Drei Fragen an den Tester: Christian Burtchen über C&C: Alarmstufe Rot 3
Christian Burtchen testet für die kommende Ausgabe der PC Games (12/08, ab 29. Oktober am Kiosk) das abgedrehte Strategiespiel Command & Conquer: Alarmstufe Rot 3. Wir haben uns die Chance nicht entgehen lassen und stellten ihm drei Fragen...
Im Rahmen der Alarmstufe Rot 3-Werbekampagne wurden besonders die zahlreichen Schauspieler beworben. Hat sich deren Einsatz gelohnt?
Quelle: EA
Rahmenbedingungen für die Produktion von Videosequenzen für ein Spiel sind natürlich andere als die für einen echten Film, was Regie und Aufwand angeht. Das hat dazu geführt, dass bei Command & Conquer 3: Tiberium Wars streckenweise langatmige Videos herauskamen, die teilweise sogar eher unfreiwillig komisch waren. Hier hatte ich gehofft, dass Alarmstufe Rot 3 Boden gewinnt - weil die Videos lachhaft sein sollen. Blödeleien statt dramatische innere Monologe, warum nicht?
Indes, begeistert bin ich von den fertigen Videos nur teilweise. Natürlich ist die Studio-Dekoration deutlich abwechslungsreicher als noch bei Tiberium Wars (und erst recht bei Kanes Rache), aber wirklich zum Lachen regen die Szenen doch zu selten an. Es gibt wirklich komische und gewitzte Momente, aber für meine Begriffe viel zu wenig. Natürlich, ich erwarte von einem Alarmstufe Rot 3 nicht durchgehend den Humor von The Daily Show und Colbert Report - aber ein bisschen amüsanter und überraschender hätte die Geschichte schon ausfallen können.
Was hältst du vom Einheitendesign? Ist das durch die dritte Fraktion und den Schwerpunkt "Wassereinheiten" deutlich besser als bisher?
Die dritte Fraktion, das fernöstliche Reich der aufgehenden Sonne, rettet Alarmstufe Rot 3 davor, nur gehobener Durchschnitt zu sein. Die vielen sich verwandelnden Einheiten der Japaner sind eine spielerische Offenbarung. Auch sonst kann man den Designern bei der Einheiten-Konzeption keine mangelnde Kreativität vorwerfen - nur bei den Sekundärfunktionen ist scheinbar mitunter die Luft ausgegangen.
Die Wassereinheiten sind an sich großartig - auch hier gefallen mir besonders die Schiffchen des Reichs der aufgehenden Sonne - allerdings kranken sie an einer typischen C&C-Schwäche, der Wegfindung. Einen großen Angriff vorzubereiten, die Flotte loszuschicken, vielleicht sogar von mehreren Seiten koordinieren, das könnte soviel Spaß machen. Aber nein, die Boote kleben sich lieber zwischendrin an Stegen, Ecken und Landzungen fest.

Zwischen trashig und lächerlich existiert ein feiner Unterschied ;)
Ernstes Spiel plus trashige Sequenzen ginge imho auch noch - aber "ernste" Seqenzen und trashiges Spiel? Schwer...
Zumal ein erstner Ansatz ja nicht automatisch für langweilig und uninspiriert stehen muss - was er bei EA LA aber scheinbar tut :-(
Daffy: Ich meinte die FMVs :)
war eigentlich Uwe Boll für die regie verantwortlich? klingt nur so danach