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09.05.2008 09:35 Uhr
Killerspiele

Bundestag verschärft das Jugendschutzgesetz

Während CDU/CSU sich mit der gestern verabschiedeten Gesetzesnovelle zufrieden zeigen, fordert die Opposition weitere Maßnahmen. Dem gestrigen Beschluss zufolge werden die Kriterien für so genannte Killerspiele und Gewaltvideos ausgebaut und die Altersbeschränkungen auf CDs und DVDs vergrößert. SPD, FDP und Grüne wollen zusätzliche Regelungen für den Online-Bereich. Dort können Kinder weiterhin Spiele ohne Kontrolle herunterladen.

Damit nicht genug. Die Grünen fordern höhere Bußgelder für den Handel, Die Linke will eine Stärkung der Medienkompetenz bei Kindern und Eltern durchsetzen. Der Vorschlag von Testkäufern wurde nicht besprochen. Familienministerin Ursula von der Leyen zog diesen aufgrund heftiger Proteste seitens der Opposition bereits im Vorfeld zurück.

Schon zuvor gab es Kritik an der Novellierung. Fachgremien des Bundesrates sahen zu viel Raum für Interpretationen. Auch die FDP wetterte noch im April gegen das Gesetz und bezeichnete es als "populistische Symbolpolitik". Der Entwurf zur Änderung des Jugendschutzes wurde bereits Mitte Dezember beschlossen.
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69 Kommentarezum Artikel

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macskull - 14.05.2008 14:45
Gibts eigentlich noch eine Partei die gegen diesen Schwachsinn ist, damit ich weiß wen ich wählen kann? OMG!
Opi-Wan - 12.05.2008 22:51
Zitat: (Original von Boesor am 09.05.2008 22:37)
Zitat: (Original von MrBigX am 09.05.2008 22:34)
Zitat: (Original von Gasoline am 09.05.2008 21:46)
Zitat: (Original von Opi-Wan am 09.05.2008 19:52)
Denn es gibt ja immer mehr Jugentliche in Deutschland und immer weniger Ältere ;).


mal was vom demografischen wandel bzw. übergang gehört?

Schonmal was von Ironie gehört?

(Das geht auch an Boesor)


Ja schon, aber irgendwie passt die Ironie so gar nicht zum Rest des Posts, aber egal.


Also gut. Wenn ich in Zukunft was ironisch meine werde ich ACHTUNG IRONIE! dazuschreiben. Denn mit den Jugendlichen meine ich nicht etwa die unter 18-jährigen, sondern "ACHTUNG IRONIE!" die Jugendlichen bis 25  
Drum auch der Satz in meinem Post mit den Wählerstimmen. Denn ich glaube kein pasionierter Zocker wird seine Stimme einem Politiker geben der für so ein Gesetz ist. Was mich persönlich noch besonders aufregt ist (und was ich im 1. Post leider vergessen habe zu erwähnen), dass ich die Politikerin welche das ganze im Bundestag vorgetragen hat auch noch persönlich kenne und weiß dass sie keine Ahnung von PC- und Videospielen hat und davon also redet wie ein Blinder von der Farbe. So wird es auch bei vielen anderen Politikern sein denke ich und das regt mich noch mehr auf.
Cr4zYd0nG - 12.05.2008 02:07
Zunächstmal:

Zitat: (Original von fak3er am 11.05.2008 11:38)
also die erhöhung von bußgeldern ist meiner meinung nach echt ok weils ja nicht uk angaben verschärft sondern die durchsetzung fördert. (...)


Wie soll die Erhöhung von Bußgeldern deiner Meinung nach die Durchsetzung fördern? Etwa dadurch, dass der Handel abgeschreckt wird und Handlungsbedarf in Form von speziellen Schulungen der Kassierer/innen in Betracht zieht? Das hat aber rein garnichts mit der Durchsetzung zutun. Denn ohne - im Artikel angesprochene - Probekäufe sehe ich da nicht, wie dies sonst kontrolliert werden sollte. In der Billanz des entspr. Unternehmens wird das Alter der Kundschaft mit Sicherheit nicht aufgeführt sein  

Zitat: (Original von fak3er am 11.05.2008 11:38)
(...) und an der durchsetztung scheitert es nun mal aber auch weil die eltern meist keinen plan haben was ihr kind grad zockt. (...)


Verbote sind keine Lösung - möchte ich an dieser Stelle nocheinmal betonen - weder seitens des Staates noch des der Eltern. Die Erziehung, sprich die Vermittlung von Werten, ist das entscheidende. Wenn man ein Kind vor Gewaltätigkeiten schützen möchte, indem man diesem jeglichen Umgang mit Gewalt verbietet, wird dieses Kind - wenn es dennoch irgendwann, irgendwo, in irgendeiner Form mit Gewalt konfrontiert wird - in dieser Situation (ob nun als angehender Täter oder Opfer) hilflos dieser Thematik gegenüber stehen. Vielmehr sollten die Eltern in erster Linie eine Vorbildfunktion übernehmen und zusätzlich kontinuierlich Missbilligung gegenüber Gewalt in jeglicher Form zum Ausdruck bringen. Aber wie sagt man so schön: Eltern werden ist nicht schwer, Eltern sein dagegen sehr.  

Zitat: (Original von fak3er am 11.05.2008 11:38)
Mein Pa hat früher schon gern gezockt und kannte daher auch die spiele die ich spielte und er kaufte mir auch schon das ein oder andere mal ein spiel das die altersangabe überschritt. das scheint auch ganz gut funktioniert zu haben immer hin hab ich troz baller spiele werder jmnd erschossen erstochen oder absichtlich überfahren.


Gerade deshalb verstehe ich umsomehr nicht, warum du für höhere Bußgelder pledierst. Denn dein Vater hat sich eigentlich strafbar gemacht, indem er dir für dein Alter ungeeigneten Kontent zur Verfügung gestellt hat   oder hat er etwa diese Spiele mit dir zusammen gespielt und anschließend in einem Gespräch mit dir die in diesem Spiel enthaltenden schädigenden Elemente auf eine erzieherische Weise erörtert?

Zitat: (Original von fak3er am 11.05.2008 11:38)
So stört es mich heut auch net wenn ich im Großhandel beim CoD4 kauf nachdem ausweiß gefragt werd. da denk ich mir besser die fragen einmal zuviel als wenn da n zwölfjähriger mit dem spiel rauslatscht.


Dass ein Zwölfjähriger ein Spiel für Achtzehnjährige kaufen kann, wage ich zu bezweifeln. Derartige Verantwortungslosigkeit möchte ich keine[m/r] Kassierer/in unterstellen. Wenn sich ein Kind im besagten Alter für derartigen Inhalt interessiert, wird es auch auf anderen Wegen dran kommen (also ich hatte da nie Probleme     ) da ändern auch höhere Bußgelder nichts dran   Wie gesagt: Das Problem liegt definitiv nicht darin, dass evtl. Kinder solche für sie nicht ausgelegte Spiele spielen, sondern in erster Hinsicht die Art wie sie mit dieser Thematik gelernt haben umzugehen. Im Grunde also die Erziehung, familiere Umfeld und das Bekannten- und insbesondere Freundesumfeld.

Zitat: (Original von fak3er am 11.05.2008 11:38)
nicht weil das spiel zu agressionen führt aber ich bin der meinen das spiele genauso wie filme mit gewissen gewalt darstellungen kinder verängstigen könnten.


Oh doch, solcher Inhalt kann sehr wohl zu Aggressionen, und was noch viel wichtiger ist, zu im Spiel erlernten falschen Verhaltensweisen bzw. Reaktionen auf bestimmte Situationen führen. Das heißt, dass das Kind diese falschen Verhaltensmuster auf die Realität anwendet.

Außerdem hatte ich als Kind nie Angst vor Horrorfilmen, ich habe mich eher immer schlappgelacht während andere Fingernägel kauend dasaßen ^^ da ich schon sehr früh zur Rationalität erzogen wurde. Ich kann mich noch erinnern, als ich etwa 11 oder 12 Jahre alt war, habe ich nach einer Geburtagsfeier zusammen mit Freunden beim Geburtstagskind übernachtet und am Abend lief da irgendein Gruselfilm im TV, und naja da kamen wir auf den Gedanken festzustellen wer denn der Mutigste sei. Keiner hat sich getraut in die Toilette zu gehen - während ein anderer von außen das Licht ausgemacht hat - mit der Nase an den dort hängenden Spiegel zu fassen und 3x laut "Komm doch her schwarzer Mann, ich habe keine Angst vor dir" zu sagen .... außer mir   nachdem ich das gemacht habe und zum Erstaunen der Beteiligten unbeschadet aus der Toilette heraus spazierte wurde ich als eine Art Held beglückwünscht, obwohl ich ins Fäustchen lachend mir keinerlei Heldentat bewusst war, denn ich habe schon früh gelernt, dass es weder Geister noch sonstige erfundene Fantasiegestalten gibt.

Genauso ist es eben auch mit Computerspielen. Man taucht in eine Fantasiewelt ein und jenachdem wie rational man denkt, hat man mehr oder weniger Probleme diese Erfahrungen zu verarbeiten. Ein generelles Verbot halte ich da für Schwachsinn, das ist so alsob man sämtlichen Bäumen die Äste absägt, damit ja kein Kind raufklettern, runterfallen und sich verletzen kann. Schwachsinn!

 
Somian - 11.05.2008 20:22
Alles wird verboten, Deutschland bis auf weiteres geschlossen  
Microwave - 11.05.2008 13:46
Was wird denn jetzt alles indiziert? Jedes Spiel in dem Blut vorkommt? Jedes Spiel mit Kampfhandlungen? Alles in den Schusswaffen abgefeuert werden? Wie scharf sind die Kriterien jetzt ?
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small button News - 02.22 Uhr - Freitag 18.12.2009

Potsdamer Forscher: "Kein Zusammenhang zwischen Gewalttaten und Computerspielen"

Infinity Wards Modern Warfare 2 sei "Dank", steht das leidige Thema "Killerspiele" momentan wieder ganz oben auf der Agenda diverser, nicht nur branchenfremder Publikationen. So auch bei der in Potsdam ansässigen Märkischen Allgemeinen (MAZ), [url=http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11684384/64289/In-der-digitalen-Welt-gelten-andere-Gesetze-als.html]die in einem aktuellen Artikel zum Thema[/url] allerdings nicht nur die altbekannten, klischeebehafteten Argumente der Computerspiele-Kritiker wiederkäut, sondern eine wirkliche Kompetenz auf dem Gebiet zu Wort kommen lässt: Dr. Stephan Günzel vom [url=http://www.digarec.org/]Potsdamer Zentrum für Computerspielforschung[/url] (Digarec).[IMG=1231944]Der studierte Philosoph vertritt dann auch eine eher differenzierte Sicht der Dinge und sieht keinen Zusammenhang zwischen der Begehung von Gewalttaten und dem Spielen gewalthaltiger Computerspiele. Viel eher sei es sogar so, dass vorhandene Gewaltphantasien im Spiel ausgelebt werden könnten. [br] [br]Auch den sorglosen Umgang mit dem populistischen Begriff des "Killerspiels" sieht Günzel kritisch, da sinnlose Anwendung von Gewalt fast nie Inhalt von Computerspielen sei. Die Rahmenhandlung eines Spiels liefere in fast allen Fällen eine, wie auch immer geartete Legitimation, für das Geschehen auf dem Bildschirm. [br] [br]Befragt zum Thema Suchtgefahr von Computerspielen (laut einer Studie des [url=http://www.kfn.de/home.htm]Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen[/url] sind 3% der männlichen Neuntklässler betroffen), antwortet er, dass insbesondere Online-Rollenspielen wie World of Warcraft, durchaus eine solche bergen würden. Es existierten durchaus Fälle, in denen Spieler die virtuellen Welten bereits dem -neudeutsch- "Real Life" vorziehen würden. Grund sei, dass im Spiel, im Gegensatz zur Wirklichkeit, meist nur das Treffen von äußerst simplen Entscheidungen gefragt sei ("Schiessen? - Ja./Nein."). [br] [br][ivwgallery]

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