Auf in die neue Welt! Der PC Games-Test zu Civilization 4: Colonization
Vierzehn Jahre sind eine lange Zeit im Spielegeschäft. Da verblassen der Entwicklerruhm, die Erinnerung und manchmal sogar die Hoffnung. Zumindest Letztere haben die Fans des Strategie-Klassikers Colonization in all den Jahren nicht fahren lassen. Das Warten hat sich gelohnt!
Wer sich zu früh mit der heimatlichen Großmacht anlegt, ist bald Geschichte – und zwar im schlechtesten Sinne des Wortes.
Das Spielprinzip ist im Grunde gleich geblieben. Gut so! Denn das Original aus der Tastatur von Sid Meier konnte schon monatelang an den Bildschirm fesseln. Zunächst entscheiden Sie sich, für welche Großmacht Sie in ins Abenteuer starten. Zur Auswahl stehen diesmal Spanien, Frankreich, England und Holland. Die vier Kontrahenten unterscheiden sich spürbar.
Die Engländer bekommen besonders viele Kolonisten, während den Franzosen die Herzen der Indianer zufliegen. Allerdings sollten Sie auch nationengerecht spielen. Wer mit den streitlustigen Spanien auf Diplomatie setzt, stößt schnell an Grenzen. Per Schiff geht es in die Neue Welt. Sie suchen einen geeigneten Platz und laden Ihre ersten Kolonisten ab. In der Siedlung bauen Sie dann Rohstoffe ab, geben Gebäude in Auftrag und kümmern sich um die Nahrungsversorgung. So weit alles vom großen Bruder Civilization bekannt.
Amerika aber verlangt nach anderen Methoden, um erobert zu werden. Denn in Colonization sind Sie nicht nur Ihren Bürgern, sondern auch dem heimischen Königreich gegenüber verantwortlich. Das Geldsäckchen füllen keine Steuern, sondern der Verkauf von Waren an das Vaterland. Und die müssen per Schiff nach Old Europe gebracht werden.
Nach und nach wachsen die Kolonien. Die Lage zwischen zwei Buchten begünstigt hier den Siedlungsbau.
Die besten Preise erzielen fertig verarbeitete Waren wie feine Stoffe, Pelzmäntel oder Zigarren. Der Luxus-Hunger der damaligen Elite wurde gut getroffen und schlägt sich auch in launischen Preisschwankungen nieder. Die Güter stellen sich nicht von selbst her. Deshalb stecken Sie in der Siedlungsübersicht Kolonisten in die Weberei oder Zigarrenfabrik, um Stoffe und Rauchwaren herzustellen. Das geschieht über einfaches Drag-and-Drop. Jeder Siedler kann für jede Arbeit eingeteilt werden. Speziell ausgebildete Experten wie der Meister-Pelzhändler erzielen aber bessere Ergebnisse. So hüpft jedesmal das Spielerherz hoch, wenn in Europa ein Siedler mit Meister-Ausbildung auf die Überfahrt wartet.

Aber kann es sein das es vom Schwierigkeitsgrad wesentlich schwerer als Civ 4 ist?
Hab selbst auf der leichtesten Schwierigkeitsstufe Probleme am Ende gegen das Heimatland anzukommen.
Aber kann es sein das es vom Schwierigkeitsgrad wesentlich schwerer als Civ 4 ist?
Hab selbst auf der leichtesten Schwierigkeitsstufe Probleme am Ende gegen das Heimatland anzukommen.
Das Spiel ist also nach xy-Runden zwingend vorbei?
Irgendwie bin ich etwas skeptisch ob das für mich grundsätzlich genug hergibt... und die Megaleiste nervt mich schon jetzt. Jaja, man kann sie ausblenden, Info gelesen, verarbeitet und vestanden. Befehle geben, ausblenden, einblenden, Befehle geben, ausblenden... hört sich für mich nicht wirklich praktisch an?
Naja... andererseits habe ich 30€ schon wesentlich dümmer investiert.
Die Leiste hat mich dabei am wenigsten gestört.
Sehr viel schwerwiegender fand ich, dass ich keine Leute mehr in die Stadt setzen konnte, wenn der Nahrungsmittelverbrauch höher war, als die Produktion. Wenn da ein Nahrungsberg von 260 Einheiten liegt, sollte das über längere Zeit (etliche Runden) kein Problem sein. Aber nein, ich muss erst soviele Leute anderswo aus der Stadt rausnehmen oder in die Nahrungsproduktion stecken, bis die Bilanz positiv ist, ehe ich jemanden ins Sägewerk setzen kann. Danach lassen sich unlogischerweise auch Leute, die schon in der Stadt arbeiten, von Nahrungs- auf bspw. Holzproduktion umstellen. Logisch ist das nicht. Aber mordsumständlich.
Eine andere Änderung ist, dass man die Leute ohne Bewegungspunkte nich tin der Stadt verteilen kann, was keinen Sinn macht. Da war die alte Regelung besser.
Eine Kleinigkeiten dieser Art habe ich noch gefunden, ..... aber sonst, ... sonst stellte sich durchaus das alte Feeling wieder ein, wenn ich auch das Gefühl habe, dass das Spiel ein wenig schwerer geworden ist. Es macht Spaß und zieht einen von Runde zu Runde. Aufhören fällt furchtbar schwer.
Von daher kann ich mich der Besprechung von PCGames mal anschliessen, dass Firaxis da alles richtig gemacht hat, jedenfalls fast.
Zur Zeit bin ich dabei, noch ein paar der kleinen Detailänderungen, die es gibt herauszufinden.
Den Malus für Siedlungen mit Königstreuen gibt es z.B. nicht mehr, dafür einen stärkeren Bonus für den Unabhängigenanteil. Das macht es eigentlich einfacher, aber auf jeden Fall schafft's momentan mehr Anreiz, als einen Malus loszuwerden.
Um auf Deine Frage zurückzukommen: Es gibt noch den Zeitmodus (also bestimmte Spieldauer, wer am weitesten kommt, hat gewonnen. Sinnvoll im Mehrspielermodus für Kurzrunden), den Freiheitsmodus (Unabhängigkeit gegen England erklären), der ja die feste Rundenzahl mit sich bringt (wegen des geschichtlichen Rahmens), sowie den Europamodus. Hier müssen alle europäischen Konkurrenten besiegt werden (so weit ich das kapiert habe, gibt es dabei keine Rundenbegrenzung).
So in der Kombination solltest Du daher genügend Spielspaß haben, zumal runde 30 EUR ja auch ein sehr vernünftiger Preis sind.
Das Spiel ist also nach xy-Runden zwingend vorbei?
Irgendwie bin ich etwas skeptisch ob das für mich grundsätzlich genug hergibt... und die Megaleiste nervt mich schon jetzt. Jaja, man kann sie ausblenden, Info gelesen, verarbeitet und vestanden. Befehle geben, ausblenden, einblenden, Befehle geben, ausblenden... hört sich für mich nicht wirklich praktisch an?
Naja... andererseits habe ich 30€ schon wesentlich dümmer investiert.
Nehme an, da Du keine 15 mehr bist, hast Du die Geduld, noch zwei Tage zu warten, oderr?! ;-)
Das Spiel ist also nach xy-Runden zwingend vorbei?
Irgendwie bin ich etwas skeptisch ob das für mich grundsätzlich genug hergibt... und die Megaleiste nervt mich schon jetzt. Jaja, man kann sie ausblenden, Info gelesen, verarbeitet und vestanden. Befehle geben, ausblenden, einblenden, Befehle geben, ausblenden... hört sich für mich nicht wirklich praktisch an?
Naja... andererseits habe ich 30€ schon wesentlich dümmer investiert.