1980, irgendwo zwischen New York City, Brooklyn und Santa Monica. In einem umgebauten Mazda RX-7 heizen zwei Männer quer durch die Vereinigten Staaten. Ein illegales Straßenrennen, über 4500 Kilometer messend. Die beiden Fahrer, einer von ihnen ist gerade mal 20 Jahre alt, meistern die Strecke in 33 Stunden und 39 Minuten. Gewonnen!
Es war das erste und letzte illegale Rennen dieser Art, an dem Will Wright teilnahm. Heute geht der Querdenker einem ruhigeren Hobby nach: Er sammelt russischen Schrott, genauer gesagt, die Überbleibsel russischer Raumfahrtgeschichte. "[Besonders stolz] bin ich auf eine Kontrolltafel der "Wostok", die 1963 gebaut wurde und die erste richtige Raumkapsel war" freut sich die Entwicklerlegende (
SimCity,
Die Sims), mittlerweile 48 Jahre alt, verheiratet und stolzer Vater einer Tochter. Außerdem spielt er gerne Minigolf.

Will Wright sammelt leidenschaftlich gerne Überreste russischer Raumfahrtgeschichte. Und unterstützt Museen mit seiner Kollektion.
Das Kind im Manne Will Wright ist ein ulkiger Zeitgenosse, ebenso sind es seine Spiele. Eines davon,
Die Sims, entwickelte er, nachdem sein Haus abgebrannt ist. Aber dazu später mehr. Es war der 20. Januar 1960 in Atlanta, ein Mittwoch, an dem er geboren wurde. Als Kind wollte er Astronaut werden und im Weltraum leben, war sehr kreativ (bereits mit 10 Jahren baute Will Wright ein maßstabsgetreues Modell der USS Enterprise aus Balsaholz) und liebte es, knifflige Probleme zu lösen. Sein aktuelles Projekt,
Spore, scheint all diese Kindheitserinnerungen zu vereinen.
In
Spore spielen Sie die gesamte Evolution nach, - eine kleine Kontroverse hat sich bereits um das Spiel gebildet: Die katholische Kirche fürchtete die einseitige Schilderung der Existenz, zum Leiden der Schöpfungstheorie. Will Wright war das egal, seit der Highshool ist er Atheist.
Als er mit der Schule fertig ist, beginnt Wright sein Studium. Erst Architektur, dann Maschinenbau, danach Luftfahrt - graduiert ist er niemals, bis heute hat er keinen akademischen Abschluss gemacht. Die Luftfahrt allerdings weckt sein Interesse an Computern und Technik, Anfang der 80er kauft er sich den Apple 2, um damit selbst gebaute Roboter zu steuern (seine Lieblings-TV-Serie ist übrigens
Der Sechs-Millionen-Dollar-Mann). Nach mehreren Universitätswechseln lernt er seine spätere Frau, Joell Jones, kennen und stellt fest, dass Computer und Computerspiele seine Zeit zunehmend in Anspruch nehmen. Er beschließt, damit Geld zu verdienen.