Cryostasis Test: Ein psychedelischer Trip zum eisigen Nordpol
Das erste Spiel, das Sie Eiseskälte förmlich spüren lässt.
Worum geht's bei Cryostasis?
Als russischer Meteorologe namens Alexander Nesterov erkunden Sie in der eisigen Arktis einen verschollenen Eisbrecher in Ego-Shooter-Ansicht. Dabei lüften Sie Stück für Stück das Geheimnis, unter welch mysteriösen Umständen die Besatzung ums Leben kam.
Quelle: PC Games
An Bord des russischen Eisbrechers "Nordwind" rüsten Sie sich mit ungewöhnlichen Waffen, wie hier einem abgerissenen Ventil aus, um sich gegen die Untoten an Bord zur Wehr zu setzen.
In 18 Kapiteln dringen Sie dabei immer tiefer in das atomar betriebene Schiff vor und müssen sich dabei gegen gruselige Untote und die tödliche Kälte der Arktis behaupten.
+++Pro+++ Das Kältefeature
Typische Ego-Shooter statten die Spielfigur mit einer festen Zahl X an Lebenspunkten aus. Verletzungen werden mit Medipacks oder anderem, medizinischen Material kuriert. Ganz anders bei Cryostasis.
Wärmequellen wie diese Schreibtischlampe dienen im Spiel dazu, ihre Körpertemperatur zu erhöhen und damit Ihre maximal verfügbare Lebensenergie.
Um dem Spieler das Gefühl, am kalten Nordpol zu agieren, besser zu vermitteln, bestimmt die jeweilige Umgebungstemperatur des Levelabschnitts, wie es um Ihre Gesundheit bestellt ist.
In kälteren Räumen sinkt Ihre Lebensenergie langsam ab und auch die Ausdauer Ihres Helden reduziert sich. Wenn Sie dagegen eine Wärmequelle, beispielsweise einen Heizofen, ein Feuer oder auch nur eine Schreibtischlampe finden, lässt sich damit die Umgebungstemperatur erhöhen und Sie können sich an dem Wärme spendenden Objekt wärmen.
Auf diese Art und Weise schafft das Spiel eine einzigartige Atmosphäre tödlicher Kälte. Verstärkt wird das Ganze durch optische Spielereien, wie zum Beispiel die kalten Atemwolken, die Ihr Protagonist ausstößt oder auch der geniale Frosteffekt am Monitor.
+++Pro+++ Gut dosierte Gruselmomente
In Cryostasis kommt kein Splatter-Horror zum Einsatz und auch Nonstop-Action sucht man hier vergeblich. Der Gruseleffekt ist dennoch beklemmend hoch, was zunächst an der hervorragenden Soundkulisse (die ohne Soundtrack auskommt) liegt.
Quelle: PC Games
Gegner tauchen blitzartig auf und sorgen für einen gehörigen Adrenalinschub.
Das eisige Heulen des Windes, die quietschenden Schott-Türen, das Echo der Schritte auf dem rostigen Metallboden - man fühlt sich sofort einsam, verlassen und hilflos an Bord des Eisbrechers.
Gegner treten dezent, dafür aber schockartig auf - mal taucht ein Untoter urplötzlich aus den eisigen Fluten hervor, um Sie von einem Schlauchboot herunterzuzerren oder ein Gegner durchbricht die Leinwand des Bordkinos, als Sie gerade dabei sind, eine Filmaufnahme anzuschauen. Das sind herrlich inszenierte Momente im Spiel.
+++Pro+++ Das mentale Echo
Das Spiel nutzt eine ungewöhnliche Methode, den Spieler mit Rätseln zu konfrontieren. Die Hauptfigur Alexander Nesterov verfügt über die Gabe "mentales Echo". Damit ist sie in der Lage, die letzten Momente von verstorbenen Personen selbst zu erleben. Damit reisen Sie sozusagen in die Vergangenheit und können nun den Tod der Person verhindern, was sich auf Ihr Weiterkommen in der Gegenwart auswirkt.
Quelle: PC Games
Der grellbunte Lichteffekt stellt den Beginn des mentalen Echos dar, wenn Sie sich gerade in die Vergangenheit eines Verstorbenen "beamen".
Ein Beispiel: Auf unserer Schiffstour stehen wir vor einer verschlossenen Tür, linkerhand ist eine geborstene Scheibe, hinter der eine von Glassplittern durchbohrte Matrosenleiche in einem Stuhl sitzt. Wir wenden das mentale Echo an und schlüpfen in die Rolle des Matrosen. Um uns Getöse, schrillende Alarmsirenen, das Schiff wurde von einem Eisberg gerammt. Wir springen von dem Stuhl auf und ducken uns instinktiv - in diesem Moment zerbirst die genannte Scheibe - wir bleiben unversehrt und entkommen durch die Tür. - Mit grellbunten, psychedelisch wirkenden Lichteffekten holt uns Cryostasis in die Gegenwart zurück. Die Leiche ist nicht mehr da und die zuvor verschlossene Tür steht uns nun offen.

Ich habe es mir nun doch bei 1C Company gekauft und folgendes:
Also zur Story, sie ist ähnlich aufgebaut wie die der Silent Hill Reihe, setze die Puzzle zusammen und lass deiner Fantasie freien Lauf bei den noch ungeklärten Details. Die Atmoshpäre ist gut aber nicht wirklich gruselig.
Die Grafik ist hübsch und läuft ganz ordentlich wenn man VSync ausmacht, wass man unbedingt tun sollte.
Die Waffen sind etwas schwierig zu handhaben, vorallem das MG.
Die Leveleintönigkeit kann ich nachvollziehen aber es ist ja auch ein Eisbrecher.
Zur Physik des Spieles kann ich der Meinung des Redakteurs nicht teilen.
Man merkt es dem Spiel an das es hier um die Story geht und kein Crysis ala hebe Schildkröte auf und guck wie sie sich bewegt. Deswegen auf das notwendigste konzentriert.
Hebel umlegen, tür öffnen schließen, schießen nachladen, laufen gehen ducken (springen ist eigentlich sinnlos, nur um Objekte die 3 cm zu hoch sind zum Überspringen). Natürlich gibt es Physik wie Sessel wegtreten.... ist aber sonst nicht zu gebrauchen.
Wer die Silent Hill Spiele mochte und was zum Nachdenken will der kann das ruhig spielen. Wer hier nen Aktionspiel erwartet wird enttäuscht.
Zum Thema Spielzeit - für die 18 Kapitel habe ich eine Gesamtspielzeit von gut 9 Stunden verbucht, wobei ich stellenweise einen Walkthrough benutzt habe, um möglichst zügig durchzukommen. Wer sich gemütlich Zeit lässt, landet wahrscheinlich irgendwo zwischen 10 und 12 Stunden.
Auf den Schwierigkeitsgrad wurde ja schon eingegangen - es sei noch angemerkt, dass er im Laufe des Spiels schwankt. Mitunter besteht die höchste Schwierigkeit darin, die Orientierung zu behalten - besonders die Abschnitte an Deck des Schiffs sind übel, da hier ein wilder Eissturm tobt, der einem komplett die Sicht nimmt. Da stochert man sprichwörtlich im Nebel rum - andererseits sorgen diese Abschnitte für enorme Spannung .... schaff ich's noch lebend bis zur nächsten Wärmequelle? ...
Einen schönen Tag wünscht
Stefan W.
Eine Frage hab ich aber noch, dann bin ich still. :-D
Ich nehme an man kann den Schwierigkeitsgrad auswählen (Leicht/Normal/Schwer)?
Evtl. sogar jederzeit während dem Spiel?
Oder gibt es nur einen Schwierigkeitsgrad?
Ansonsten: Bitteschön, gern geschehn :-D
Ich hoffe, ich hab deine Fragen soweit beantworten können - was Schwierigkeitsgrad und Spielzeit angeht, kann Stefan ja vielleicht noch seinen Senf dazu geben ;-)
Eine Frage hab ich aber noch, dann bin ich still. :-D
Ich nehme an man kann den Schwierigkeitsgrad auswählen (Leicht/Normal/Schwer)?
Evtl. sogar jederzeit während dem Spiel?
Oder gibt es nur einen Schwierigkeitsgrad?
Wie sieht es mit Bugs usw. aus? Gibt es eine freie Speicherfunktion/Quicksave oder nur Checkpoints? Wie lang ist ca. die Spieldauer? Wo ist die tolle Motivationskurve?
Wie sieht es mit Kopierschutz/DRM aus? Gibt es einen MP (ich vermute nein, hätte man aber mit einem kurzen Satz erwähnen können in einem Test ;-) )
Mir würden noch mehr Fragen einfallen... daher finde ich es sehr schade dass die Tests (vor allem bei nicht gehypten Spielen) immer kürzer werden. Desweiteren scheint es sich bei Cryostasis ja um eine Art Geheimtip für alle Fans des subtilen Horrors zu handeln. Die Wertung ist ja nicht schlecht ausgefallen.
Und warum wollte das Spiel keiner testen? Vielleicht weil sich alle dachten "Och neee... nich schon wieder so ein 0815-Ostblock-Shooter..." :-D
Was deine Fragen angeht:
- englische Sprachausgabe, die ist auch wirklich gut gelungen. Allerdings gibt es für den deutschen Handel noch keinen Vertrieb (das erklärt auch, warum wir den Test erst so spät gemacht haben ;-) ), es könnte also eventuell noch eine übersetzte Version in den Handel gelangen.
- Schwierigkeitsgrad fand ich persönlich angenehm. Hin und wieder weiß man nicht, was man eigentlich machen muss und stirbt dadurch, was natürlich unschön ist. Ansonsten fand ich's angenehm, sprich weder unter-, noch überfordernd.
- Bugs: Nichts wirklich beunruhigendes. Ich persönlich hatte zwei Abstürze und zwei Stellen, an denen Gegner durch eine geschlossene Tür verschwanden - einmal musste ich deshalb neustarten. Allerdings war keiner der Fehler reproduzierbar.
- Es gibt sowohl freies Speichern, als auch Quicksave - allerdings nicht in den Rückblenden (= Mentales Echo etc.). Die kann man allerdings unbegrenzt oft erneut versuchen.
- Spieldauer hab ich nicht genau mitgestoppt - dürfte etwas über zehn Stunden gelegen haben.
- Kopierschutz/DRM: Wir hatten die Version aus dem Downloadshop des Publisher, da gab es keines von beidem. Falls der Titel in die deutschen Händlerregale gelangt, könnte sich das in der Boxversion natürlich ändern.
- Multiplayer gibt es nicht
- Motkurve: Grob gesagt eine famoser Beginn (alles neu, alles anders!), flacht zur Mitte hin ab, weil es an Abwechslung mangelt. Gegen Ende drücken die Entwickler nochmal auf's Gas, bringen noch einige geile neue Ideen rein. Das Finale wird euch auf jeden Fall umhauen - ob positiv oder negativ kommt jedoch auf euch selbst drauf an :-D
Ich hoffe, ich hab deine Fragen soweit beantworten können - was Schwierigkeitsgrad und Spielzeit angeht, kann Stefan ja vielleicht noch seinen Senf dazu geben ;-)