
Feuerkraft: Hochgerüstet und gefährlich - gut gepanzert und mit Hochleistungs-MG britzelt unser Held ganze Gegnerhorden weg.
Womit beginnt jedes menschliche Leben, aber kaum ein Computerspiel? Genau, mit der Geburt. Doch in einem abgedunkelten Konferenzraum mitten in München geschieht genau das: Ein Held wird vor den Augen der Spielepresse geboren. Der Geburtshelfer: Pete Hines, Bethesdas PR-Chef, der uns die allererste Spielszene aus
Fallout 3 präsentiert. Man sieht eine verschwommene Gestalt in OPKleidung und eine Stimme fragt: "Ist es ein Junge oder Mädchen?" und schon ist der Spieler an der Reihe. In einer animierten Sequenz wählt er das Geschlecht seines Helden und auch das Aussehen. Erst dann klärt sich der Blick auf den Sprecher: der eigene Vater, der, oh Wunder, seinem Sohn frappierend ähnlich sieht. Die Stimme des Vater stammt übrigens von Liam Neeson höchstpersönlich, ob in der deutschen Version der Original-Synchronsprecher zu hören sein wird, steht derzeit noch nicht fest. Kaum geboren, erlebt man schon den ersten Geburtstag, an dem der Held zusammen mit dem Spieler laufen lernt. Weitere Stationen der Kindheit folgen, in denen die grundlegenden Funktionen erlernt werden und im zarten Alter von 19 Jahren beginnt das eigentliche Spiel. Denn plötzlich ist Papa weg. Kaum vorstellbar, hat doch seit 200 Jahren kein Bewohner mehr den heimischen Bunker 101 verlassen. Wie die Welt sich draußen nach einem Atomkrieg in der 50iger-Jahren des letzten Jahrhunderts entwickelt hat, weiß niemand. Tja, Zeit, dass jemand das mal herausfindet.

Achtung, radioaktiv: Manche Gegner bringen einen zum Strahlen.
Und dann beginnt das neue große Abenteuer, auf das Fans der
Fallout-Reihe so lange warten mussten. Kaum hat man die ersten Schritte auf der Suche nach Papa gemacht, steht man auch schon mitten in Washington DC. Oder dem, was nach dem Atomkrieg noch davon übrig ist. In der Ferne erhebt sich die Kuppel des Kapitols, während Gräben, die stark an den Ersten Weltkrieg erinnern, die Stadt durchziehen. Dann folgt schon die erste geskriptete Sequenz, von denen es im fertigen Spiel zahlreiche geben soll. Unser Held stößt auf einem Schrottplatz auf eine Mörderbande, die den Besitzer der Blechverwertung umbringt. Nach einem kurzen Kampf machen sich die Banditen aus dem Staub, zurück bleibt ein Hund namens Dogmeat. Der erwählt flugs den Helden als neuen Herrn und weicht ihm fortan nicht mehr von der Seite. Vollautomatisch kämpft er mit, befolgt aber auch Befehle, sich aus Gefechten herauszuhalten oder gar selbstständig auf die Suche nach Waffen oder Nahrung zu gehen. "Er findet aber nur Sachen, die auch der Held hätte aufstöbern können", erklärt Pete Hines. "Wir generieren keine besonderen Gegenstände für ihn." Findet Dogmeat nichts, kehrt er nach ein paar Spielstunden zu seinem Herrchen zurück.