Am 19. Februar 2008 schloss das für
Titan Quest verantwortliche Entwicklerstudio, Iron Lore Entertainment, seine Pforten. Gründe für die Schließung des Unternehmens wurden nicht genannt. Jetzt meldet sich Michael Fitch, Kreativdirektor bei THQ, zu Wort.
In den
Quarter to Three-Foren erörtert und begründet er die Schließung von Iron Lore Entertainment. Schuld seien neben Spielern, Redakteuren und Hardware-Verkäufern vor allem die unzähligen Raubkopierer.
"Hätte nur eine geringe Anzahl derer, die auf illegale Weise an das Spiel gelangt sind, Geld dafür ausgegeben und die mehr als 40 Stunden Unterhaltung dadurch gewürdigt, wäre heute alles anders", so Michael Fitch.
Mit den Raubkopien einher ginge der schlechte Ruf von
Titan Quest, noch bevor das Spiel überhaupt in den Läden stand. Raubkopierer, die sich das Spiel schon vor der Veröffentlichung aus dem Internet geladen hatten, klagten in Foren über unzählige Bugs, die beim Starten einer Quest das Spiel zum Absturz brachten. Entgegen dieser "Fehlerreports" sei der Auslöser für die Abstürze ein Kopierschutz gewesen.
Weitere Kritik feuert Michael Fitch Richtung Hardware-Verkäufer: "Ein PC-Spiel zu entwickeln, ist ohnehin ein Alptraum. Jedoch machen diese Leute es noch schwerer. Integrierte Videochip und integrierte Audiosysteme - diese beiden Aspekte bereiten uns besonders Kopfschmerzen. Auf die billigste Hardware zurückgreifend, fehlt bei diesen Komponenten oftmals der komplette Treibersupport. Darüber hinaus kommt es nicht selten zu bizarren Kompatibilitätskonflikten mit anderer Hardware".
Zu guter Letzt wirft Michael Fitch sowohl Spielern, als auch Spieleredakteuren einen Mangel an Kompetenz vor. Erstere seien nicht in der Lage, ihre PCs mit aktuellen Treibern und Anti-Virus Software zu aktualisieren, letztere scheinen in einigen Fällen unsauber gearbeitet zu haben.