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22.12.2008 13:44 Uhr
Grotesker Aufruf gegen Killerspiele

"Spiele sind massive Angriffe auf Menschenrechte, Völkerrecht und Grundgesetz"

Kämpft einmal mehr an vorderster Front: Prof. Dr. Christian Pfeiffer, Leiter des Kriminologischen Instituts Niedersachsen.
Gewalt in Spielen ist ein nie versiegender Quell für Aufmerksamkeitshascherei. Eine neue Lawine tritt jetzt eine Kölner Petition los, die sich gegen Computergewalt ausspricht. Das "Wie" ist zweifelhaft, will man doch mit Sprüchen wie "Killerspiele sind Landminen für die Seele" oder "Killerspiele sind aktives Kriegstraining" für Furore sorgen.

Im Text heißt es: "5-, 15- und 25jährige sitzen heute Stunden, Tage und Nächte vor Computern und Spielekonsolen. In "Spielen" wie "Counter-Strike", "Doom 3", "Call of Duty", "Halo 3", "Crysis”, "Grand Theft Auto IV" u.a. üben sie systematisches und exzessives Töten mit Waffen vom Maschinengewehr bis zur Kettensäge. Sie demütigen, foltern, verstümmeln, zerstückeln, erschießen und zersägen Menschen an ihren Bildschirmen."

Viele Eltern seien verzweifelt, Lehrerinnen und Lehrer hätten mit steigender Brutalität und Schulversagen zu kämpfen.

Weiter geht's im haarsträubenden Text, denn glaubt man diesem, entstammen diese so genannten Killerspiele "den professionellen Trainingsprogrammen der US-Armee [...] Denn diese sogenannten 'Spiele‘ sind in Wirklichkeit Simulationen der Kriegsrealität: Sie erzeugen Angst, Stress und andauernde Adrenalinschübe."

Damit nicht genug, denn schließlich seien Computerspiele "gigantische Geldmaschinen: Die Branche wächst zweistellig, die Rendite ist riesig, denn Computerspiele sind teuer bei geringen Investitionen." Übrigens: John Woo präsentiert Stranglehold (dt.) kostete in der Herstellung satte 30 Millionen US-Dollar...

Und nun der Höhepunkt: "Die Spiele sind massive Angriffe auf Menschenrechte, Völkerrecht und Grundgesetz." Wer an diesem Punkt aufgrund Kopfschüttelns aufhört zu lesen, erfährt jedoch nicht, welche Slogans die Herren und Damen Unterzeichner noch so auf dem Kerbholz haben. Wir zitieren erneut:

"Die Entwicklung von Computerspielen wie die Verharmlosung ihrer Wirkungen funktionieren nur, weil Wissenschaftler und Hochschulen seit langem mitspielen. Hochschulen richten Studiengänge für die Games-Industrie ein und Wissenschaftler kreieren eine neue Sprache, die die Wirklichkeit verschleiert statt aufzuklären"

"Wissenschaftler, die dies [den Wissenschaftsstreit] leugnen, machen sich zu Komplizen und sind Profiteure des militärisch-industriellmedialen Komplexes, denn deren Institute erhalten umfangreiche finanzielle Unterstützung der Games-Industrie."

"Verantwortlich sind also nicht Eltern, Lehrerinnen und Lehrer, denen die Bewältigung der Folgen immer zugeschoben wird. Verantwortlich sind Hersteller und Kriegsindustrie; die inflationäre Verbreitung der Spiele ist politisch gewollt und wird von "Wissenschaft" und Medien bereitwillig vorangetrieben."

An dieser Stelle ersparen wir Ihnen weitere Details. Wenn Sie den gesamten Flyer lesen möchten, hier gibt's das PDF. Unterzeichner der Schrift sind unter anderem: Heidi Graichen, CSU-Stadträtin in Erlangen, Thomas Jung, Oberbürgermeister und 20 Stadträte der Stadt Fürth und (natürlich!) Prof. Dr. Christian Pfeiffer, Leiter des Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen.

Sollte der unwahrscheinliche Fall eintreten, dass Sie ebenfalls Ihren Namen unter der Petition sehen wollen, so wenden Sie sich einfach an Prof. Dr. Maria Mies, Blumenstr. 9, 50670 Köln (V.i.S.d.P.), koelner.aufruf@gmx.de.

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205 Kommentarezum Artikel

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smite1-0 - 26.09.2009 17:51
ich find die ganze diskusion total schwachsinnig! das einzige was die politiker damit bewirken ist eine kriminalisierung von teilen der gesellschaft!! also ich kann sagen das ich nicht aufhöhren werde spiele zu spielen die ich spielen will egal was es für gesetze geben wird! nur weil irgend wer glaubt er müsste counterstrike verbieten werde ich bestimmt nicht damit aufhöhren!! aber es wird, besonders für junge menschen, immer unatraktiver in deutschland zu leben nicht nur wegen einem möglichen gesetz gegen "killerspiele"
BSCrysis - 10.07.2009 08:10
http://www.youtube.com/wa...

Kuck DAS mall an dann sage mall das game schlimer sind !!! Das is ein auschnitt von rambo4.

sry habe die deutsche version net gefunden aber das sagt auch alles

omg !!!
norea-x - 28.05.2009 08:13
seltsam, ich hab noch keinen einzigen menschen zerstückelt.
solche sätze von unterbelichteten menschen, die nur bis zum nächsten zaunpfahl denken können - sowas sitzt in der politik. ich raffs nicht.
dabei gibts zahlreiche studien, die das gegenteil beweisen.
wertu - 22.05.2009 13:12
blöde frage: in österreich schert sich (bisher) keiner um die "killerspiel" debatte (zumindest seitens der politik, ich als spieler finde die herangehensweise der politik in deutschland einfach nur erbärmlich). laut google ist der letzte amoklauf an einer österreichischen schule im jahre 1997 passiert. natürlich - deutschland hat mehr als 10 mal soviele einwohner, dadurch relativiert sich diese statistik. genauso hat die usa 3 mal so viele einwohner wie ger und hatte insgesamt auch nicht mehr vorfälle von amokläufen an schulen als deutschland. sowohl österreich als auch die usa haben keine jugendschutzbehörde die medien aufgrund erhöhter brutalität vom markt nimmt. es gibt pendants zur usk aber das wars auch schon. jetzt versucht die politik mit verschärften kontrollmaßnahmen diese amokläufe in den griff zu bekommen? wo ist da die logik? allein dadurch müssen sich die politiker den vorwurf gefallen lassen, diese ganze hetzkampagne gegen die computerspiele nur als mittel zum zweck (kandidatur - wahl - wiederwahl -> geld) zu benutzen.
Demonius911 - 06.04.2009 00:38
Also wenn ich mir den Bericht durchlese stelle ich mal wieder Fest.
Diese Politiker sind entweder total wohlbehütet in utopia aufgewachsen oder vo ihren eltern nicht geliebt worden. Es ist zwar schlimm as Jugendliche unter 16 Jahren mit spielen ab 18 Beschäftigen aber der Fehler liegt nicht in den Kindern oder der Spiele Industrie sondern bei den die diese Spiele solch einen Personenkreis zugänglich machen.
Ja und die Amokläufer üben bei Counter Strike das Zielen mit Sturmgewehr und Faustfeuerwaffen. ich möchte mal wissen wie ich meine Dienstwaffe mit der PC- maus steuern kann.
Klar die Sozialen aspekte von Dauerzockern sind nicht von der Handzuweisen aber die Bringen niemanden um. ie zum beispiele Wirte die einem Jugendlichen 43 Tequilla einflössen oder Betrunkene Autofahrer die Unschuldige Verkehrsteilnehmer töten. nein es sind die Computerspieler die Pixelmänchen töten das sind die "!AMOKLÄUFER!" richtig aber ich sage Euch wer bis an die Zähne bewaffnet in ein Schule geht und wahllos Menschn tötet, bei dem ist etwas nicht richtg gepolt und da haben lehrer und Eltern verpflucht viel scheiße gebaut. Weil ein Computerspiel und egal wieviel stunden man davor sitzt enthemmt nicht so und glaubt mir auf einen Menschen zu schießen ist verpflucht schwer.
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