Copy Protection: Die Geschichte des Raubkopierens

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Wenn sich ein Spiel 50.000 Mal verkauft, der erste Patch aber 100.000 Mal von der offiziellen Webseite heruntergeladen wird, hat die Illegalität wahrscheinlich ihre Finger im Spiel. Raubkopien sind mittlerweile fester Bestandteil der Spiel-, Film,- und Musikindustrie. PC Games hat nachgeforscht und in der Historie des illegalen Kopierens herumgewühlt. Wann entstanden die ersten Kopien? Was begünstigte den Kopier-Trend? Und wann erschien eigentlich der erste CD-Brenner?

Software-Piraterie ist fast so alt wie die Branche selbst. Software-Piraterie ist fast so alt wie die Branche selbst. Schon in den 80er- und 90er-Jahren existierten unzählige Raubkopien für den C64, den Amiga und den Atari ST. Das Kopieren einer Diskette war kinderleicht, die Verbreitung erfolgte über den Schulhoftausch (engl. "Hand Spreading"). Mitte der 80er-Jahre versuchte die Industrie erstmals, das Kopieren von Software mit entsprechenden Schutzmaßnahmen zu unterbinden. Die Folgen waren überraschend: Anstatt mögliche Software-Piraten abzuschrecken, entstand eine Art neues Hobby, das "Cracken". Kopien wurden zahlreicher, die Industrie stand dem Problem machtlos gegenüber. Noch heute gilt die Einführung des Kopierschutzes in der Hacker und Cracker Szene als größter Fehler der Industrie.

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    • Kommentare (44)

      Zur Diskussion im Forum
      • Von herrernstweber Stille/r Leser/in
        AW: Geschichte

        wieso wird das schicksal des AMIGAS in dem artikel nicht mehr hervorgeben bzw. überhaupt erwähnt???

        Eine tolle Kiste damals - technisch mindestens ebenbürtig mit den gängigen Konsolen - wegweisend bei vielen Dingen. Nur leider, wirklich leider wurde das System in der Tat "tot-raubkopiert"! Dort gab's sogar Software, die mit beigepackten Zetteln versehen wurde, wo die Entwickler darum gefleht haben, dass der Käufer des Originals dies nicht einfach weiterkopieren soll...

        Jedenfalls war's dann folgendermaßen: es wurde nur noch kopiert, die Veröffentlichungen von Amiga-Spielen wurden immer weniger, der Amiga-Absatz fiel ebenfalls in den Keller, die Maschine wurde nicht mehr nennenswert weiterentwickelt und bald war's überhaupt aus damit.

        Alles das, was gerade so am PC passiert erinnert wirklich frappierend an diese Zeit und an den Amiga. Hoffentlich wiederholt sich hier nicht 1:1 die ganze Geschichte...
      • Von herrernstweber Stille/r Leser/in
        AW: Geschichte

        wieso wird das schicksal des AMIGAS in dem artikel nicht mehr hervorgeben bzw. überhaupt erwähnt???

        Eine tolle Kiste damals - technisch mindestens ebenbürtig mit den gängigen Konsolen - wegweisend bei vielen Dingen. Nur leider, wirklich leider wurde das System in der Tat "tot-raubkopiert"! Dort gab's sogar Software, die mit beigepackten Zetteln versehen wurde, wo die Entwickler darum gefleht haben, dass der Käufer des Originals dies nicht einfach weiterkopieren soll...

        Jedenfalls war's dann folgendermaßen: es wurde nur noch kopiert, die Veröffentlichungen von Amiga-Spielen wurden immer weniger, der Amiga-Absatz fiel ebenfalls in den Keller, die Maschine wurde nicht mehr nennenswert weiterentwickelt und bald war's überhaupt aus damit.

        Alles das, was gerade so am PC passiert erinnert wirklich frappierend an diese Zeit und an den Amiga. Hoffentlich wiederholt sich hier nicht 1:1 die ganze Geschichte...
      • Von Vordack Spiele-Professor/in
        AW: Geschichte

        Hihi,

        ich entsinne noch wie mein Vater mir in so nem kleinen Laden mitte der 80'er meinen ersten Computer gekauft hat, einen C64er :-) Mit dabei eine Diskettenbox voller 5 1/4 Zoll Disketten (alles Kopien) mit insgesamt über 300 Spielen drauf.

        Damals hat sich niemand beschwert und mein Vater hat alles in einem Laden gekauft.

        *schwelginerinnerung*
      • Von Quaker Gelegenheitsspieler/in
        AW: Geschichte

        Wenn es in meiner Kindheit (von 8-18 jahren) den sicheren Kopirschutz gegeben hätte, Würde ich mir heute (bin jetzt 25) keine Pc Spiele kaufen!!
        Ich denke, Hardcore Gamer so wie ich, werden in der Kindheit geprägt und da waren nicht mehr als höchstens 2 Orginale im Jahr finanziell drinn. Und für 2 Spiele im Jahr hätt ich mir bestimmt nicht einen teuren Pc gekauft - also währ ich nie ein Pc gamer geworden.
        (und jetzt kommt mir nicht mit:"du hättest ja arbeiten gehen Können"), das hab ich um mir einen neuen Pc zu kaufen.
        Heute hab ich eine gesunde Miaschung aus Orginalen und Kopierten. soo weit währe es ohne Raubkopien Nie gekommen- da bin ich mir SICHER:!!!

        danke
      • Von Atropa Mitglied
        AW: Geschichte

        Zitat von German_Ripper am 25.04.2008 16:15
        Am Besten finde ich immer diese fiktiv erhoben Verlustwerte. Es heißt nicht wenn ich mir nen Release ausm Netz sauge mir das mediale Werk auch tatsächlich zugelegt hätte. Aber das begreift anscheinend keiner. :-)
        Die Argumentation finde ich ja noch immer die beste, "hätte ich es mir nicht gezogen, dann hätte ich mir Software XY auch nicht gekauft, ergo kein Verlust." ....absoluter Bullshit, wenn ich etwas haben möchte, dann muss ich dieses auch bezahlen und wenn ich nichts bezahlen will, habe ich halt pech und kann die gewünschte Software auch nicht nutzen.

        Wieso zieht man sich etwas, wenn man es eh nicht braucht ?
      • Von Yiggi Anfänger/in
        AW: Geschichte

        Hi, mal ganz davon abgesehen, das ich bei meinen MMORPGs bleibe, finde ich es wirklich ein bisschen teuer, für ein spiel 50€ zu bezahlen ! Dazu kommt dann noch, wie mein Vorredner schon sagte, das die Spiele teilweise nur 15 Stunden (wenn überhaupt) spielzeit haben. Zum Schluss bleibt noch zu sagen, das die Patche dir runter geladen werden vielleicht auch ein bisschen erhöht sind, da man viele Spiele auch aus einer Videothek bekommen kann ;)! Spekulation, Vermutungen und die Wirklichkeit ... ja ja, das sind alles so Dinge über die man ewich reden kann.
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