Seit 2004 beschert uns Electronic Arts immer zur Januar-Ausgabe einen neuen Teil der erfolgreichen
Need for Speed-Reihe. Während sich die Qualität der Spiele von da an jährlich steigerte, erhielt der Entwickler EA Black Box, der für die illegalen Straßenrennen verantwortlich zeichnet, mit dem vergangenen Spross des Rennspiels
Need for Speed Carbon einen Dämpfer. Kritikpunkte wie die unausgegorene künstliche Intelligenz, die schwammige Steuerung, das misslungene Balancing und altbekannte Rennmodi missfielen sowohl Kritikern als auch Spielern. Es lag also auf der Hand, dass etwas Neues hermuss. Etwas, das nicht darauf aufbaut, nur Bewährtes aufzuwärmen. Das Resultat:
Need for Speed Pro Street.
Die erste Neuerung, die direkt zu Beginn der Karriere auffällt, macht zwar einen guten Eindruck, ist aber ein zweischneidiges Schwert. Illegale Rennen in der Nacht sind passé. Stattdessen rasen Sie als Ryan Cooper durch organisierte Events, um der sogenannte Streetking zu werden. Den Hauptcharakter stellt
Pro Street nicht weiter vor, eine durchgehende Story gibt es nicht. Die Identifikation mit Ihrem virtuellen Alter Ego bleibt daher auf der Strecke. Sie hangeln sich lediglich von einer Herausforderung zur nächsten, um Ihr Ziel zu erfüllen. Die frei befahrbare Stadt oder Polizeistreifen, wie zuletzt in Carbon und Most Wanted, sucht man ebenfalls vergebens. So verschenkt Pro Street Abwechslungsreichtum. Vorbei sind die Zeiten, in denen Sie einfach durch die City cruisten oder sich waghalsige Verfolgungsjagden mit den Gesetzeshütern lieferten. EA Black Box konzentriert sich voll und ganz auf die Streetracing-Szene und fängt das Geschehen an den Rennwochenenden dafür überzeugend ein.
Der Hintergrund des Menüs der Rennwochenenden ist animiert: Publikum schlendert zwischen den Autos hindurch, Boxenluder posieren vor den PS-Schleudern, DJs legen Platten auf und der Moderator, der die Rennen kommentiert, interviewt Piloten oder schätzt die Leistung der Rennfahrer ein. Im Vordergrund öffnet sich unterdessen das eigentlich interessante Fenster. Darin gehen Sie auf die Piste oder reparieren Ihren Wagen. Die Bedienung ist dabei denkbar simpel. Per Maus oder Tastatur wählen Sie den gewünschten Menüpunkt aus und bestätigen ihn. Leider erweist sich die Steuerung von
Pro Street nicht immer intuitiv, etwa beim Tuning.
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