The Void-Test: Ein faszinierend-groteskes Ego-Adventure

103
Test Stefan Weiß - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

The Void ist ein faszinierendes und gleichzeitig groteskes Spielprojekt, das fernab des Massenmarktes neue Wege geht. Ein Kunstwerk? Oder doch "nur" ein Spiel?

Fürchte keinen Tod - es gibt keinen Tod in der Leere" - solch esoterisch anmutende Worte hält das wohl ungewöhnlichste Action- Adventure des Jahres zuhauf für Sie bereit - in einer bizarren Zwischenwelt, in der sich alles um Tod, Lympha, Nerva und Farben dreht. Verstehen Sie jetzt erst mal nur Bahnhof? Wir können Sie beruhigen, das ist ganz normal, wenn man die ersten Minuten des Spiel- Projektes The Void erlebt. Man fühlt sich dabei regelrecht so, als würde man ein modernes Kunstwerk betrachten, welches abstrakt, fremdartig, schwer verständlich und doch auf eine einzigartige Weise wunderschön erscheint. Trostlosigkeit und Trauer sind die ersten Gefühle, die Ihnen die Spielwelt vermittelt, in die Sie nach Ihrem Tode eintreten. Genau mit diesem unerfreulichen Moment beginnt das Spiel: Sie sind tot, haben keine Ahnung, warum, wieso, weshalb. Eine melancholische Frauenstimme wispert Ihnen sanft zu, dass Sie nur wenig Zeit haben, um Ihr letztes Herz aufzunehmen, bevor Sie das Leben endgültig verlässt. Sofort baut sich eine ganz eigentümliche Atmosphäre auf. Unter sphärischen Klängen wunderschöner Musik bewegen Sie sich wie in einem Ego-Shooter auf das flimmernde Objekt vor Ihnen zu und nehmen es mit der rechten Maustaste auf.
Sie treffen in The Void auf elf geheimnisvolle Schwestern (Fürstinnen). Nur mit deren Hilfe überleben Sie in der Welt der Leere. Quelle: PC Games Sie treffen in The Void auf elf geheimnisvolle Schwestern (Fürstinnen). Nur mit deren Hilfe überleben Sie in der Welt der Leere. Kurz nach diesem bizarren Start wissen Sie ein wenig mehr - in der Zwischenwelt der Leere ist es Farbe (Lympha), die Ihre Seele am Leben erhält. Sobald Sie sich durch die Leere bewegen, verrinnt unerbittlich die Zeit, in der Sie Farbe verlieren. Wenn der Zähler auf null gesunken ist, erleiden Sie den absoluten Tod. Ihr Ziel ist, dies zu verhindern, indem Sie eine Vielzahl von Kammern innerhalb der Leere bereisen, um dort Farbe zu sammeln. In speziellen Gärten und Minen lässt sich Farbe an- beziehungsweise abbauen und ernten. All diese Dinge erfahren Sie Stück für Stück, wenn Sie sich mit den sogenannten Schwestern oder Fürstinnen unterhalten. Nur mit einem Hauch von Nichts bekleidet, erklären Ihnen diese Wesen die Zusammenhänge in der Leereund damit die des Spiels.

Langsam begreift man die fantastische Geschichte. Von Wächtern ist da die Rede, hässlich verunstalteten Wesen, die glatt aus einem Horror- Shooter stammen könnten. Magische Glyphen, die Sie mithilfe von Mausbewegungen auf den Monitor malen, helfen Ihnen, Ihre Aufgaben zu lösen, dienen als Waffe im Kampf, als Werkzeug, um Farbe zu gewinnen, oder starten ein einfaches Gespräch. Das Malen der Zeichen klappt nach kurzer Eingewöhnungszeit ganz gut und ist besser gelungen als die übrige Steuerung. Oft bleibt man an Kanten hängen und die Geschwindigkeit, mit der man sich durch die Levels bewegt, ist zu langsam, was auf Dauer stört.

Worum es eigentlich geht und was hinter den Fürstinnen und Wächtern steckt, das erschließt sich nur schleppend und Sie müssen schon viel Geduld mitbringen. Wer sich darauf einlässt, erfährt ein außergewöhnliches Spielerlebnis, in dem Sie vorsichtig zwischen den Parteien der Fürstinnen und der Wächter agieren, um deren Schwächen herauszufinden und sie gegeneinander auszuspielen. Das macht den Spielverlauf spannend, aber auch sehr schwer. Sie irren mitunter desorientiert durch die Leere, weil Sie nicht wissen, mit wem Sie jetzt am besten sprechen sollten. Das Journal listet zwar alle Aufgaben brav auf, vermittelt aber nicht, ob eine Quest nun erfüllt wurde.

Die Fürstinnen stellen den Schlüssel dar, um weitere Kammern in der Leere und damit neue Gebiete freizuschalten, die Wächter haben etwas dagegen. All das geschieht immer unter dem Gleichgewicht der Farben: Sie dürfen diese nicht verschwenderisch einsetzen, da sie endlich sind, müssen sie jedoch benutzen, weil Sie sonst nicht weiterkommen. Die ungewöhnliche Spielmechanik zu begreifen, ist für anspruchsvolle Spieler gedacht, ungeduldige Naturen sind schnell überfordert. The Void passt in keine Genre- Schublade und ist nichts für Fans schneller, seichter Unterhaltung. Womit wir wieder bei der modernen Kunst wären, die auch nicht jedermanns Geschmack ist.

Auf der nächsten Seite: Pro und Contra, Motivationskurve und Fazit >>>

Weiterführende Bildergalerie zu The Void

Bildergalerie

103
    • Kommentare (103)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von KabraxisObliv Mitglied
        AW:

        Zitat von Muebarekking
        Hab ein ähnliches Problem wie vor mir schon einer hier.
        Ich hab das Minenquest gemacht. Wirklich alle 6 Stellen abgesaugt und bei mir im Journal steht auch, dass es ok ist und ich jetzt mit Mantid sprechen kann.
        Das Problem ist, dass wenn ich zu ihm in die Kammer gehe, er nichts sagt, kann halt nur zugucken wie der da am rumchillen ist.
        Weiß da jemand ne Lösung?

        Die Antwort kommt spät, aber falls jemand nochmal vorhaben sollte, die Frage hier zu stellen:

        Die Quest gilt als abgeschlossen, warum Mantid nichts sagt, weiß ich nicht.
        Es ist aber alles in Ordnung, er erkennt es an und wird dich nicht angreifen.
      • Von KabraxisObliv Mitglied
        AW:

        Zitat von Muebarekking
        Hab ein ähnliches Problem wie vor mir schon einer hier.
        Ich hab das Minenquest gemacht. Wirklich alle 6 Stellen abgesaugt und bei mir im Journal steht auch, dass es ok ist und ich jetzt mit Mantid sprechen kann.
        Das Problem ist, dass wenn ich zu ihm in die Kammer gehe, er nichts sagt, kann halt nur zugucken wie der da am rumchillen ist.
        Weiß da jemand ne Lösung?

        Die Antwort kommt spät, aber falls jemand nochmal vorhaben sollte, die Frage hier zu stellen:

        Die Quest gilt als abgeschlossen, warum Mantid nichts sagt, weiß ich nicht.
        Es ist aber alles in Ordnung, er erkennt es an und wird dich nicht angreifen.
      • Von Muebarekking NPC
        AW:

        Hab ein ähnliches Problem wie vor mir schon einer hier.
        Ich hab das Minenquest gemacht. Wirklich alle 6 Stellen abgesaugt und bei mir im Journal steht auch, dass es ok ist und ich jetzt mit Mantid sprechen kann.
        Das Problem ist, dass wenn ich zu ihm in die Kammer gehe, er nichts sagt, kann halt nur zugucken wie der da am rumchillen ist.
        Weiß da jemand ne Lösung?
      • Von KabraxisObliv Mitglied
        AW:

        Zu deiner ersten Frage:

        Der Wurm kommt sobald du in die Kammer kommst immer nach einigen Sekunden als erstes vor deiner Nase lang, also am Ende des Eingangsganges.
        Und er frisst IMMER diesen Predator zuerst.

        Du kannst nun also in die Kammer gehen, schnell (am besten mit etwas Blau in den Herzen) zu dem Predator vor dir rennen und ihn ordentlich anpinseln.
        Der Wurm sollte dann, je nach dem wie schnell du warst, direkt danach den Predator angreifen und fressen.

        Ist dieser eine Predator gefressen, verlässt du die Kammer und gehst direkt wieder rein.
        Der Wurm wird dann wieder neu spawnen (den Schaden allerdings behalten) und wieder den Predator vor dir fressen, also rennst du schnell wieder zu ihm, ...

        Diesen Vorgang wiederholst du einfach so lange, bis er nicht mehr kann.

        Sicher nicht ganz die feine Art, aber... ich sehe auch keinen anderen Weg ihn zu besiegen ohne sehr, sehr viel Farbe zu verwenden. Sogar so benötigt es einiges.
        Vielen Dank an CrispyCrisis für den Tipp.

        ---

        Zur zweiten Frage:
        Keine Bange, das hatte ich auch.
        Die Sequenz kommt später, wenn sie nicht dort kommt. Bei mir war das am Anfang von Zyklus 26.
      • Von Hyte NPC
        AW:

        Also ich weiß ja dass ich schon ein wenig spät dran bin mittlerweile, aber ich versuchs trotzdem - irgendwie finde ich kein anderes Forum in dem das Spiel behandelt wird.

        Erstmal meine Eindrücke...

        Ich muss ganz ehrlich sagen, dass mich schon seit geraumer Zeit kein Spiel mehr derart gefesselt und fasziniert hat - aber ich kann natürlich auch die Gegenseite nachvollziehen, es ist sicherlich kein Spiel für jedermann, man sollte schon empfänglich für die Atmosphäre und Stimmung sein und ein gewisses Interesse mitbringen quasi das "Rätsel" rund um The Void zu knacken. Außerdem sollte man viel zwischenspeichern um ohne große Reue mal verschiedene Vorgehensweisen testen zu können. Es empfiehlt sich sicherlich sich erstmal eine Stunde in etwa einzuleben und dann nochmal neu zu starten, meist macht man ansonsten zuviele Fehler gleich zu Beginn .. und man will ja einen nette Start hinlegen.
        Die meisten Kritikpunkte und "Bugs" die vorgebracht werden beruhen einfach auf einer offensichtlichen Unverständnis der Spielmechanik - die ist nicht unbedingt gleich ganz leicht zugänglich, aber genau das macht einen großen Reiz des Spiels für mich persönlich aus, das sich schrittweise in dieser fremden Welt vortasten in der man am Anfang gar nichts weiß und gar nichts kann. In Wahrheit sollte jedoch nach spätestens zwei Stunden im Großen und Ganzen alles Wesentliche erfasst sein...

        Wer das Spiel nicht kennt sollte die Fragen aus Spoilergefahr wahrscheinlich eher meiden...

        So, nun zu meinen Fragen:

        Ich bin gerade im Zyklus 19 und muss noch den Wurm töten. Hatte bisher wenig Probleme - der Wurm macht mir jedoch Sorgen. Vielleicht hat irgendwer eine wirklich gute Taktik gegen ihn? Ich verbrauche irgendwie viel zu viel Farbe für meinen Geschmack an ihm...
        (Netz-Glyphe auf Predatoren zeichnen ist mir klar.. aber er frisst die Dinger so selten, die meisten explodieren von selbst wieder ohne dass er sie erwischt... !?)

        Das zweite und eigtl. größere Problem ist jedoch ein viel seltsameres:
        Ich hatte einen Spielstand zwischengespeichert um kurz die Zeit laufen zu lassen und zu beobachten in welcher Reihenfolge die Wächter die Kammern plündern um ihnen dann nach erneutem Laden eine Nasenlänge voraus zu sein. Auf einmal wurde ich jedoch von der Stimme der Farbe und einer Frauenstimme aus der Leere herausgerissen und fand mich in der "realen" Welt wieder wo ich einer leuchtenden Engelsfigur folgen musste. Schlußendlich forderte mich die Farbe auf die Wächter zu bekämpfen und überreichte mir zu diesem Zweck die "Ordalia"-Glyphe. Ich hatte mich nur kurz durchgeklickt durch die Dialoge, da ich ja ohnehin wieder laden wollte, doch siehe da, nach erneutem Laden zeigte sich diese Szene nie wieder.... Hat irgendwer eine Ahnung wie man diese Szene auslöst, was passieren muss, damit man diese Glyphe bekommt!? Verstehe echt nicht warum das einmal kam und beim zweiten Mal, obwohl ich nichts anders machte, nicht mehr...!?
      • Von nikiburstr8x Mitglied
        AW:

        Zitat von ThomasWilke am 17.06.2009 18:02

        Für alle Interessenten: Das russische Original-Video gibts hier: http://www.pcgames.de/aid... :D
        Besten Dank! :-]
      Direkt zum Diskussionsende
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 07/2026 play5 07/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk