und Quelle sind insolvent - was bedeutet das für Kunden? Quelle: Arcandor Karstadt und Quelle sind insolvent - was bedeutet das für Kunden? Durch die Insolvenz von Arcandor sind auch Karstadt und Quelle insolvent, also zahlungsunfähig. Was für die Unternehmen eine Chance auf einen Neubeginn sein soll, bedeutet für die Kunden erst einmal Unsicherheit: Was passiert jetzt im Garantiefall oder mit Vorauszahlungen?

Beispiel Garantie
Sollten Sie zum Beispiel einen neuen PC oder ein Notebook bei Karstadt oder Quelle gekauft haben, wäre der Händler erster Ansprechpartner bei einem Garantiefall. Wenn Ihr PC jetzt kaputt geht, würde sich daran nichts ändern - laut Spiegel Online bleiben Garantien ebenso unangetastet wie Anzahlungen oder Rückgaberechte. Probleme könnten aber entstehen, wenn keine Ersatzgeräte auf Lager sind und Großhändler aufgrund der Insolvenz nicht mehr an Quelle oder Karstadt liefern würden. Davon ist kurzfristig nicht auszugehen.

Beispiel Umtausch
Das gilt auch für defekte Ware, zum Beispiel wenn die DVD Ihres neuen Spiels zerkratzt ist. Da bei Karstadt und Quelle trotz der Insolvenz der Geschäftsbetrieb aufrecht erhalten werden soll, besteht zumindest kurzfristig kein Anlass zur Sorge. Sollte sich kein neuer Käufer finden (im Gespräch ist ja die Metro-Tochter Kaufhof) und Karstadt/Quelle geschlossen werden, dann würde die Gewährleistung des Händlers für einzelne Kunden kaum mehr durchsetzbar sein. Sie könnten zwar den Anspruch gegenüber dem Insolvenzverwalter geltend machen, bei dem jedoch die großen Gläubiger wie Banken und Vermieter zuerst kommen. Der Versicherungskonzern ARAG rät in einer Pressemitteilung dazu, die Herstellergarantie nicht beim Händler, sondern direkt beim Hersteller geltend zu machen. Hier können aber zum Beispiel Versandkosten für den Einsenden des defekten Produkts enstehen.

Beispiel Gutscheine
Wer auf Nummer sicher gehen will, tauscht jetzt noch um und löst Gutscheine - zum Beispiel für Spiele oder Zubehör - möglichst kurzfristig ein. Sollte kein Käufer gefunden werden und die Unternehmen nicht mehr existieren, kann man weder umtauschen noch Gutscheine einlösen.

Beispiel Anzahlungen/Vorbestellungen
Sollten Sie eine Anzahlung für ein teures Gerät oder für ein vorbestelltes Spiel geleistet, dieses aber noch nicht erhalten haben, kann es schlimmstenfalls einen Verlust der Anzahlung bedeuten. Solange die Unternehmen noch existieren, hat der Insolvenzverwalter die Möglichkeit, mit den Lieferanten weitere Lieferungen zu vereinbaren. Eine Garantie auf Lieferung ist das natürlich nicht.

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    • Kommentare (70)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von BitByter Mitglied
        Zitat von Huskyboy am 12.06.2009 00:16
        hätte ich, aber ich dachte das erkennt man

        naja guck dir die kasperei mit dem manager an der die Immobilien an eine andere firma verkauft hat, an der Arcandor mit 49% beteiligt ist und die Warenhäuser jetzt 20% vom Umsatz(!) an Miete zahlen dürfen..
        joar... der kapitalismus treibt komische blüten. als stichworte mal 'leerverkäufe', 'cross-border-leasing', usw...
        lustig ist im übrigen, dass der middelhoff (der typ von dem du redest), auf einmal als schlechter manager dargestellt wird, obwohl er vor nicht all zu langer zeit noch als karstadt-retter galt. so schnell können sich die dinge ändern.
      • Von BitByter Mitglied
        Zitat von Huskyboy am 12.06.2009 00:16
        hätte ich, aber ich dachte das erkennt man

        naja guck dir die kasperei mit dem manager an der die Immobilien an eine andere firma verkauft hat, an der Arcandor mit 49% beteiligt ist und die Warenhäuser jetzt 20% vom Umsatz(!) an Miete zahlen dürfen..
        joar... der kapitalismus treibt komische blüten. als stichworte mal 'leerverkäufe', 'cross-border-leasing', usw...
        lustig ist im übrigen, dass der middelhoff (der typ von dem du redest), auf einmal als schlechter manager dargestellt wird, obwohl er vor nicht all zu langer zeit noch als karstadt-retter galt. so schnell können sich die dinge ändern.
      • Von Huskyboy Mitglied
        hätte ich, aber ich dachte das erkennt man

        naja guck dir die kasperei mit dem manager an der die Immobilien an eine andere firma verkauft hat, an der Arcandor mit 49% beteiligt ist und die Warenhäuser jetzt 20% vom Umsatz(!) an Miete zahlen dürfen..
      • Von BitByter Mitglied
        Zitat von Huskyboy am 11.06.2009 20:55
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]das war auf die situation bezogen bevor staatshilfe abgelehnt wurde, jetzt sind die besitzer halt auch in den hintern gekniffen genau wie die mitarbeiter nenn mich kleinkariert, aber dann hättest du das auch kenntlich machen sollen. so oder so ist es von aussen immer sehr schwierig da ein urteil zu fällen. und persönlich denke ich, dass du es dir relativ einfach machst, mit deinen aussagen über die manager. aber gut, ist halt deine meinung...
      • Von Huskyboy Mitglied
        Zitat von BitByter am 11.06.2009 19:06
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]das war auf die situation bezogen bevor staatshilfe abgelehnt wurde, jetzt sind die besitzer halt auch in den hintern gekniffen genau wie die mitarbeiter
      • Von Boesor Spiele-Professor/in
        Zitat von BitByter am 11.06.2009 20:33

        naja... die größten nutznießer wage ich zu bezweifeln. wir finanzieren halt einige länder, denen es nicht so gut geht wie uns. was ja grundsätzlich nicht unbedingt schlecht ist, aber dieser zusammenhang ist dann doch etwas viel.
        Als größter Wirtschaftsfaktor der EU profitieren wir aber auch stark von den "neuen Märkte", der Währungsunion usw.

        Aber stimmt, das ist schon wieder ein anderes Thema.
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