Das vierte
Gothic-Spiel heißt nun offiziell
Arcania: A Gothic Tale. Ja, daran müssen wir uns auch erst noch gewöhnen. Spellbound entwickelt das gute Stück, und nachdem wir die jüngste Fassung des Spiels gesehen haben, halten wir das für eine gute Entscheidung:
Arcania sieht einfach klasse aus.
In unserer Präsentation konzentrierte man sich vor allem auf die Grafik. Auf die ist Spellbound mit Recht sehr stolz: Ein fantastisches Naturpanorama baut sich da blitzschnell (und flüssig!) auf dem Bildschirm auf, ein Schauspiel aus Tannen und Weiden, dichten Gräsern und geschwungenen Hügeln - einfach schön.
Die Texturen, mit mehreren Schichten an Normal Maps belegt, beeindrucken: Oberflächen von Baumstämmen und Steinen sind gestochen scharf und plastisch, ohne übertrieben künstlich zu wirken.
Besonders aufwändig fallen die Lichteffekte aus: Läuft man aus einem dunklen Raum heraus ins Tageslicht, erscheint die Sicht einen Moment überbeleuchtet. Sämtliche Objekte werfen weiche Schatten, die - je nach Tageszeit - sogar unterschiedliche Farbtöne aufweisen. So simuliert man typische Sinnestäuschung des menschlichen Auges: Im Abendrot erscheinen Schatten eher bläulich als schwarz.
Den meisten Eindruck hinterlässt das Wettersystem: Bricht ein Regenschauer los, wirkt der Boden binnen Sekunden klatschnass und durchgeweicht, während das Wasser sichtbar und realistisch an Dächern herabrinnt. In Vertiefungen am Boden bilden sich sogar kleine Pfützen - sobald die Sonne wieder strahlt, versickern sie langsam wieder im Erdreich. So etwas haben wir bislang noch nie gesehen.