Pünktlich zum Release: Command&Conquer - Alarmstufe Rot 3 im Test
Zeitreisen würden wir alle gerne durchführen. Gestern nicht den abgelaufenen Joghurt kaufen. Den bemühten Artikeleinstieg ungeschehen machen. Vielleicht: sich noch einmal zur Konzeptionsphase eines eigentlich fertigen Projekts begeben; reinen Tisch für das große Werk machen.
Quelle: modddb
Die Videos der dritten Kampagne setzen besser auf einen Mix aus Real- und Renderszenen.
Bei Electronic Arts Los Angeles gibt es vieles, was in den letzten Jahren schiefgelaufen ist. Der eingestellte C&C-Shooter Tiberium, der anonymen Quellen zufolge 40 Millionen Dollar und vier Jahre verbrannt hat. Der Mehrspielermodus des sonst überzeugenden Command & Conquer 3. Und das fehlende Quantum Genialität und Herzblut, das aus Alarmstufe Rot 3 den verdienten Überflieger im Genre gemacht hätte. Denn die Voraussetzungen für ein qualitativ superbes Echtzeitstrategiespiel hatte das Studio: die Lizenz, durch die Zeitreisen der Serie und den Humor des Vorgängers unbegrenzt kreativ zu agieren.
Das Budget und die Schauspieler für Videosequenzen, die wirklich unterhalten, die zum Lachen bringen und sich dabei weit weniger als ernste Filmchen der Gefahr aussetzen, lachhaft zu wirken - denn genau das sollen sie ja sein. Ein Studio, das sich auf superbes Design versteht, wie Schlacht um Mittelerde 2 eindrucksvoll zeigte. Bei keinem anderen Produkt springt das verschenkte Potenzial dermaßen ins Auge wie bei Alarmstufe Rot 3. Letztlich bleibt das nunmehr achte Command & Conquer selbstredend amüsant und unterhaltsam, doch vermiest die stets imaginär im Bild schwebende Unterschrift "Da wäre mehr drin gewesen" den Spaß beträchtlich.
Alle auf Anfang - dieser Text in der Beschreibung des Dramas und die Sowjets in selbigem. Wie am Ende der Alliierten-Kampagne von Alarmstufe Rot 2 sind diese in Moskau zurückgedrängt, Stunden vor dem endgültigen Sieg des Kapitalismus. Um dem Einhalt zu gewähren, schnappt sich der sowjetische Premier Cherdenko (Tim Curry) den Wissenschaftler Zelinsky (Peter Stormare) und beamt sich ins Jahr 1926 zurück. Gegen die ausdrückliche Warnung des Wissenschaftlers ("Nein ... das Raum-Zeit-Kontinuum nicht durchbrechen ...!") schickt er Albert Einstein, der später für die Alliierten die Zeitmaschine erfinden würde, in eine andere Dimension. Somit kann Einstein den USA nicht mehr helfen - und alles wird perfekt?

mir einfach zu comic haft , bonbonpackung ohne inhalt
Also nach so vieler negativer Kritik muss ich doch auch mal meine Meinung zum Spiel äußern. Vorweg, ich war von C&C3 auch etwas anttäuscht und war begeistert von Supreme Commander. Seitdem hatten es neuere RTS-Spiele schwer bei mir zu landen. Company of Heroes ist dann noch gekommen und mir gefiel das Micromanagment und das Scenario. Nun kam Alarmstufe Rot 3 und ich dachte, ach, was is doch wieder der X-te Aufguss eines alten Spiels ohne jegliche Inovation.
Ich hab mir die Demo zugelegt und fand das Prinziep (etwas langsamer als C&C3 und mehr Mirco), die Optik und vorallem das Einheiten/Fraktionsdesign sehr gelungen.
EA hier mal ein richtig gutes, solides, wenn auch nicht überraschend inovatives Spiel abgeliefert hat.
Der Single Player Part ist zwar ganz nett uns spaßig, aber richtig Laune macht es im Multiplayer. Alle Einheiten haben Spezialfähigkeiten (max 1) und das Schere-Stein-Papier Prinziep wurde fast perfekt ausbalanciert. Das Pump&Go aus C&C3 wurde stark entschärft und die Möglichkeiten der Seeschlachten verleihen dem ganzen eine echte taktische Alternative (warum nicht schon seit C&C-Generals so?). Am meisten bin ich vom abgedrehten Einheitendesign und der KOMPLETT unterschiedlichen Spielweise der 3 Seiten begeistert. Außerdem gibt es keinen Tankrush oder eine perfekte Strategie... auch abgedrehte Taktiken können, wenn sie ausgeklügelt sind, zum Erfolg führen.
Also nochmal, WOW und danke EA! Man merkt das ein anderes Team an RA3 arbeitete als jenem aus C&C3. Der strategische Tiefgang aus Supreme Commander wird natürlich bei weitem nicht erreicht, die Matches dauern im druchschnitt zwischen 10 und 20 Minunten, aber es macht einfach riesen Spaß... und ist doch das wichtigste! Hinzu ist der Steuerungs-Kompfort über Kurztasten und neuen Einheitemverhalten (Agressiv, Überrollen, Rückwärts fahren,...) ebenfalls sehr gut gelungen.
Ich bezeichne solche Spiele (RA3, COH,...) als Taktik-Spiel, da es drauf ankommt eine ausgeklügelte Taktik anzuwenden und auf die des Gegners zu reagieren (ich rede hier nur vom MP mit Menschen). Supreme Commander ist für mich jedoch der Inbegriff eines Strategie Spiels, weil man eine langfristige Strategie anstrebt und nicht kurzfristig eine Taktik anwendet. Hier geht es um planen und auch mal Land/Einheiten zu opfern um das angestrebte strategisch durchdachte Endziel zu erreichen. Bei Taktik-Spielen ist jede Einheit kostbar und muss jederzeit mit Bedacht angewendet werden.
So, und zum Thema DRM: Als Half Life 2 erschien, haben sich auch alle aufgeregt über die Online Zwangsaktivierung, heute stört Steam wohl keinen mehr. Weiterhin hatte ich bis jetzt noch nie Probleme mit DRM geschützen Spielen (Dead Space, Alarmstufe Rot 3, Spore). Die Tatsache das man jedoch Online sein muss um es zu starten find ich jedoch auch mehr als störend. Am besten wurde es im Missionpack von COH gelöst: Spiel installieren, Online Profil anlegen, wenn man das Spiel das nächste mal startet und der Online-Account Authorisiert wurde, startet das Spiel ohne DVD, ist kein Internet vorhanden wird die DVD als Kopierschutz verlangt! :)
Dieses Spiel könnte das beste Spiel der Welt sein und ich würde es wegen DRM nicht kaufen. Das wollte ich nur nochmal in den Raum werfen, damit es auch wirklich jeder mitbekommt.
Was war den neu auser Grafik, Koop Mosus ( der für Singelplayer volkommen irrelavant ist ) und einer dritten Fraktion? Nichts und deshalb ist die wertung von PCGames auch volkommen gerechtfertigt. :-)
Faktum ist doch das AR3 enttäuschend ist, unfair und Quietschbunt!