Clientbasiertes Gratisspiel des Tages: Sword of the New World
Haben Sie sich in diversen Onlinerollenspielen schon gedacht "Den Job meiner Mitspieler könnt ich mit verbundenen Augen besser"? Wenn ja, dann kann Ihnen hier vielleicht ein Wunsch erfüllt werden:
Sword of the New World lässt den Spieler nicht nur einen einzelnen Charakter steuern, sondern gleich drei. Als wäre das nicht schon Innovation genug, wählt man diese drei nicht einfach zu Beginn aus und bestreitet mit ihnen das gesamte Abenteuer bis zur Höchststufe, sondern bastelt sich bis zu 15 Avatare, die "Familie", und kombiniert diese je nach Bedarf neu. So können Sie mit Magier, Elementalist und Musketier aufbrechen, wenn es darum geht schnell viele schwache Feinde zu besiegen, und mit Krieger, Scout (Heiler) und Soldat, wenn es an lange und zehrende Kämpfe geht. Da jeder dieser Charakterere einzeln Erfahrung sammelt, ist es mühsam, jede einzelne Klasse auf dem aktuellen Stand zu halten. Dafür können Sie sich allerdings auch selbst unterstützen, wenn Sie Nachzügler ausbilden.
Was für Onlineprofis eigenartig klingt, ist Offline-Rollenspielern durchaus vertraut. Über weite Strecken spielt sich Sword of the New World tatsächlich wie ein Solo-Party-RPG. Sie können jedem Charakter einzeln Befehle erteilen (Beute im Schutz der Verbündeten einsammeln) oder die Gruppe als Ganzes bewegen (alle drei zum Angriff auf viele kleine Gegner schicken). Ein einfacher Tastendruck reicht auch, um Ihre Mannen in den Defend-Mode zu versetzen: Die Gruppe bleibt stehen und und beginnt damit, im näheren Umkreis Feinde selbstständig anzugreifen. Da die digitalen Helden dabei relativ klug vorgehen, kommen Faulenzer auch so zu ihren Erfahrungspunkten.
Die Atmosphäre des Spiels wirkt auf den ersten Blick skurril, Mangaoptik trifft Kolonialisierungszeit. Fans ungewöhnlicher Settings und alle, die mal abseits von Elfen, Zwergen und Drachen etwas erleben wollen, sollten aber einen Blick riskieren. Wem das Geld locker sitzt, der kann das reichhaltige Micropaymentangebot nutzen. Um Erfolg zu haben ist das allerdings nicht notwendig.
