Steam: Die verhasste, geliebte Plattform für Spiele-Downloads
Von früher bis heute, von Counter-Strike vis Left 4 Dead: Ein Blick auf das Erfolgsmodell Steam. Die Online-Vertriebsplattform hat ebenso viele Freunde wie Feinde unter unseren Usern.
Quelle: Valve
Mit Counter-Strike kam Valve auf die Idee, das World Opponent Network durch eine größere Plattform abzulösen - Steam war geboren.
Counter-Strike (dt.) ist an allem schuld. Und damit beziehen wir uns nicht auf die unsägliche Killerspiel-Debatte, die derzeit wieder zu neuer Negativ-Höchstform aufläuft. Nein, wir meinen Steam. Valves Online- Plattform, die seit ihrer Veröffentlichung 2003 vom Nischenprodukt zur international beachteten Vertriebsform aufgestiegen ist. Ein Blick auf die Anfänge: Als Counter-Strike (dt.) 1999 (zuerst als Modifi kation, später als eigenes Spiel) für Half-Life (dt.) erschien und der Mehrspieler-Shooter in Windeseile zum beliebtesten Online-Spiel avancierte, rauchten bei Valve die Köpfe. Denn mit der traditionellen Methode, dem Netzwerk WON (World Opponent Network), erreichte man nicht genügend Spieler. Es musste ein System geschaffen werden, das große Spielerzahlen zuließ, guten Schutz gegen Betrüger bot und automatische Updates unterstützte. Die Idee zu Steam war geboren.
Steam löst das World Opponent Network ab
Ein paar Jahre später, nämlich 2002, hatte Steam dann seinen ersten Auftritt. Damals wurde die erste Version mit Counter-Strike 1.4 getestet, war aber noch nicht zwingend für die Spieler. Doch das System bewährte sich und so wurde Steam mit CS 1.6 flächendeckend eingeführt. Die Empörung unter den Spielern kannte keine Grenzen. Schließlich wurde man aus gewohnten Bahnen gerissen, einem Service ausgeliefert, der Gottweißwas mit dem Rechner anstellte! Zudem verschlang Steam deutlich mehr Rechnerleistung, sodass einige Spieler schlicht auf der Strecke blieben. Denn seine Tauglichkeit musste Steam unter den kritischen Augen der Spieler erst noch unter Beweis stellen. Aller Protest nützte nichts, Valve schaltete WON ein Jahr später endgültig ab. Verärgerte Fans schufen daraufhin WON2; noch heute sind damit Partien mit Counter-Strike 1.5 möglich.
Quelle: PC Games
Half-Life 2 war als Erstes im Handel erhältliches Spiel direkt an Steam gebunden.
Es dauerte einige Zeit, bis Valve es schaffte, das angeknackste Vertrauen zurückzugewinnen. Die Hoffnung vieler, Steam würde scheitern, zerbrach jäh, als Valves Vorzeige-Shooter Half-Life 2 (dt.) in die Läden kam. Denn Gordons Abenteuer waren - als Erstes im Handel erhältliches Spiel überhaupt - direkt an Steam gebunden. Auch hier kam es durch mangelhafte Information auf den Verpackungen zu Protesten wütender Käufer. Das führte sogar so weit, dass Valve vom deutschen Verbraucherschutz wegen dieser Versäumnisse abgemahnt wurde.
Da Half-Life 2 (dt.) auch direkt über Steam erhältlich war, kam es infolgedessen zu Rechtsstreitigkeiten mit Publisher Vivendi. Valve gewann, die Wege trennten sich. Der Erfolg von Steam aber war nicht mehr aufzuhalten. Besonders unabhängige Entwickler fanden in Valves Plattform ein Eldorado. Denn gerade kleine Studios kommen selten oder gar nicht an Verträge mit großen Publishern, da sich der Vertrieb der unbekannten Spiele kaum lohnt. Auch Steam war in der Anfangszeit eine reine Valve-Spiele-Plattform, Publisher kamen nicht auf den Gedanken, diese Vertriebsform für sich zu nutzen.
In diesem Artikel
- Seite 1 Steam: Die Anfänge mit Counter-Strike (dt.)
- Seite 2 Steam wächst durch Indie-Spiele wie Rag Doll Kung Fu
- Seite 3 THQ und Sega enttäuschen Steam-Kritiker
- Seite 4 Steam als Showroom für Modder und Maps-Bastler
- Seite 5 Steam-Fans und Steam-Hasser: Pro & Kontra unserer User
- Seite 6 Bildergalerie

Jeglicher Versuch die total zensierte version auf ein erträgliches Maß per Hand zu patchen wurde von Steam zunichtegemacht.
Alle die ungeschnittene Spiele spielen wollen sollten sich vorher vergewissern ob nicht Steam oder etwas ähnliches dem Staat fortwährend bei der Zensur zur Hand gehen.
Hallo.
Ich kann dir da nur teilweise zustimmen. Sicher, es gibt Spiele welche man, in Deutschland erworben, lediglich "geschnitten" Spielen kann (zb. Bioshock, Red Faction usw). Auch ist es ärgerlich das bestimmte Spiele im deutschen Steam-Store überhaupt nicht angeboten werden (zb. teilweise Spiele von id, wie auch das id-Super-Pack, oder STALKER 1 usw). Aber man hat die Möglichkeit dennoch solche Spiele zu beziehen und auch in Deutschland ungeschnitten zu spielen.
Die Möglichkeit mittels Zweitaccount (man darf ja afaik mehrere haben) und Proxy/VPN lassen wir jetzt mal außen vor, da ich nicht sicher bin inwieweit derartige Käufe "legal" sind.
Doch der wesentlich einfachere und vor allem 100% legale Weg ist über einen "ausländischen Freund". Auch wenn ein Spiel hier in Deutschland, warum auch immer (Hakenkreuze, Gewalt), im Steam-Store gar nicht zum Kauf angeboten wird, oder wenn nur geschnitten, so darf ich es trotzdem, und ohne Einschränkung oder Schnitte, als Geschenk erhalten, installieren und Spielen.
Als Deutscher darf man es lediglich nicht erwerben, aber spielen darf man es trotzdem. Steam/Valve kann ja nix für unsere Gesetze....
Also, ihr wollt ein Steam-Game was es hier nicht oder nur geschnitten im Steam-Store gibt? Fragt einen ausländischen Freund (Schweizer, Osi oder wen auch immer) ob er es euch als Geschenk kauft und schickt. ;)
MFG INU.ID
Seit ich den fehler beginn mir Saints Row 2 zu kaufen bin ich nicht mehr pro steam, zumindest nicht in der derzeitigen Fassung.
Jeglicher Versuch die total zensierte version auf ein erträgliches Maß per Hand zu patchen wurde von Steam zunichtegemacht.
Alle die ungeschnittene Spiele spielen wollen sollten sich vorher vergewissern ob nicht Steam oder etwas ähnliches dem Staat fortwährend bei der Zensur zur Hand gehen.
Die Zensur von Uncut-Versionen beschränkt sich aber nicht nur auf Nazi-Symbolik sondern beinhaltet beispielsweise auch eine gemäßigtere Darstellung getroffener Gegner.
Die Regel lautet nämlich: "Alle Spiele mit Naziflaggen sind verboten", aber nicht: "Alle Spiele, die Uncut sind, sind verboten.".
Die Regel lautet nämlich: "Alle Spiele mit Naziflaggen sind verboten", aber nicht: "Alle Spiele, die Uncut sind, sind verboten.".