Der Pate 2-Test: "Nicht die Genre-Referenz, aber einen Blick wert"
Es geht ja bekanntlich immer ums Geschäft. Deshalb prüfen wir, ob Der Pate 2 sein Geld wert ist.
Zu Beginn von Der Pate 2 erfahren Sie in einer Sequenz, wie Dominic zum Anführer wurde. Bei einem Treffen in Kuba fiel der alte Don einem Volksaufstand zum Opfer (Stichwort: Revolution unter der Führung von Fidel Castro). Dominic nimmt kurzerhand dessen Platz ein.
Eine hübsche und auf den ersten Blick alles andere als gewaltbereite Rothaarige klagt unserem Helden ihr Leid: "Wie es aussieht, schläft meine Schwester mit meinem Mann." Noch bevor Dominic, der finster dreinblickende Protagonist von Der Pate 2, seine Meinung zu diesem intimen Geständnis abgeben kann, fährt die Frau mit einer kühlen Stimme fort: "Einer der beiden muss weg, aber nicht mein Mann ... wegen der Kinder.
Deshalb: Hasta la vista, Schwesterherz. Leg sie um. Ich mochte sie sowieso nie." Dominic stimmt zu und übernimmt zwei Minuten später und zwei Häuserblocks weiter die Richterrolle in diesem Familienstreit. Die unloyale Schwester spaziert dort nichts ahnend die Straße entlang, als der Protagonist sie mit seiner Magnum bekannt macht. Mehrere Schüsse strecken die Dame nieder, sie fällt zu Boden. Die herum laufenden Passanten, unfreiwillige Augenzeugen des soeben geschehenen Auftragsmordes, kreischen und rennen in Panik davon.
Fragwürdiges aus der Pate 2: Mag sein, dass die im Bild gezeigte Konfliktlösung auch heute noch ihre Befürworter findet, aber wir hatten kein tolles Gefühl dabei, Frauen im Spiel zu misshandeln, um etwa eine finanzielle Einigung mit ihnen zu erzielen.
Dominic hingegen steckt seine Waffe ein, stoppt seelenruhig ein vorbeifahrendes Auto, jagt dessen Besitzer fort, klemmt sich hinters Steuer und rollt gemütlich an den viel zu spät eintreffenden Polizeiwagen vorbei ... Sein Auftrag ist erledigt, sein Kontostand wächst um mehrere Tausend Dollar. Der Pate 2 gehört wie schon sein Vorgänger nicht in die Hände von Minderjährigen. Denn Dominics Handwerk (und gleichzeitig Alltag) ist grausam und blutig.
Morde, Einbrüche, Schlägereien und Schutzgelderpressungen sind an der Tagesordnung. Als Anführer der Mafia-Familie Corleone sichert er auf diese Weise die Vorherrschaft seines Clans im New York der 50er-Jahre. Der Mordauftrag von gerade eben ist nur ein kleiner Nebenverdienst. Eigentlich geht es Dominic um Macht. Macht über Drogen-, Prostitutions- und Waffenkartelle der Stadt. Typisch Mafia eben.
Der erste konkurrierende Don stellt sich uns nicht mehr in den Weg. Wir stürmten sein Anwesen, schalteten seine Wachen und schließlich ihn selbst aus. Zu guter Letzt sprengten wir seine Bude in die Luft. Unsere Mission in York war hiermit vorläufig zu Ende.
Der erste Auftrag nach Dominics Beförderung zum Don gleich zu Beginn des Spiels schickt uns in die örtliche Bäckerei, die eigentlich ein Bordell beherbergt. Die Personaltür führt aus dem Laden direkt zu den spärlich gekleideten Damen - und zu vier Schlägern der Rosato-Famlie, einer konkurrierenden Bande in New York.
Eine kleine Schießerei zwischen den Metallstangen für die Strip-Shows macht den Weg zum Chefbüro frei. Der Besitzer der Örtlichkeit, ein geschmacklos bunt gekleideter Kerl mittleren Alters, pfeift zunächst auf unsere smarte Geschäftsidee, seine Einkünfte fortan mit uns zu teilen. Erst als wir ihn an den Schultern packen und mit unserem Knie seine Magengegend massieren, gibt er dem Druck nach und investiert Bares in unser Schutz-Dienstleistungsunternehmen.
Im sonnigen Florida geht es in der Pate 2 weiter. Es gibt mehr Geschäfte, mehr Mafiosi, aber auch mehr Polizei. Die nervigen Gesetzeshüter kleben uns oft an den Fersen. Hier landeten wir häufig hinter Gittern und mussten die jeweilige Mission neu angehen. Das frustriert!
Ab jetzt gehört das Bäckerei-Bordell uns! Unsere Gegenspieler - in diesem Fall die Familie Rosato, später andere Mafiosi - sehen solch einer Machtergreifung nicht tatenlos zu. Deshalb schicken sie in unregelmäßigen Abständen ihre Schläger vorbei. Diese übernehmen mit Gewalt unser Geschäft und schneiden uns somit von unseren Einkünften ab.
Hier kommt die taktische Komponente ins Spiel: Pfiffige Geschäftsleute stellen in jedem der eroberten Läden Wachen ein. Somit müssen wir nicht stets auf einem Ort verharren und auf die Angriffe unserer Widersacher warten. Stattdessen erkunden wir weiter die frei begehbaren (aber recht übersichtlichen) Städte, knöpfen uns einen Geschäftsmann nach dem anderen vor und bauen unser kriminelles Imperium aus. Die auf diese Weise einfließende Kohle stecken wir in Wachleute. Nicht besonders gewinnbringend, aber immerhin schwächen wir dadurch die kriminelle Konkurrenz.
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ist die performance auf konsole durch die bank ok?
ist die performance auf konsole durch die bank ok?
und gibt es nun wie bei pchardware berichtet für pc ne onlineaktivierung oder nicht?
Ich sag mir immer: " Wenn du ein Spiel durchspielst, kann es nicht schlecht sein".
Das war auch in diesem Fall so.
Ich hab nur die Prozentzahlen der Tests angeschaut und trotzdem hat mich das Game interessiert.
Der grösste Minuspunkt dürfte für manche hier wirklich die Grafik sein.
Da mir die doch relativ schnuppe ist, machte mir das Game lange Spass.
Die Städte sind zwar nicht wirklich gross, dafür hat hier Geld mehr Einfluss auf das Game, als beim (zu?)hochgelobten GTA4.
Klar hat man auch bei Godfather2 irgendwann mal soviel Geld, dass man damit seine Familie in allen Belangen auf den höchsten Level bringen kann und man nur noch selten in Bedrängnis kommt.
Wenn der dritte Teil alles konsequent weiterführt, was Teil zwei im Ansatz hat, wirds ein Riesengaudi.
- Die eigene Party verbessern und Wachen abstellen macht Spass.
- Der "Wirtschaftsteil hatte mich irgendwie auch gepackt: Nur noch jene Fabrik, noch jene Werkstadt um Boni zu erhalten...
- Die Synchronisation geht auch voll in Ordnung und man erkennt sehr viele professionelle Sprecher wieder.
Zumindest als Budget-Titel sollte man dem Teil ne Chance geben. Es sind einige Stunden an Spielspass drin, wenn man nicht nur auf die Grafik schaut.