DONKEY KONG Das uralte Spielprinzip wirkt dank feiner Kniffe wieder erstaunlich frisch.
Moral statt Monstrositäten, Sehnsucht statt Schrotflinten, Romantik statt Rache: Braid ist kein gewöhnliches Spiel. Vielmehr ist das Werk des Querdenkers Jonathan Blow ein Software gewordener Kommentar zur Liebe. Und wer ihn erhört, wird um eine der tollsten PC-Erfahrungen der letzten Jahre reicher sein - versprochen! Trotzdem ist Braid keine bleischwere Exklusivkost für Philosophen. Das Spiel verpackt seine Botschaften in ein Jump&Run-Gewand, wie es die Genre-Legende Super Mario nicht besser hätte schneidern können: Von links nach rechts durch 2D-Levels spazieren, über Abgründe und auf die Hirne von kleinen Viechern hüpfen - mehr wird auf den ersten Blick nicht an spielerischen Ideen geboten. Doch gewaltiger könnte der Eindruck kaum täuschen, denn Braid wird bereits nach wenigen Tutorial-Minuten zum Meister der Illusion und Motivation: In jedem Level sind nämlich mehrere Puzzle stücke versteckt, die es einzusammeln gilt. Und das Bergen dieser wertvollen Fundstücke ist stets mit dem Lösen eines Rätsels verbunden.
Doch egal ob einfach oder selbst für Einsteins Erben kaum zu knacken, eines haben alle Denkeinlagen gemein: Sie drehen sich um den Verlauf der Zeit! So erlernt der kleine Held des Spiels bereits zu Beginn die Fähigkeit, Fehler wieder rückgängig zu machen. Auf Knopfdruck wird die Zeit angehalten und wie bei einem Videorekorder zurückgespult. Alleine dieser (noch nicht einmal besonders innovative) Kniff reicht Braid aus, um Spielerhirne zum Kochen zu bringen. Und wenn dann im späteren Verlauf noch weitere Fähigkeiten hinzukommen, wird dem gemeinen PC-Benutzer endgültig klar: Hier wurde eine simple Mechanik derart genial ausgeschmückt und perfektioniert, dass man dem guten Herrn Blow persönlich danken möchte. Der Preis des Vergnügens ist jedoch (wie so oft bei solch speziellen Spielen) der, dass man sich auf das Einzigartige einlassen muss. Wer tumbe Kerle mit Waffen sucht, ist hier fehl am Platz - und tut uns ein bisschen leid.
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Nein, ich habe mich nicht vertippt. Und nein, ich leide nicht an Schreibschwäche. Der Vorwärts-rückwärts- Satz ist vielmehr eine Hommage an Braid! Wer das Spiel einmal durchhat, wird nicht nur diesen kleinen Gag verstehen, sondern auch meine Begeisterung teilen können: Mit einfachsten Mitteln schafft dieses Kleinod das, was die Ubisofts dieser Welt einfach nicht hinbekommen: emotional zu berühren und gleichzeitig spielerisch fast alles richtig zu machen. Okay, bei einigen Rätseln wäre ich fast durchgedreht – aber Wut ist ja auch eine Emotion ...
Also ich fand Braid sehr genial. Vor allem die Rätselschwierigkeit ist vorzüglich: lässt den Kopf rauchen, aber nachdenken und konsequentes probieren führt verlässlich zur Lösung. Ich war überrascht, was Braid aus seinen Mechaniken raus holt. So richtig hängen geblieben bin ich eigentlich nie.
Die Story... Naja, ich find sie etwas gekünstelt. Manchmal hat man den Eindruck, dass der Schreiber unbedingt schwülstig und mysteriös sein will. Der Twist am Ende war wieder gut.
Echt ein geniales Spiel! Ich hab zwar bis jetzt nur die Demo gespielt, aber die war schon super. Gerade der Stil ist wunderschön, finde ich. Aber stellenweise ist es schon wirklich sehr schwer!
Auch toll und wunderschön im Stil sind die Spiele 'And yet it moves', 'Osmos', 'Dyson' und ' Machinarium'. Besonders das letzte ist genial. Hoffentlich erscheints bald!