Am Capcom Stand auf der Games Convention nutzten wir die Chance,
Street Fighter 4 erstmals anzuspielen. Nur kurz, aber ausreichend für einen kleinen Ersteindruck. Der erste Kampf: Ken gegen Ken, PC Games gegen Play³. Links, Unten, Rechts, Schlagen. Ha-Doken!
Street Fighter 4 funktioniert noch genauso wie damals. Wer die Klassiker kennt, wird sich im vierten Teil sofort zurecht finden. An der Spielmechanik hat sich nur wenig geädert: einige Attacken sind langsamer, andere schneller, einige stärker, andere schwächer. Im Großen und Ganzen ist
Street Fighter 4 eine Reinkarnation der früheren Teile. Never change a running system. Und das ist auch gut so, denn in Sachen Balancing und Spielgefühl steht die Serie seit jeher an der Spitze des Genre-Kaders.
Zu unserem Vorteil verfügt der Kollege über keinerlei
Street Fighter-Erfahrung und muss sich bereits nach wenigen Sekunden geschlagen geben. Zurück zum Charakter-Auswahl-Bildschirm - alle alten Haudegen sind dort vertreten: die Karateka Ryu und Ken, der Gliedmaßen-streckende Dhalsim, Sumo-Ringer Honda und Bösewicht M. Bison, um nur ein paar zu nennen. Die neuen Charaktere sind ebenfalls spielbar - wir entscheiden uns für den smarten Mexikaner El Fuerte.
Diesmal verkloppen wir C. Viper nach allen Regeln der Kunst: El Fuerte attackiert ausschließlich mit Schlagattacken, während seine Beine ihn flink durch die 2-dimensionale Arena tragen. Der Kampf findet in einem Café statt - für wenige Sekunden lenkt uns eine im Hintergrund laufende Bedienung ab, die jubelnde Zuschauer mit Getränken versorgt. Wir kassieren einen Niederschlag, sind aber mit einem gekonnten Hops schnell wieder auf den Beinen.
Mit flotten Schlagkombinationen drängen wir unseren Kontrahenten in die Ecke, weichen dann zügig zurück, um zu einem Sprint anzusetzen. Jetzt ist Timing gefragt! Drücken wir zur richtigen Zeit zwei Buttons, segelt El Fuerte durch die Luft, greift sich den Gegner von hinten und schleudert ihn zu Boden. Das geht beim ersten Versuch schief, sodass wir nicht auf den Schultern des Gegenüber, sondern unsanft auf dem Boden landen. Der zweite Anlauf aber führt zum Erfolg. Die Energieleiste von C. Viper nähert sich dem Ende, die Combo-Leiste von El Fuerte hat ihren Höhepunkt erreicht. Spezialattacke!
Abermals vollführt der Mexikaner einen spektakulären Luftsprung, reißt den Kontrahenten in die Höhe. Die Kamera zoomt heran, macht einen Schwenk um das Geschehen. Im Hintergrund zerreißen kunterbunte Spezialeffekte die Szenerie, dann krachen wir in Zeitlupe zu Boden. "K.O.!" ist in großen roten Buchstaben auf dem Bildschirm zu lesen.
Wir können uns ein Lächeln nicht verkneifen. "Herr Kollege, das üben wir aber nochmal!"
Street Fighter 4 erscheint voraussichtlich Ende Februar 2009. In unserer Galerie finden Sie aktuelle Screenshots zu Capcom's Prügelspiel.