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17.12.2008 13:08 Uhr
World of Warcraft

World of Warcraft-Spieler und auf Jobsuche? Keine guten Aussichten ...

Tale hat bereits 2.372 Kommentare in den F13-Foren gesammelt. In seinem jüngsten Thread erzählt er von einem kuriosen Treffen mit einem Arbeitsvermittler aus der Onlinemedien-Branche. "Arbeitgeber weisen mich explizit darauf hin, keine World of Warcraft-Spieler vorzuschlagen", soll der Mittelsmann gesagt haben. Die Gründe dafür seien ein "ungesundes Schlafverhalten" und "keine hundertprozentige Leistungsfähigkiet".

Tale stellte die Frage, was der Vermittler denn von der These halte, MMORPGs schulten Führungsqualitäten, der Gildenstrukturen wegen. Er soll den Kopf geschüttelt haben, berichtet Tale. "Umgehen Sie einfach WoW-Spieler", laute seine Anweisung.

Was halten Sie davon? Eine nachvollziehbare Maßnahme seitens des Arbeitgebers? Oder groteske Pauschalisierung der Online-Rollenspieler?

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69 Kommentarezum Artikel

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eX2tremiousU - 19.12.2008 12:20
Zitat: (Original von Shadow_Man am 19.12.2008 02:28)
Wo soll das letztendlich enden? Erst werden Leute wegen WoW nicht eingestellt, dann vielleicht weil sie eine bestimmte Musik hören, später dann wegen der Religion, der Hautfarbe oder Nation? Ich dachte, man hätte aus der Vergangenheit gelernt, aber das hier schlägt genau wieder in die gleiche Kerbe ein. Traurig.
Du kennst dich nicht so mit den Gegebenheiten im Arbeitsmarkt aus, oder? Selektion MUSS einfach sein. Da filtert man auch mit drastischen Mitteln Leute raus, damit man dem gesuchten Profil des idealen Arbeitnehmers halbwegs nahe kommt. WoW hat in der breiten Öffentlichkeiten einen negativen Touch. Das ist leider so. Ob das im Einzelfall bei den Bewerbern mit dem Suchtverhalten stimmt, kann nicht überprüft werden, und bei einer Vielzahl von Bewerbern mit "normalen" Interessensgebieten wählt man eben lieber diese aus. Absolut normal und nachvollziehbar. Jeder der schwimmt, in Diskussionsclubs tätig ist, einen Faible für soziales Engagement hat, Captain eines Sportclubs ist oder ähnliche Interessen hat, wird natürlich eher favorisiert, als jemand der schreibt "WoW, PCs und mit Freunden feiern".
Mit der Musik ist das nicht viel anders (siehe Beispiel mit den Bösen Onkels).

Die Sache mit der Religion ist auch nicht neu. Nennt sich "religiöser Tendenzbetrieb". Das sind Altenheime, Pflegeeinrichtungen, mobile Pflegeteams, teilweise Krankenhäuser und Diakonien. Atheisten kommen da nicht rein. Moslems kommen da nicht rein. Hindus kommen da nicht rein. Hängt damit zusammen, dass spezielle Aufgabenfelder einfach auf christliche Schwerpunkte gemünzt sind, und die passende Konfession (samt Kenntnis) quasi Pflichtvoraussetzung ist. Gerade in Altenheimen, wo man mit Menschen arbeitet, die größtenteils noch aufgrund ihrer Generationenprägung gläubig sind.

Die Nation spielt natürlich auch eine Rolle. Größere und fachlich sehr versierte Firmen mit Außenstellen in Deutschland stellen gerne topgeschulter Inder, Amerikaner oder Franzosen ein, weil in den jeweiligen Ländern Ausbildungsinhalte besser an die Leute gebracht werden, und die Bewerber schlicht qualifizierter sind, als Deutsche. Die Politik bemüht sich mittlerweile auch darum, dass ausländische Facharbeiter leichter einwandern können und sich die Bürokratie in Grenzen hält (falls die noch keine Aufenthaltsgenehmigung oder Staatsbürgerschaft besitzen). Die großen Firmen drängen darauf, und brauchen qualifizierten Nachschub, der im eigenen Land nicht oder nicht ausreichend stark zu finden ist.

Der Arbeitsmarkt ist nicht Friede, Freude und fairer Eierkuchen. Daher empfinde ich deinen Kommentar auch als etwas naiv, wenn nicht sogar realitätsfremd. Und wer aufgrund solcher harten Auswahlkriterien tatsächlich komische Interessensgebiete angibt, der muss sich nicht wundern, wenn später eine Absage ins Haus fliegt.

Regards, eX!
rhcurly - 19.12.2008 11:41
Zitat: (Original von Shadow_Man am 19.12.2008 02:28)
Wo soll das letztendlich enden? Erst werden Leute wegen WoW nicht eingestellt, dann vielleicht weil sie eine bestimmte Musik hören, später dann wegen der Religion, der Hautfarbe oder Nation? Ich dachte, man hätte aus der Vergangenheit gelernt, aber das hier schlägt genau wieder in die gleiche Kerbe ein. Traurig.




Heeeey....welch Scharfsinn! Gut erkannt und willkommen in der gegenwärtigen Realität.
Vordack - 19.12.2008 08:52
Zitat: (Original von Anthile am 19.12.2008 00:05)
Zitat: (Original von spike00 am 18.12.2008 23:48)

lol schreiben die bei der bewerbung bei hobby WoW hin oda was? :rofl:


Schlimm genug, dass man nicht ehrlich sein darf. Aber darüber dann noch zu lachen ist einfach nur armselig.


Bewerbungen haben mit ehrlichkeit nichts zu tun. Schon mal ne Bewerbung geschrieben?

Da gibts ja fast schon ne Codesprache, fast so wie bei Berufs-Zeugnissen.

Bei einer Bewerbung geht es doch primär darum sich zu präsentieren, sich zu verkaufen, nicht darum ehrlich zu sein.

Zu meiner Zeit wo ich mich Beworben habe habe ich auch nicht unter Hobbies: Am WE saufen, kiffen und Frauen anbaggern reingeschrieben  
Shadow_Man - 19.12.2008 02:28
Wo soll das letztendlich enden? Erst werden Leute wegen WoW nicht eingestellt, dann vielleicht weil sie eine bestimmte Musik hören, später dann wegen der Religion, der Hautfarbe oder Nation? Ich dachte, man hätte aus der Vergangenheit gelernt, aber das hier schlägt genau wieder in die gleiche Kerbe ein. Traurig.
Herbboy - 19.12.2008 01:26
Zitat: (Original von Roger-Federer am 18.12.2008 07:33)
Zitat: (Original von Herbboy am 17.12.2008 17:37)
das sind ganz klare diskriminierende vorurteile. da könnte man auch familienväter umgehen (verbringen und verausgaben sich wegen ihrer kinder, schlafen ggf. nachts schlecht), oder freizeitsportler (verausgaben sich in der freizeit, wo sie sich gefälligst für die arbeit ausruhen sollten) oder fußballfans (verbringen zu viel zeit mit fußballschauen und saufen sich am wochenende zu, fahren alle 2 wochen die halbe nacht durch zu auswärtsspielen...) usw usw usw


ich glaub eher es besteht nur die sorge, dass der neue angestellte später rauskriegt, dass der chef der legendäre "Pink Arse Lover", Schurke Level 67 mit spezialangriff von hinten ist, der in den regenbogenfarbenleggins und dem federhut  


Was für ein scheiß!!  
Familienväter: Wenn sie mit ihren Kindern spielen stehen sie ganz normal im REALEN LEBEN ...

Freizeitsportler. Das ist doch wohl ein schlechter Witz?! Du willst ja wohl nicht ernsthaft behaupten dass Sport schlecht ist. ...

Fußballfans: Selbst diese sind noch mehr im realen Leben als WoW Spieler und schlafen normalerweise auch genug!

gruß timo
ähhm... halllo????! ich hab diese beispiele extra genannt, um zu zeigen, was für ein quatsch solche pauschalen vermutungen sind! ich bin selbstverständlich NICHT der meinung, dass zB väter wegen ihrer kinder in jedem falle zu wenig zeit/energie für den job haben... DAS ist ja grad der punkt!

das war ne kritik an leuten, wie eben dem hier thematisierten "chef", die irgendwelche pauschalen vorurteile verwenden, um gründe zu finden, die eine gruppe von leuten mit einem "minus" belegt, das angeblich dem job in der firma schadet.

das is nämlich quatsch, egal ob das "hobby" nun real oder virtuell ist: in allen fällen gilt, dass es erst schadet, wenn es "zu viel" ist. natürlich ist zB ein frisch gebackener vater auf der arbeit total müde, wenn das kind nachts immer rumschreit - aber deswegen darf man nicht väter von der liste der kandidaten streichen. natürlich wäre einer, der 3-4 mal die woche nach der arbeit noch 5 stunden sport treibt, tags drauf müde - aber aber deswegen darf man nicht freizeitsportler von der liste der kandidaten streichen. natürlich wären leute, die erst montag um 4h vom auswärtspiel zurückkommen dann auf der arbeit müde - aber deswegen darf man nicht fußballfans von der liste der kandidaten streichen

und natürlich sind leute, die nach der arbeit jeden tag noch 6 stunden WoW zocken tags drauf am arsch - aber deswegen darf man nicht WoW-spieler pauschal aus der liste der job-kandidaten streichen...


capice?  




P.S. wenn ich von "WoW Spielern" rede meine ich die Freaks unter diesen und nicht diejenigen die auch noch andere Hobbies haben und ihre Sucht kontrollieren können.
ja, und dieser "chef", um den es hier geht, unterscheidet eben NICHT, sondern pauschalisiert, genau wie ich es in meinem beispiel ZYNISCH und ÜBERZOGEN meinte, dass man - WENN man derart pauschalisiert wie der "chef" - an sich ebenso pauschalisieren müßte, dass ALLE zB fußballfans sich nur zusaufen und prügeln... und DAS ist logischerweise völliger schwachsinn, genauso wie es unsinn ist, dass jeder, der WoW spielt, süchtig ist und auch noch SO süchtig, dass er nen schlechteren job macht als nicht-WoW-spieler... wie du ja auch selber sagst, dass du nur DIE meinst, die süchtig sind...


ps: ich selber spiele btw so gut wie nie online, ganz selten mal ein rennspiel oder so.
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Allgemeine Infos

Name World of Warcraft
Genre Online-Rollenspiel
Webseite http://www.blizzard.de
Hersteller Blizzard
Anbieter Vivendi Universal
VÖ-Termin 11.02.2005 - zu diesem Produkt einen Lesertest schreiben!
Preis nicht bekannt
Plattformen: pc.gif
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