Wenn schlechte Menschen etwas Schlechtes tun, kommen sie, wenn es gut läuft, in den Knast. Im Fall von Kane, einem mehrfachen Mörder, endet der Weg in der Todeszelle. Doch kurz bevor er dort eintrifft, geschieht etwas Unvorhergesehenes und ein anderer schlechter Mensch, der Psychopath Lynch, befreit Kane. Und so wird aus dem eigentlichen Ende ein Anfang: Der Beginn von Kane & Lynch: Dead Men, einem ungewöhnlichen Action-Adventure von IO Interactive, den Schöpfern der Hitman-Serie.
Kurz nach der Flucht schlüpfen Sie in die Rolle des Ex-Söldners Kane, nur um festzustellen, dass Sie nicht so frei sind, wie erhofft: Die Organisation The 7 zwingt Sie, verloren geglaubte Beute aus einem alten Raubzug wiederzubeschaffen. Der durchgeknallte Lynch soll als Ihr Wachhund fungieren, damit Sie ja keine Dummheiten machen.
Was in den folgenden Spielstunden mit den beiden Typen passiert, wollen wir hier nicht verraten. Schließlich ist die Geschichte der beiden skrupellosen Männer das wichtigste Spielelement des Titels und sollte vor allen Dingen selbst erlebt werden. An dieser Stelle sei die deutsche Synchronisation lobend erwähnt. Ambitionierte Sprecher verleihen Kane und Lynch eine charismatische Tiefe, die mit der englischen Sprachausgabe locker mithalten kann.
Was also können wir Ihnen verraten, wenn schon die Story unter dem Mantel des Schweigens verschwindet? Da ist natürlich das Gameplay. In der Rolle von Kane haben Sie meist nur eins zu tun: den Abzug Ihres Sturmgewehres drücken. In 16 Levels ballern Sie sich durch Massen von Polizisten, Sicherheitsmännern oder Zivilisten. Ungläubiges Schweigen. Zivilisten? Ja, denn immer wieder laufen Ihnen unbescholtene Bürger vor die Flinte, die Sie zwangsläufig das eine oder andere Mal erwischen. Am Ende einiger Levels, zum Beispiel im Falle einer Diskothek, haben selbst vorsichtigste Naturen manch Unbeteiligten auf dem Gewissen ...