Tabula Rasa startet #1: Ersteindrücke in Wort und Bild
Im Folgenden ein Zwischenbericht, dazu etliche selber gemachte Screenshots von der Front. Es empfiehlt sich, draufzuklicken und die Bildunterschriften zu lesen.
Heute ist der Tag, an dem Tabula Rasa startet. Vorbesteller durften schon einige Tage früher einloggen, PC-Games-Redakteure gütigerweise auch. Danke für die Keys, Bettina, du bist tatsächlich ein Engel. Nun habe ich einen Level-10-Soldaten und erste Eindrücke über das Spiel mit der wirren Vorgeschichte. (Aus dem Grundgerüst ist im Zuge der Erkenntnis, dass ein fernöstliches Konzept jenseits aufgestellter Genre-Regeln inkompatibel zur Masse scheint, nicht viel übrig geblieben. In Tabula Rasa steckt mehr Planetside als Final Fantasy.)
Meine persönliche Ausgangssituation ist die, seit der Konzeptumstellung Abstand gehalten zu haben. Ich wollte nicht wissen, in welche Richtung Richard Garriott sein Baby erzieht, wollte losgelöst von Voreindrücken irgendwann auf Start klicken und mich überraschen lassen. Das mit der Überraschung: gelungen. Tabula Rasa spielt sich anders als der Rest, es ist das erste Spiel, bei dem ich tatsächlich sehe, wie die NPC-Gegner mit Bodentrupps, Raumschiffen, Schildrobotern und Kampfmechs anrücken, um eine Basis einzunehmen.
Gleich nach Spielstart ist man von einer Dringlichkeit umgeben, die den Krieg ausmacht: Alles muss fix gehen, hektisch nach rechts, schnell nach links, Rückzug, Angriff, Ende Gelände. Man selber: ein kleiner Soldat in einem großen Konflikt, aber mit dem Gefühl, das Zünglein an der Waage sein zu können. Diese Atmosphäre zeichnet Tabula Rasa in den ersten Stunden aus.
Für ein Online-Rollenspiel funktioniert die Steuerung idiotensicher. Wer einen Shooter zu lenken fähig ist, der fährt auch hier nicht gegen die Wand. Das Lauftempo ließe sich am ehesten als "beschleunigt" bezeichnen; von Wartezeiten, Downtimes oder ähnlich überholten Designmängeln keine Spur. Gekämpft wird mit Fadenkreuz und Mausklicks: Ein Druck auf die linke Maustaste und die ausgewählte Waffe feuert, ein Druck auf die rechte und die ausgewählte Fähigkeit wird aktiv. Ein Blitz gehört zum Standardrepertoire eines jeden Charakters, deshalb laufen die Kämpfe zuerst ziemlich ähnlich ab: Blitz in die Menge, dann mit der Waffe drauf, bis sich die blaue Energie wieder auffüllt, dann noch ein Blitz. Anspruchsvollen mag das zu blöd sein, mir gefällt es (was im Umkehrschluss aber nicht heißt, dass ich anspruchslos bin), denn es hat Rhythmus. Außerdem wandelt sich der Blitz mit zunehmender Stufe in einen, der von Gegner zu Gegner springt, gelegentlich gar kritische Treffer verursacht: Der Mob zuckt, von Elektrizität umgeben, zischelt und kippt um. Wundervoll.
Ob man sich ab Level 5 für den Pfad des Soldaten oder des Spezialisten entscheidet, scheint zunächst wenig Unterschied hinsichtlich der Kämpfe zu machen - jedenfalls schleudert mein heilender Spielpartner genauso häufig den Blitz ins Getümmel wie ich als Krieger. Ich mutmaße: Je weiter die Stufen voranschreiten, desto mehr werden sich die Charaktere unterscheiden. Denn der Fähigkeitenbaum verzweigt sich in Spezialisierungs-Ästen, imminent an Schlüsselpositionen wie Level 5, 15 usw. - Erwähnenswert an dieser Stelle: Dass Tabula Rasa kein Respec, keine Neuverteilung der Punkte bei Nichtgefallen erlaubt. Wer andere Pfade als bereits gewählte einschlagen möchte, sollte seine Figur vor großen Entscheidungen klonen. Das geht im Charaktermenü. Zur Sinnhaftigkeit kann ich noch keine Auskunft geben, da mir Sackgassen zu dem frühen Zeitpunkt bislang erspart geblieben sind.
Gestern lief ich durch die Wildnis (die heißt wirklich so), folgte den Missionsmarkern auf meiner Minikarte, als im Allgemein-Chat sich ankündigte: Herr Garriott höchstpersönlich in Erscheinung des General British. Er loggte sich ein, begrüßte die Vorbesteller und sprach: "I hope you are enjoying yourselves!" Es dauerte zwei Sekunden, da scrollte der Chat minutenlang in einem Tempo, dass Buchstaben verwischten. Es war eine Menge Sinn und Unsinn dabei, von "Greetings, General British!" bis "Would you like to join our group?" - vom Boss hörte man hiernach nicht mehr viel, offenbar japste er unter hunderten von Tells nach Luft. Irgendwann, später, ein letztes Wort: "We have a second EU server on the way." - Gut zu wissen, denn der aktuelle ist gefüllt bis an den Rand; Spieler, überall. Tabula Rasa vertraut, um der Überfüllung Herr zu werden, auch auf die Nutzung von Instanzen. Wie in Everquest 2 darf wählen, wer an Zonengrenzen steht oder auf Teleportern.
Trotz der überraschend starken Frequentierung hat es wenig Downtimes gegeben. Ich wurde noch nicht einmal Zeuge eines Servercrashs, von Lag oder anderen unschönen Begleiterscheinungen, mit denen Online-Rollenspiele für gewöhnlich anzuckeln. Einmal ist mir Tabula Rasa abgestürzt: Internal Error, hieß es. Ich entschied mich, die Fehlermeldung per Send-Button an die Entwickler weiterzuleiten. Normalerweise bin ich paranoid bei allem, das im Internet übertragen werden soll. Hier: nicht so. Der geschmeidige Start gehört belohnt. Irgendwann stellte ich in den allgemeinen Chat die Frage, wie man das Spiel denn so finde. Wie aus der Pistole geschossen folgten "Love it"-Antworten. Schön zu hören.
Ich beschloss, einen Clan zu gründen. Das war nicht schwer. In den Außenposten stehen jeweils NPCs, die, so ich mich recht entsinne, für 10.000 Kröten den Zusammenschluss erlauben. Ruckzuck also war ich Mitglied der Brave Companions, einer PvP-Gilde. Die andere Option wäre die friedliche gewesen - nichts für mich, ich brauche den Nervenkitzel. Und bevor sich jemand über den seltsam kitschigen Namen wundert: Er ist aus dem ganz und gar nicht kitschigen Werk George R. R. Martins. In dessen A Song of Ice and Fire kommt eine Gaunerbande vor, die diesen Titel trägt. Wer mich ingame antrifft, der tut gut daran, mir kein Wort zu glauben.
Demnächst an dieser Stelle mehr; die Pflicht ruft.
Erfüllt doch alles die WoW Standards und WoW ist doch so subba. Eigentlich müsste da überall stehen: Kaufen Kaufen Kaufen xD
Bei einem Ersteindruck schon kaufen, kaufen, kaufen? Das erwarte ich aber nicht von einem seriösen magazin
Dann solltest du aber nicht die PC Games lesen^^
WERDEN SIE SICH ALAN WAKE ZULEGEN ROFL
Diese in der tat etwas merkwürdige Umfrage hat nur leider keinen Einfluss auf das gedruckte magazin. Vielleicht solltest du es einfach mal wieder lesen
Das hatte ich zu Gunsten der in meinen Augen kritischeren Zeitschrift PC Powerplay aufgegeben. Da diese "gescheitert" ist bekomme ich jetzt unaufgefordert die PC Games für den Rest der Abo-Zeit. Die ich sicherlich nicht ausweiten werde^^
Erfüllt doch alles die WoW Standards und WoW ist doch so subba. Eigentlich müsste da überall stehen: Kaufen Kaufen Kaufen xD
Bei einem Ersteindruck schon kaufen, kaufen, kaufen? Das erwarte ich aber nicht von einem seriösen magazin
Dann solltest du aber nicht die PC Games lesen^^
WERDEN SIE SICH ALAN WAKE ZULEGEN ROFL
Diese in der tat etwas merkwürdige Umfrage hat nur leider keinen Einfluss auf das gedruckte magazin. Vielleicht solltest du es einfach mal wieder lesen
Erfüllt doch alles die WoW Standards und WoW ist doch so subba. Eigentlich müsste da überall stehen: Kaufen Kaufen Kaufen xD
Bei einem Ersteindruck schon kaufen, kaufen, kaufen? Das erwarte ich aber nicht von einem seriösen magazin
Er meinte wahrscheinlich auch die Kommentare
Als ich von diesem Spiel gehört hatte, war ich schon interessiert, aber die Graphik für so einen Graphikfetischisten wie mich, bei dem gute Atmosphäre erst so richtig mit schöner Graphik aufkommt, ist das Spiel leider nichts. Es ist eben wie WoW nur halt eine Sci-Fi Version davon - da es zusätzlich ansonsten keine wirklich einschlägigen Neuerungen mit sich bringt: nichts für mich