In die übergroßen Fußstapfen von Rockstars Kultspielreihe
Grand Theft Auto zu treten und damit Erfolg zu haben, ist sicher nicht einfach. Aber wenn ehemalige
GTA-Entwickler genau das versuchen, sollten Action-Adventure-Fans hellhörig werden.
Ride to Hell orientiert sich ganz klar an
GTA. Sie verkörpern einen Vietnam-Veteranen, der gerade aus der Kriegsgefangenschaft entlassen wieder in die USA zurückkehrt. Dort findet er aber keinen Anschluss mehr an die Gesellschaft und landet so schließlich in einer Motorrad-Gang, die die Entwickler gerne mit den berüchtigten Hell's Angels vergleichen. Im Verlauf der Spielzeit erleben Sie, wie Sie vom Rookie zum Gangleader aufsteigen, sich mit rivalisierenden Banden herumschlagen und die eine oder andere Grenze des Gesetzes überschreiten.
Doch Deep Silver möchte mit
Ride to Hell nicht nur ein erstklassiges Open-World-Action-Spiel abliefern, sondern auch wichtige Punkte der 60er Jahre - in denen
Ride to Hell spielt - thematisieren: Von Rassismus, Dorgenmissbrauch bis hin zum Hippietum ist alles vertreten und wird kritisch oder satirisch beleuchtet.
Im Zentrum des Spielgeschehens steht Ihr Motorrad, das Sie nach und nach aufmotzen, um so in der Story voranzukommen. Denn die Entwickler möchten einerseits, dass Sie sich mit Ihrem Bike identifizieren, gleichzeitig erhöht es aber Ihre "street credibility" - sozuusagen Ihren Respektwert bei anderen Fahrern - was neue Missionen freischaltet.
Die befinden sich verteilt auf die 95 Quadratkilometer große Welt, die Sie völlig frei erkunden dürfen, als Grenzen dienen nur natürliche Hindernisse wie etwa Flüsse. Erspähen Sie also am Horizont eine Stadt, steht es Ihnen frei, sich dorthin zu begeben oder nicht. Alles in allem beschäftigt Sie alleine die Hauptstory etwa 20 bis 30 Stunden. Erkunden Sie jedoch die Welt und nehmen dort Nebenquests an, dürfen Sie die Zahlen durchaus verdoppeln.
Ride to Hell macht nach dem bisherigen Informationsstand einen wirklich guten Eindruck. Grafisch erweist es sich ganz klar nicht als Referenzkandidat, doch die Entwickler - teilweise ehemalige Rockstar-Vienna-Mitarbeiter (die
GTA 3 und
GTA: Vice City für die Xbox umsetzten) - scheinen mit dem Thema 60er Jahre ein goldenes Händchen zu beweisen. Ob Musik, kritische Themen wie Sex und Drogen, oder der Look des Spiels, es passt alles zusammen und ist zudem unverbraucht. Schöpft das Team zudem noch aus der gesammelten
GTA-Erfahrung, schwingen wir uns im zweiten Quartal 2009 gerne auf die Motorräder in
Ride to Hell.
Video-Interview zu Ride to Hell:
Ihr Video startet nach einer kurzen Werbung.
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