The Westerner 2 im PC-Games-Test: "Ein enttäuschendes Adventure ... "

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Test Felix Schütz - Redakteur Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Anstelle des Wilden Adventure-Westens erwartet Sie in The Westerner 2 nur eine trostlose Spielspaß-Prärie.

Die drei Actionszenen sind taktisch angehaucht, doch die miese Steuerung macht jede Spannung zunichte. Quelle: PC Games Die drei Actionszenen sind taktisch angehaucht, doch die miese Steuerung macht jede Spannung zunichte. Unsere Wertung zu The Westerner 2 macht jede blumige Einleitung überflüssig: The Westerner 2: Fenimore Fillmore's Revenge ist ein enttäuschendes Adventure.

Der Wilde Westen bietet ein schönes, halbwegs unverbrauchtes Szenario, um spannende Abenteuer zu erzählen. The Westerner 2 lässt diese Chancen ungenutzt und wirkt in vielerlei Hinsicht unfertig. In der knapp vier (!) Spielstunden umfassenden Handlung steuert man abwechselnd den Cowboy Fenimore und seine Freundin Rhiannon - beide sind auf der Suche nach einem Goldschatz und einer Gelegenheit, sich an einem schießwütigen Gangster zu rächen.

Immerhin sind die actionreichen Zwischensequenzen flott inszeniert. Ein Atmosphäre-Plus. Quelle: PC Games Immerhin sind die actionreichen Zwischensequenzen flott inszeniert. Ein Atmosphäre-Plus. Dabei gibt sich die Geschichte gezwungen ernst, etwa wenn Fenimore in Zwischensequenzen reichlich Leute über den Haufen ballert. Bleihaltige Szenen wie diese passen jedoch nicht zum comichaften, detailarmen 3D-Grafikstil. Und wer noch Zweifel daran hat, dass die Atmosphäre eher mäßig ist, der möge die Ohren kurz auf- und schnell wieder zusperren: Musik gibt es kaum, die wenigen Umgebungsgeräusche klingen dürftig und selbst an Soundbugs haben die Entwickler gedacht.

Frustrierend: Die meist mittelmäßigen Sprecher geben beim Knobeln stets die immergleichen Antworten ("Das mache ich nicht."). Mehr als nervig, denn Hilfestellung erhält man so keine. Und genau die hätte man dringend gebraucht.

Wird der alte Mann nicht schnell genug verarztet, stirbt er – dann startet die Szene von Neuem. Quelle: PC Games Wird der alte Mann nicht schnell genug verarztet, stirbt er – dann startet die Szene von Neuem. Die Rätsel machen keinen Spaß, was vor allem an der üblen Steuerung liegt. Die Kamera etwa fängt viele Szenen aus zu großer Entfernung ein. Das macht das Auffinden der teils winzigen interaktiven Flächen zur Geduldsaufgabe, zumal es keine Hotspot-Anzeige per Tastendruck gibt. Manche Objekte darf man sich zwar in Großaufnahme anschauen, doch die Helden geben auch hier keine Kommentare ab - man kann also nur raten, was man mit dem Kram anstellen soll.

Wenn eine der Figuren dann doch mal etwas sagt, darf man das oft nutzlose Gerede nicht abbrechen. Auch nervig: Einige Rätsel muss man unter Zeitdruck lösen, bevor eine Figur stirbt und man die Szene neu starten muss. Und wer es bis dahin durchhält: Gegen Ende des Spiels warten drei schlecht gemachte Baller-Sequenzen darauf, von Ihnen durchlitten zu werden. Unser Tipp: Finger weg.

Informationen
Verwendeter Kopierschutz: Copy-X-Light. Keine Aktivierung notwendig.
Bugs & Fehler: Keine Abstürze, ledigliches Aussetzen des Sounds

Lesen Sie außerdem:
Fun am Freitag: Heute mit Fenimore Filmore aus The Westerner

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Wertung zu The Westerner 2: Fenimore Fillmore's Revenge (PC)

Wertung:

5.0 /10
Pro & Contra
Rasante, actionreiche CutscenesUnverbraucht: der Wilde WestenGute Mimik der Hauptcharaktere
Kurze Spielzeit (ca. 4 Stunden)Miserable KameraWinzige HotspotsRätsel unter ZeitdruckKeine Hotspot-AnzeigeSchwer erkennbare Raumausgänge sorgen für Verwirrung.Furchtbare Action-SequenzenNull LösungshinweiseMittelmäßige SprecherUnnötig zeitaufwendige RätselDetailarme GrafikStörende Sound-BugsUnglaubwürdige Handlung
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    • Kommentare (25)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von otterfresse Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von McDrake am 19.03.2009 23:53
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]Es gibt Cheats für Vollgas??

        Die einzigen "Cheats" bei LucasArts-Adventures, die ich kenne, sind diese Tastenkombination bei den Monkey Island-Spielen, wo direkt der Abspann gespielt und das Spiel beendet wurde und der "Ziffernblock 0"-Sofort-Knock-Out bei den Boxkämpfen in Indy 4 (wie oft ich mir den im Vorgänger gewünscht hätte...).
      • Von otterfresse Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von McDrake am 19.03.2009 23:53
        [Ins Forum, um diesen Inhalt zu sehen]Es gibt Cheats für Vollgas??

        Die einzigen "Cheats" bei LucasArts-Adventures, die ich kenne, sind diese Tastenkombination bei den Monkey Island-Spielen, wo direkt der Abspann gespielt und das Spiel beendet wurde und der "Ziffernblock 0"-Sofort-Knock-Out bei den Boxkämpfen in Indy 4 (wie oft ich mir den im Vorgänger gewünscht hätte...).
      • Von Huskyboy Mitglied
        hm The Dig war das mit dem asteroiden, stimmt verwechselt. Aber beides tolle spiele, auch wenn The Dig damals schon sehr altbacken aussah, die story war genial

        ja Loom hatte eine fantastische atmosphäre, und auch ne packende story, aber ich fand die dritte spielstufe ziemlich schwierig

        gab so viele geniale lucasarts spiele
      • Von McDrake Mitglied
        Zitat von otterfresse am 19.03.2009 23:40
        Die einzige z.T. nervig lange Stelle (weil zufallsbestimmt) war die "Action-Sequenz" auf der Mine Road, wo man ganz bestimmte Gegner für ganz bestimmte Waffentypen/Gegenstände erledigen musste... hat manchmal Ewigkeiten gedauert, bis ich an das Holzbrett und die Kette gekommen bin.
        Ich glaub, das war das einzige Adventure, bei dem man mit gutem Gewissen cheaten durfte :P
      • Von otterfresse Gelegenheitsspieler/in
        Zitat von Huskyboy am 19.03.2009 23:21
        Vollgas fand ich zwar kurz aber unter 4 stunden war das doch nicht.. oder verwechsel ich das mit The Dig?
        Ich nehme letzteres an, The Dig war nämlich vergleichsweise lang (und stellenweise auch schwer - da gab's glaube ich diverse, nervige "Puzzle-Spiele" zwischendurch).
        Vollgas war mehr ein "Interactive Movie", in dem die Lösungen der Rätsel ohne viel hin- und her direkt zugänglich waren und auf der Hand lagen. Die einzige z.T. nervig lange Stelle (weil zufallsbestimmt) war die "Action-Sequenz" auf der Mine Road, wo man ganz bestimmte Gegner für ganz bestimmte Waffentypen/Gegenstände erledigen musste... hat manchmal Ewigkeiten gedauert, bis ich an das Holzbrett und die Kette gekommen bin.
        Insgesamt kann man hier (auch beim ersten Durchspielen) durchaus unter vier Stunden bleiben, bis man die "Gone Jackals" bei den End-Credits hört.

        Zitat
        Loom war echt kurz, aber das eingabesystem genial, Musik :ugly:
        Ich fand das Spiel klasse, hat eine tolle Atmosphäre gehabt. Nur die Unterschiede der drei Schwierigkeitsgrade waren irgendwie lächerlich :-D
      • Von Huskyboy Mitglied
        Vollgas fand ich zwar kurz aber unter 4 stunden war das doch nicht.. oder verwechsel ich das mit The Dig?

        Loom war echt kurz, aber das eingabesystem genial, Musik :ugly:
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