David Perry, Mark Reign, Chris Taylor - und die Allianz für PC-Spiele ohne Packungen
Um genau diesen Grabstein zu verhindern, hat sich die PC Gaming Alliance geformt.
Spiele können prinzipiell überall erfolgreich sein, wenn der Entwickler die richtigen Voraussetzungen dafür schafft. So sehen das jedenfalls Dave Perry (The Matrix) und Chris Taylor (Dungeon Siege, Supreme Commander).
Spiele sind auf dem PC-Markt bereits erfolgreich, könnten aber noch mehr Einnahmen bringen. So sehen das Mitglieder der PC Gaming Alliance, darunter Mark Reign (Unreal Tournament 3).
Zahlen, die begeistern sollen
Drei Stunden lang währte die Folienschlacht, welche die Vortragenden abhielten. Stellenweise überraschend waren dabei die Zahlen, welche die PC Gaming Alliance vortrug:
- Der Spielemarkt auf dem PC übertreffe nach wie vor den jeder einzelnen Konsole.
- 70% aller Entwickler (inklusive Independent Studios) seien weiterhin an PC-Entwicklungen beteiligt, natürlich nicht immer PC-exklusiv.
- Insgesamt gebe es 1 Milliarde PCs, im Jahre 2015 werden es 2 Milliarden sein
- Den nordamerikanischen Markt beziffere man auf 2,7 Milliarden US-Dollar (rund 1,8 Milliarden Euro), davon 44% durch klassische Verkäufe, knapp 10% Werbeerlöse, 29% auf Online-Bezahlungen (Monatsgebühren, Items) und 17% auf digitale Distribution wie Steam.
- In Europa, Afrika und dem Mittleren Osten sei der Gesamtmarkt 3,5 Milliarden Dollar (2,3 Milliarden Euro) groß, mit 54% ist der Anteil der Retail-Erlöse auch hoch, Werbeeinkünfte mit unter 5% dagegen kärglich.
Zwischen 2008 und 2015 kommt eine weitere Milliarde PC-User dazu. Dass diese klassische "Boxed"-Spiele kaufen, gilt als unwahrscheinlich.
- In Asien (außer Japan) betrage der Gesamtmarkt 4,2 Milliarden Dollar (2,8 Milliarden Euro), davon entfallen allerdings lediglich 2% (!) auf verkaufte Boxen, dafür insgesamt 71% auf Online-Einkünfte wie Item-Verkäufe und Monatsgebühren.
Die Zahlen ermittelt die PC Gaming Alliance, in dem (extra in Auftrag gegebene) Forschungsinstitutsdaten und Quelldaten der Mitgliedsfirmen verrechnet werden. Zu den Mitgliedern zählt unter anderem Microsoft, Intel, Blizzard, Nvidia, Epic Games und Dell.
Tatsächlich klingen die Zahlen, wenn sie denn stimmen, recht positiv. Allerdings sollte man bedenken, dass hinter den "Märkten" eben ganze andere Vertriebsformen und mithin Spielkonzepte stehen.
Die PC Gaming Alliance ist neben diesem Zahlenwerk auch damit beschäftigt, einen internen Minimumstandard für PCs herauszugeben, auf dem "ein Korb gängiger Spiele" nicht "nur läuft wie bei Minimalanforderungen, sondern Spaß macht". Ob daraus ein richtiges Abzeichen enstehen wird, weiß man noch nicht.
Auf der nächsten Seite: David Perry, Chris Taylor und wie man erfolgreiche Spiele macht.
ähm, hat sich der verfasser der bildunterschrift das bild überhaupt angesehen? Das AMD logo ist sogar größter als das von Intel :ugly:
Also ok, in Asien mag das ja funktionieren. Aber der Rest hat eben lieber was Handfestes (jegliche Relationen zu Genitalien schließe ich hierbei aus) :P
Es ist natürlich praktischer, mal eben das neueste Spiel runterzuladen, das Handbuch, welches meist dank Tuturials und ähnlichen Funktionen unnütz ist, gibt es eh im pdf. Die Packungen nehmen Platz weg (oder sind, wie ich finde, hübsch anzusehen, besonders die Games der Dos-Ära).
Ich sehe hier schwarz für den Markt, wobei es noch nichteinmal zum Schwarzmarkt mutiert. Ich jedenfalls werde mir so schnell keine Spiele runterladen, lieber kaufe ich sie.
Und für mp3´s geb ich kein Geld aus, denn das ist halt mp3 und nicht wav.
Nein, wirtschaftlich gesehen ist es gut, wen ein Produkt nicht in eine Zweitverwertung kommt, wo der Hersteller/Vertreiber kein Geld mehr sieht, ergo legt man diesen Bereich am besten trocken, dann muss jeder direkt bei dir kaufen und es gäbe keinen anderen Weg.
Das mag hier in D noch nicht so das Problem sein, schaut man mal über den Teich in die USA, wird man mitbekommen, warum man das unterbinden möchte, dort kaufen die meisten Second Hand, ganze Ketten wie EBGames, haben sich darauf eingestellt - was auch zur Folge hat, das die Spielepreise für Second Hand sehr, sehr lange oben bleiben - ein Markt an dem die Industrie nicht mehr verdient.
Zudem könnte man so die Preise diktieren - wen Du nur bei einem kaufen kannst, dann kann der auch den Preis bestimmen, von wegen nach 1,5 Jahren als Pyramidenversion, neee, dann heißt es schnell 5 Jahre alte Spiele für 25 € usw..
Wen die Spiele an Konten gebunden sind, dann ist nur der Kontenverkauf möglich (wen überhaupt, bei uns geht es, aber wie lange noch), oder man muss für jedes Spiel ein neues Konto eröffnen (+ Passwort + eMailadresse), damit man Spiele einzeln weiter veräußern kann - aufwendig, macht also kaum jemand.
Jedoch denke ich das auch aus markwirtschaftlichen Gründen die Entwickler eher ein Interesse daran haben das mehr "neue" Spiele gekauft werden und nicht Gebrauchte weiterverkauft werden können. Denn von dem Kuchen, können sie sich schlecht eine Scheibe abschneiden. ;-)
MfG
Nicht unbedingt, den mit dem "auslaufen" von echten Packungsverkäufen mit Datenträger, hast Du als Publisher einen sehr großen Markt lahm gelegt - nämlich die Zweitverwertung, sprich Ebay & Co..
Wen die Spiele an Konten gebunden sind, dann ist nur der Kontenverkauf möglich (wen überhaupt, bei uns geht es, aber wie lange noch), oder man muss für jedes Spiel ein neues Konto eröffnen (+ Passwort + eMailadresse), damit man Spiele einzeln weiter veräußern kann - aufwendig, macht also kaum jemand.