Videospieler oder Online-Junkie - wo ist die Grenze?

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Special Sebastian Thöing Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

Videospieler oder Online-Junkie - wo ist die Grenze? Seit Online-Rollenspiele wie World of Warcraft, Der Herr der Ringe On­line und andere sich immer größerer Beliebtheit erfreuen, häufen sich Anrufe besorgter Eltern oder Lebenspartner von Spielern bei Beratungsstellen und Psychologen. Das bestätigen uns sowohl Prof. Dr. rer. nat. Sabine M. Grüsser-Sinopoli, Leiterin der Abteilung medizinische Psychologie und medizinische Soziologie an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, als auch Diplom-Psychologin und Psychotherapeutin Despina Papadimitratou von der psychiatrischen Institutsambulanz des Vivantes-Humboldt-Klinikums in Berlin. Gegenstand der Anfragen ist stets die Sorge, dass Kinder, Lebensgefährten oder Freunde süchtig nach ihrem scheinbar harmlosen Computerspiel sein könnten.

Videospieler oder Online-Junkie - wo ist die Grenze? Leicht fällt eine Diagnose nicht. Jemand, der viel Zeit in Azeroth, Mittelerde oder einer anderen virtuellen Welt verbringt, erfüllt nicht automatisch die Kriterien einer Sucht. Erst die Zweckentfremdung ist ein erster Hinweis auf eine mögliche Abhängigkeit. Dient das Computerspiel dazu, realen Problemen auszuweichen oder ist es die einzige Möglichkeit, negative Gefühle zu regulieren, sollten die Alarmglocken läuten. Denn gewöhnt sich das Gehirn an diesen Ablenkungsmechanismus, nimmt das Spiel nach und nach eine herausragende Position im Leben des Betroffenen ein. Handeln, Denken und Gefühle sind darauf ausgerichtet und führen so zu einem Kontrollverlust der Spielzeit. Die Folge sind Leistungseinbrüche in der Schule oder bei der Arbeit und vegetative Symptome wie Nervosität und eine Verschiebung des Schlaf-Wach-Rhythmus, so Prof. Dr. rer. nat. Grüsser-Sinopoli. Das vegetative Nervensystem, das man nicht selbst beeinflussen kann, regelt grundlegende Lebensfunktionen wie die Atmung.

Videospieler oder Online-Junkie - wo ist die Grenze? Effekte, von denen die Betroffenen durch die Bank berichten (siehe Interview rechts oben). Online-Rollenspiele bergen aber vor allem deshalb ein großes Suchtpotenzial, da Spieler leicht übermäßigen Ehrgeiz entwickeln. So erzählen Süchtige, dass sie unbedingt neue Gegenstände finden und ihren Charakter ausbauen wollten, um in ihrer Gilde voranzukommen beziehungsweise mitzuhalten. Auch die Wissenschaft hat inzwischen herausgefunden, dass die virtuelle Spielgemeinschaft und die darin erwachsenden sozialen Bindungen eine große Rolle dabei spielen, die Kontrolle über Häufigkeit und Dauer des Spielens zu verlieren. Zudem wird die virtuelle Welt oftmals angenehmer als die Realität empfunden.

Eben das macht es für Betroffene und Angehörige auch so schwierig, der Sucht entgegenzuwirken. Der Rat der Experten: Familie und Freunde müssen darauf achten, wofür die Computerspiele genutzt werden und welchen Stellenwert sie einnehmen. Besteht die Gefahr einer Sucht, sind interes­sante Alternativen wichtig, damit sich der Betroffene von seinem Computer ablenken kann. Entzug des Spiels allein hilft nicht, ein Rückfall ist programmiert.

Videospieler oder Online-Junkie - wo ist die Grenze? Psychologen und Wissenschaftler haben inzwischen erkannt, dass Online-Titel - die sich nicht nur auf Rollenspiele beschränken, sondern unter anderem auch Mehrspieler-Shooter umfassen - innerhalb des weit gefassten Begriffs Online-Sucht mehr Aufmerksamkeit verdienen, jedoch ist Online-Spielesucht noch nicht als Krankheit anerkannt. Dafür erkennen aber langsam die Hersteller der Spiele das Problem. Zwar wollten sich Publisher offiziell gegenüber PC Games zu dem Thema Sucht nicht äußern oder wiegelten Anfragen ab, indem sie auf die Selbstverantwortung der Spieler verwiesen, aber es gibt erste Lösungsansätze. So hat Blizzard bei World of Warcraft ein System namens "Elterliche Freigabe" integriert. Mit diesem können besorgte Erziehungsberechtigte festlegen, zu welchen Zeiten und für wie lange ein World of Warcraft-Account pro Woche nutzbar ist. Was hilft, Kinder vor übermäßigem Spielekonsum und der Suchtgefahr zu bewahren, ist aber nur ein schwacher Trost für alleinstehende oder erwachsene Spieler ...

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      Zur Diskussion im Forum
      • Von kampf-kloake Anwärter/in
        AW:

        Zitat von darkbringer am 26.10.2007 21:33
        Hallo !

        Auch ich war über ein Jahr lang aktiver WoW'ler, hatte 3 60er Charaktere, Pferd, Freundin, etc...

        aber die mit WoW unabwendbaren Konsequenzen auf mein Privatleben wurden von Woche zu Woche erschreckender (ich bin verheiratet und habe 3 Kinder, bin 27).

        Nach wie vor überlege ich, WORIN meine Motivation bestand WoW zu zocken, denn ich denke mit Wehmut zurück an alte Zeiten, wenn ich Artikel oder Reportagen über die WoW sehe. Ich muss dazu sagen, dass meine Frau keinerlei PC-Ambitionen hat, bis auf ebay, oder andere Online-Shops und von daher auch niemals auch nur das geringste Verständins für meine Flucht in die Online-Welt entwickelte.

        Ich denke, dass es Anfags nur die Neugier nach etwas Neuem war, denn ich habe niemals zuvor in diesem Maße Online gespielt. Ich besitze zwar CS:Source und DoD, etc., aber das ist trotz allem nicht meine welt. Die manigfaltigkeit, die die WoW bietet ist einfach unglaubich und jeder Charakter kann inividuell gestaltet werden, worauf jeder mehr oder weniger Zeit verwendet. Dazu kommt die Jagd nach besseren Items, etc, damit man bei seinen freunden auch etwas vorweisen kann.

        Ich denke, dass besondes Leute, die in ihrem realen Leben sehr unglücklich sind, weil sie etwas nicht sind, das sie gerne sein wollen, WoW spielen, weil es ihnen hier einfacher gemacht wird, etwas zu werden, denn deren Schulabschlüsse, Abschlusszeugnusse, Gesellenbriefe, etc. spielen in der WoW keine Rolle. Man kann "sein Leben" von vornhein neu gestalten und jemand sein, der man im RL nicht ist und gerne sein würde.

        Auch bie mir war es sicherlich ein Grund, jemand zu sein, der ich nicht bin, aber in der WoW war ich jemand ohne Frau und 3 Kinder, der ich im RL eben bin und nach etlichen Raids und Spass und was weiss ich was habe ich mich kurz vor dem erscheinen von Burning Crusade dazu entschieden, der WoW den Rücken zu kehren, was sich im nachhinein auf jeden fall als vorteil herausgestellt hat.

        Nachdem Burning Crusade schon einige Monate erhältlich war, bekam ich von Blizzard eine Mail, in der ich die Erweiterung für 10 Tage kostenlos testen konnte. Wehmütig, wie ich wie erwähnt war, habe ich dieses auch getan. Mein "Vorteil" war, dass meine Frau zwei Tage nach Beginn der Spielzeit mit den Kindern zur Kur gefahren ist und ich quasi freien lauf hatte. Viele meiner alten Freunde habe ich "wiedergesehen" und sicherlich habe ich auch einige Aufgaben erfüllt, aber es war nicht mehr so, wie es mal war, denn so ziemlich jeder meiner damaligen Freunde war mittlerweile so mächtig und gierig, dass mein persönlicher Zweck des Spiels, den ich mittlerweile gefunden hatte, nicht mehr existend war. Und so erfreute ich mich an neuen Monstern und habe sicherlich auch Spass daran gehabt, neue Gegenstände zu finden.

        Vor meinem Ausstieg war ich regelmäßig mit meiner Stammgruppe unterwegs, um die Instanzen zu Rocken und wir waren gegen Ende meiner Zeit wirklich gut, aber als ich dann nach einigen Minuten BC den ersten Gegenstand gefunden habe, der besser war, als mein T2-Item, wurde mein Spielspass zusätzlich geschmälert, denn ich habe viel Zeit benötigt, um die T2-Items zu bekommen. Ausserdem waren viele der alten Stammgruppen mittlerweile auseinandergebrochen, was mich zusätzlich traurig stimmte.

        Die einzigen, die zur damilgen Zeit in meinen Augen davon profitierten, waren meine Frau und meine Kinder, aber mitterweile habe ich auch einen riesigen Spass daran gefunden unsere Scheißerchen aufwachsen zu sehen und Zeit mit ihnen zu verbringen.

        Leider ist mein Vater und seine Freundin noch immer WoW-Aktiv und die beiden spielten schon, bevor ich angefangen habe. Mein Vater wollte eigentlich zu seinem FÜNFZIGSTEN Geburtstag (vor 3 1/2 Monaten) der WoW den Rücken kehren, hat aber den Absrung leider nicht geschafft ...

        Seine Kinder und besonders Enkelkinder kennen ihn nur noch sporadisch und kennen ihn nicht als Opa, der er sein sollte. Ruft man ihn an, geht er selten man ans Telefon, kommt man mal überraschend vorbei (denn Anruf und Termin geht ja nicht ^^) stört man sofort und er hockt sich wieder vor den PC, während seine Enkelkinder hinter seinem Rücken in der Wohnung rumturnen - DAS ist das abschreckenste Beispiel und der beste Grund für eine WoW-Abstinenz.

        Da ich ja wie bekannt auch mal aktiver WoW'ler war, kann ich euch nicht raten, diese wundervolle Welt aufzugeben, aber ich kann euch ans Herz legen, das wundervolle in DIESER Welt zu erkennen, denn ein RL-Treffen mit Freunden im Kino, Pub, etc. ist eindeutig mehr wert als ein Treffen per TS im Internet...

        einge luete sind der meinung, dass es keine rolle spielt, ob man im RL lebt oder online, denn beides beschreibt das Leben, aber das RL gibts auch ohne WoW, die WoW aber nicht ohne RL.

        faithfully darki

        *gundsätzlich muss ich zu dem Egoismus sagen, dass ich so egoistisch bin und mir keine Gedanken über die Leute vor 100 Jahren mache, denn ich lebe im Hier und Jetzt mit meiner Familie. Und nach wie vor gilt: jeder ist seines eigenen Glückes Schmied, ob im Reallife oder Online ... leider betrifft das auch meinen Vater ...

        **diese Zeilen habe ich runtergerasselt, also sind Rechtschreibfehler unumgänglich (für mich)
        Erstmal muss ich sagen sehr schöner langer ausführlicher post, respekt!
        Ich habe selbst ein halbes jahr lang guild wars gespielt und das sehr aktiv (mit gilde etc.)
        hab dann aber von heute auf morgen die lust verloren und es fehlt mir zwar manchmal aber da ich alle meine wertvollen gegstände verschenkt habe fehlt mir die lust neu anzufangen ;)

        Solange man es unter Kontrolle hat und es nicht vor das echte leben stellt finde ich online games und pc echt in ordnung , da es ja immer mehr machen und dies heutzutage immer populärer wird.

        In diesem Sinne
        kK
        PS: Das mit deinem Vater tut mir leid für dich aber vor allem für ihn , da er sein leben in ein spiel steckt , an dem nichts echt ist! blizzard müsste nur den stecker ziehen und ~4 Jahre seines Lebens wären gelöscht...

        PPS: Wer Reschtschreibfehler findet kann sie behalten
      • Von kampf-kloake Anwärter/in
        AW:

        Zitat von darkbringer am 26.10.2007 21:33
        Hallo !

        Auch ich war über ein Jahr lang aktiver WoW'ler, hatte 3 60er Charaktere, Pferd, Freundin, etc...

        aber die mit WoW unabwendbaren Konsequenzen auf mein Privatleben wurden von Woche zu Woche erschreckender (ich bin verheiratet und habe 3 Kinder, bin 27).

        Nach wie vor überlege ich, WORIN meine Motivation bestand WoW zu zocken, denn ich denke mit Wehmut zurück an alte Zeiten, wenn ich Artikel oder Reportagen über die WoW sehe. Ich muss dazu sagen, dass meine Frau keinerlei PC-Ambitionen hat, bis auf ebay, oder andere Online-Shops und von daher auch niemals auch nur das geringste Verständins für meine Flucht in die Online-Welt entwickelte.

        Ich denke, dass es Anfags nur die Neugier nach etwas Neuem war, denn ich habe niemals zuvor in diesem Maße Online gespielt. Ich besitze zwar CS:Source und DoD, etc., aber das ist trotz allem nicht meine welt. Die manigfaltigkeit, die die WoW bietet ist einfach unglaubich und jeder Charakter kann inividuell gestaltet werden, worauf jeder mehr oder weniger Zeit verwendet. Dazu kommt die Jagd nach besseren Items, etc, damit man bei seinen freunden auch etwas vorweisen kann.

        Ich denke, dass besondes Leute, die in ihrem realen Leben sehr unglücklich sind, weil sie etwas nicht sind, das sie gerne sein wollen, WoW spielen, weil es ihnen hier einfacher gemacht wird, etwas zu werden, denn deren Schulabschlüsse, Abschlusszeugnusse, Gesellenbriefe, etc. spielen in der WoW keine Rolle. Man kann "sein Leben" von vornhein neu gestalten und jemand sein, der man im RL nicht ist und gerne sein würde.

        Auch bie mir war es sicherlich ein Grund, jemand zu sein, der ich nicht bin, aber in der WoW war ich jemand ohne Frau und 3 Kinder, der ich im RL eben bin und nach etlichen Raids und Spass und was weiss ich was habe ich mich kurz vor dem erscheinen von Burning Crusade dazu entschieden, der WoW den Rücken zu kehren, was sich im nachhinein auf jeden fall als vorteil herausgestellt hat.

        Nachdem Burning Crusade schon einige Monate erhältlich war, bekam ich von Blizzard eine Mail, in der ich die Erweiterung für 10 Tage kostenlos testen konnte. Wehmütig, wie ich wie erwähnt war, habe ich dieses auch getan. Mein "Vorteil" war, dass meine Frau zwei Tage nach Beginn der Spielzeit mit den Kindern zur Kur gefahren ist und ich quasi freien lauf hatte. Viele meiner alten Freunde habe ich "wiedergesehen" und sicherlich habe ich auch einige Aufgaben erfüllt, aber es war nicht mehr so, wie es mal war, denn so ziemlich jeder meiner damaligen Freunde war mittlerweile so mächtig und gierig, dass mein persönlicher Zweck des Spiels, den ich mittlerweile gefunden hatte, nicht mehr existend war. Und so erfreute ich mich an neuen Monstern und habe sicherlich auch Spass daran gehabt, neue Gegenstände zu finden.

        Vor meinem Ausstieg war ich regelmäßig mit meiner Stammgruppe unterwegs, um die Instanzen zu Rocken und wir waren gegen Ende meiner Zeit wirklich gut, aber als ich dann nach einigen Minuten BC den ersten Gegenstand gefunden habe, der besser war, als mein T2-Item, wurde mein Spielspass zusätzlich geschmälert, denn ich habe viel Zeit benötigt, um die T2-Items zu bekommen. Ausserdem waren viele der alten Stammgruppen mittlerweile auseinandergebrochen, was mich zusätzlich traurig stimmte.

        Die einzigen, die zur damilgen Zeit in meinen Augen davon profitierten, waren meine Frau und meine Kinder, aber mitterweile habe ich auch einen riesigen Spass daran gefunden unsere Scheißerchen aufwachsen zu sehen und Zeit mit ihnen zu verbringen.

        Leider ist mein Vater und seine Freundin noch immer WoW-Aktiv und die beiden spielten schon, bevor ich angefangen habe. Mein Vater wollte eigentlich zu seinem FÜNFZIGSTEN Geburtstag (vor 3 1/2 Monaten) der WoW den Rücken kehren, hat aber den Absrung leider nicht geschafft ...

        Seine Kinder und besonders Enkelkinder kennen ihn nur noch sporadisch und kennen ihn nicht als Opa, der er sein sollte. Ruft man ihn an, geht er selten man ans Telefon, kommt man mal überraschend vorbei (denn Anruf und Termin geht ja nicht ^^) stört man sofort und er hockt sich wieder vor den PC, während seine Enkelkinder hinter seinem Rücken in der Wohnung rumturnen - DAS ist das abschreckenste Beispiel und der beste Grund für eine WoW-Abstinenz.

        Da ich ja wie bekannt auch mal aktiver WoW'ler war, kann ich euch nicht raten, diese wundervolle Welt aufzugeben, aber ich kann euch ans Herz legen, das wundervolle in DIESER Welt zu erkennen, denn ein RL-Treffen mit Freunden im Kino, Pub, etc. ist eindeutig mehr wert als ein Treffen per TS im Internet...

        einge luete sind der meinung, dass es keine rolle spielt, ob man im RL lebt oder online, denn beides beschreibt das Leben, aber das RL gibts auch ohne WoW, die WoW aber nicht ohne RL.

        faithfully darki

        *gundsätzlich muss ich zu dem Egoismus sagen, dass ich so egoistisch bin und mir keine Gedanken über die Leute vor 100 Jahren mache, denn ich lebe im Hier und Jetzt mit meiner Familie. Und nach wie vor gilt: jeder ist seines eigenen Glückes Schmied, ob im Reallife oder Online ... leider betrifft das auch meinen Vater ...

        **diese Zeilen habe ich runtergerasselt, also sind Rechtschreibfehler unumgänglich (für mich)
        Erstmal muss ich sagen sehr schöner langer ausführlicher post, respekt!
        Ich habe selbst ein halbes jahr lang guild wars gespielt und das sehr aktiv (mit gilde etc.)
        hab dann aber von heute auf morgen die lust verloren und es fehlt mir zwar manchmal aber da ich alle meine wertvollen gegstände verschenkt habe fehlt mir die lust neu anzufangen ;)

        Solange man es unter Kontrolle hat und es nicht vor das echte leben stellt finde ich online games und pc echt in ordnung , da es ja immer mehr machen und dies heutzutage immer populärer wird.

        In diesem Sinne
        kK
        PS: Das mit deinem Vater tut mir leid für dich aber vor allem für ihn , da er sein leben in ein spiel steckt , an dem nichts echt ist! blizzard müsste nur den stecker ziehen und ~4 Jahre seines Lebens wären gelöscht...

        PPS: Wer Reschtschreibfehler findet kann sie behalten
      • Von darkbringer NPC
        AW:

        Hallo !

        Auch ich war über ein Jahr lang aktiver WoW'ler, hatte 3 60er Charaktere, Pferd, Freundin, etc...

        aber die mit WoW unabwendbaren Konsequenzen auf mein Privatleben wurden von Woche zu Woche erschreckender (ich bin verheiratet und habe 3 Kinder, bin 27).

        Nach wie vor überlege ich, WORIN meine Motivation bestand WoW zu zocken, denn ich denke mit Wehmut zurück an alte Zeiten, wenn ich Artikel oder Reportagen über die WoW sehe. Ich muss dazu sagen, dass meine Frau keinerlei PC-Ambitionen hat, bis auf ebay, oder andere Online-Shops und von daher auch niemals auch nur das geringste Verständins für meine Flucht in die Online-Welt entwickelte.

        Ich denke, dass es Anfags nur die Neugier nach etwas Neuem war, denn ich habe niemals zuvor in diesem Maße Online gespielt. Ich besitze zwar CS:Source und DoD, etc., aber das ist trotz allem nicht meine welt. Die manigfaltigkeit, die die WoW bietet ist einfach unglaubich und jeder Charakter kann inividuell gestaltet werden, worauf jeder mehr oder weniger Zeit verwendet. Dazu kommt die Jagd nach besseren Items, etc, damit man bei seinen freunden auch etwas vorweisen kann.

        Ich denke, dass besondes Leute, die in ihrem realen Leben sehr unglücklich sind, weil sie etwas nicht sind, das sie gerne sein wollen, WoW spielen, weil es ihnen hier einfacher gemacht wird, etwas zu werden, denn deren Schulabschlüsse, Abschlusszeugnusse, Gesellenbriefe, etc. spielen in der WoW keine Rolle. Man kann "sein Leben" von vornhein neu gestalten und jemand sein, der man im RL nicht ist und gerne sein würde.

        Auch bie mir war es sicherlich ein Grund, jemand zu sein, der ich nicht bin, aber in der WoW war ich jemand ohne Frau und 3 Kinder, der ich im RL eben bin und nach etlichen Raids und Spass und was weiss ich was habe ich mich kurz vor dem erscheinen von Burning Crusade dazu entschieden, der WoW den Rücken zu kehren, was sich im nachhinein auf jeden fall als vorteil herausgestellt hat.

        Nachdem Burning Crusade schon einige Monate erhältlich war, bekam ich von Blizzard eine Mail, in der ich die Erweiterung für 10 Tage kostenlos testen konnte. Wehmütig, wie ich wie erwähnt war, habe ich dieses auch getan. Mein "Vorteil" war, dass meine Frau zwei Tage nach Beginn der Spielzeit mit den Kindern zur Kur gefahren ist und ich quasi freien lauf hatte. Viele meiner alten Freunde habe ich "wiedergesehen" und sicherlich habe ich auch einige Aufgaben erfüllt, aber es war nicht mehr so, wie es mal war, denn so ziemlich jeder meiner damaligen Freunde war mittlerweile so mächtig und gierig, dass mein persönlicher Zweck des Spiels, den ich mittlerweile gefunden hatte, nicht mehr existend war. Und so erfreute ich mich an neuen Monstern und habe sicherlich auch Spass daran gehabt, neue Gegenstände zu finden.

        Vor meinem Ausstieg war ich regelmäßig mit meiner Stammgruppe unterwegs, um die Instanzen zu Rocken und wir waren gegen Ende meiner Zeit wirklich gut, aber als ich dann nach einigen Minuten BC den ersten Gegenstand gefunden habe, der besser war, als mein T2-Item, wurde mein Spielspass zusätzlich geschmälert, denn ich habe viel Zeit benötigt, um die T2-Items zu bekommen. Ausserdem waren viele der alten Stammgruppen mittlerweile auseinandergebrochen, was mich zusätzlich traurig stimmte.

        Die einzigen, die zur damilgen Zeit in meinen Augen davon profitierten, waren meine Frau und meine Kinder, aber mitterweile habe ich auch einen riesigen Spass daran gefunden unsere Scheißerchen aufwachsen zu sehen und Zeit mit ihnen zu verbringen.

        Leider ist mein Vater und seine Freundin noch immer WoW-Aktiv und die beiden spielten schon, bevor ich angefangen habe. Mein Vater wollte eigentlich zu seinem FÜNFZIGSTEN Geburtstag (vor 3 1/2 Monaten) der WoW den Rücken kehren, hat aber den Absrung leider nicht geschafft ...

        Seine Kinder und besonders Enkelkinder kennen ihn nur noch sporadisch und kennen ihn nicht als Opa, der er sein sollte. Ruft man ihn an, geht er selten man ans Telefon, kommt man mal überraschend vorbei (denn Anruf und Termin geht ja nicht ^^) stört man sofort und er hockt sich wieder vor den PC, während seine Enkelkinder hinter seinem Rücken in der Wohnung rumturnen - DAS ist das abschreckenste Beispiel und der beste Grund für eine WoW-Abstinenz.

        Da ich ja wie bekannt auch mal aktiver WoW'ler war, kann ich euch nicht raten, diese wundervolle Welt aufzugeben, aber ich kann euch ans Herz legen, das wundervolle in DIESER Welt zu erkennen, denn ein RL-Treffen mit Freunden im Kino, Pub, etc. ist eindeutig mehr wert als ein Treffen per TS im Internet...

        einge luete sind der meinung, dass es keine rolle spielt, ob man im RL lebt oder online, denn beides beschreibt das Leben, aber das RL gibts auch ohne WoW, die WoW aber nicht ohne RL.

        faithfully darki

        *gundsätzlich muss ich zu dem Egoismus sagen, dass ich so egoistisch bin und mir keine Gedanken über die Leute vor 100 Jahren mache, denn ich lebe im Hier und Jetzt mit meiner Familie. Und nach wie vor gilt: jeder ist seines eigenen Glückes Schmied, ob im Reallife oder Online ... leider betrifft das auch meinen Vater ...

        **diese Zeilen habe ich runtergerasselt, also sind Rechtschreibfehler unumgänglich (für mich)
      • Von Caravaggio Anfänger/in
        AW:

        Zitat von dny am 26.10.2007 10:50
        Schaut man sich die heutige Gesellschaft an so ist sie gerpängt von Egoismus, Intoleranz und Arroganz.
        Wenn Du mit einer Zeitmaschine 100 Jahre zurückfährst, so sind die Menschen dort mit Sicherheit genauso egoistisch und viel intoleranter und arroganter als heute.
        Diese unsinnige "früher war alles besser"-Attitüde zeigt nur das eigentliche Problem auf. Online-Rollenspiele (und nicht nur die) ermöglichen es, anstatt sich mit der unzulänglichen Realität auseinander zu setzen, Abenteuer zu erleben, ein Held zu sein, zu fliegen etc. Früher hatten die Menschen einfach keine Online-Rollenspiele (da haben sie sich dann volllaufen lassen - auch nicht besser).
        Aber die Behauptung "Wenn die Welt besser wäre, würde ich mich nicht in mein WOW flüchten" ist nun wirklich Quatsch.

        http://www.getafirstlife....[
      • Von dny Stille/r Leser/in
        AW:

        Ich will an dieser Stelle die Diskussion aus einem anderen Blickwinkel betrachten und dabei ergibt sich bei mir folgendes:

        Schaut man sich die heutige Gesellschaft an so ist sie gerpängt von Egoismus, Intoleranz und Arroganz.

        - Egoismus: Allein Arbeit und Gesetze zeigen dies besonders deutlich. Denn wer heut zutage sozial ist, wird meist nicht sehr weit kommen. Manchmal muss man auf Arbeit ein Egofu**er sein um eine bessere Position zu bekommen. Ein weiteres Beispiel dafür sind diese Hamsterkäufe like MediaMarkt, wo sich die Leute teilweise um Sachen prügeln, nur weil jemand das und das unbedingt haben will. Anstatt zu warten bis man an der Reihe ist, weil man etwas später kommt, wird sich zu todegeprügelt oder gleich ein Produkt für zig andere gekauft, obwohl andere wartende Menschen auch gern jenes begehrte Produkt haben wollen.

        -Intoleranz: Hand aufs Herz, jeder von uns ist in irgend einer Art und Weise intolerant. Sei es bei einem normalen Standbummel und man wird plötzlich von der Seite dumm angemacht oder man lästert selbst über andere wegen dem äußeren Erscheinungsbild. Innere Werte werden heut zutage weniger gewertet als das äußere Erscheinungsbild.

        - Arroganz: Ich bin ehrlich. Ich bin auch Arrogant. Nicht nur auf mich bezogen sondern auch so manchen Fremden gegenüber. Dies mag wohl die Erfahrung gezeigt haben, die leider einige Gruppe in ein Schlechtes Licht gerückt haben.
        Bsp. Hauptschüler/Gesamtschüler...die meisten Erfahrungen mit solchen Leuten sind ehr negativ, da sie sich aus meiner Sichtweise primitiv und Unzivilisiert verhalten und ich sie dadurch immer am Anfang erstmal etwas abwerte. Jedoch bin ich offen und Kontaktfreudig und lasse mich gerne auf Gespräche ein um mir einen ersten besseren Eindruck zu verschaffen.
        Anderes Beispiel: Einer älteren Frau fällt die Einkaufstasche runter und die Waren verteilen sich auf den ganzen Gehweg. Wie viele Leute gehen dann einfach so vorbei und helfen nicht? Sicherlich sehr viele. Denn Zivilcourage wird heute viel zu wenig beachtet.

        Dies sind nur einige Punkte um die ganze Sache einmal zu veranschaulichen.
        Ich wunder mich da nicht, das viele Leute von dieser Gesellschaft sich in irgendeiner Form abwenden und die Zuflucht in die virtuelle Realität suchen.

        Zitat von Musti11 am 25.10.2007 22:40
        Das Problem liegt absolut nicht bei den Spielen, sondern bei den einzelnen Spielern. Leute, die ihr Leben nicht im Griff haben, also Probleme mit sich selbst, mit Freunden oder andere soziale Probleme haben, finden in Onlinespielen einen Ersatz für vieles, was ihnen im wahren Leben verwährt bleibt. Dazu gehören in erster Linie Erfolgserlebnisse, Anerkennung und soziale Kontakte.
        Jeder Mensch wird meiner Meinung nach gleich geboren, das soziale Umfeld prägt diesen Menschen und wenn du jetzt sagst. Er sucht in der virtuellen Welt zuflucht, dann doch eigentlich nur, weil er gerne etwas machen möchte, was ihm die Gesellschaft leider verwehrt.
        Gerade bei Online Rollenspielen ist es doch so, das man ohne soziales Verhalten sich nicht wirklich in eine Gilde ( Gilde = kleine Form einer Gemeinschaft mit gemeinsamen Interessen) integrieren kann. Warum sind dann diese Spiele so erfolgreich? Weil sie sogar soziale Werte vermitteln und die Leute Anerkennung bekommen, was im wahren Leben nicht der Fall ist.

        Ja, ich kritisiere an dieser Stelle die heutige Gesellschaft und das bewußt. Denn wären wir toleranter und würden nicht so egoistische sein, dann würde vieles anders, nein sogar viel besser laufen und die betroffenen Personen würden sich nicht in irgendwelche virtuellen Welten verkriechen.

        Schaut euch mal einen typischen Abend bei euch in der Woche an, neben Hausarbeit und anfallender Arbeit für Job/Schule bleibt nicht mehr viel Zeit fürs Treffen mit Freunden, da sie selbst viel zu tun haben. Im TV läuft sowieso nur noch Bullsh*t. Immer nur Richtersendung XY und zig Casting Shows, die sich keiner antun kann. Dagegen sind OnlineRollenspiele wesentlich Interaktiver und Unterhaltsamer. Denn in einem Medium wo ich selbst entscheiden kann, was ich mache und wie ich diese Art gestalte, ist für aufregender als mich stumm von irgendetwas besundeln zu lassen, wie fernsehn.
        Zudem ist es dann auch meist so, das die Freunde aus dem realen Leben auch anfangen solche Spiele zu spielen, da sie so Kontakt mit ihren RealLife Freunden halten können und sich beispielsweise über Teamspeak über den Tag und Gott und die Welt unterhalten können.

        Viele positive Erfahrungen führen dann wohl dazu, das man sich dann wohl der realen Welt abwendet, die einem nicht das bietet was man gerne hätte.
        Würde aber die Gesellschaft sich massiv verändern. Das Miteinander wesentlich angenehmer werden und nicht so kühl Wirken und die sozialen Werte mehr geschätzt und geachtet werden, dann würden solche Online Spiele nicht diese Krankhafte Sucht ausüben.

        In diesem Sinne, seid einfach mal sozialer zu einander und ihr werdet sehen, das es auch eine reale Welt gibt, in der man die gesuchten Werte findet, wie Anerkennung, Erfolgserlebnisse und sozialen Kontakte. I
      • Von Jimbo-the-Bimbo NPC
        AW:

        Zitat von Rabowke am 26.10.2007 08:43
        Hast du mal ein Gespräch zwischen zwei Informatiker gehört, die sich über die Vorteile von MySQL sowie deren Programmiersprache unterhalten? Da hast du "nur" technikbegeisterter Spieler überhaupt keinen Plan von dem, was die da reden. Aber für die ist es normal.

        Problematisch wird es in meinen Augen erst dann, wenn man nicht mehr zwischen seinen Gesprächspartner unterscheidet. Nichts ist schlimmer, als wenn dir im Meeting mit deinem Chef ein "ROFL! STFU ALTAH!" rausrutscht oder man garnicht merkt, dass man mit anderen Leuten im Gamer-Slang redet. Wenn es soweit ist, dann stimmt was nicht.

        Solange man das aber unterscheiden kann und weiß, mit wem man wie reden kann ... dann ist doch alles in Ordnung? :-o
        Ich mache eine Ausbildung zum Fachinformatiker ich kann nachvollziehen, was du meinst.

        Genau das isses ja sie wissen halt nicht mehr wo sie sind... da bricht dem Lehrer ein Stück Kreide ab beim Schreiben und der Kommentar dazu "Tzzz... Noob!". Sie unterhalten sich mit völlig unbeteiligent Leuten über das Spiel. Ich z.B. hab davon keine Ahnung, das liegt mitunter an meiner natürlichen Abneigung gegen Rollenspiele. Wenn ich den Abend davor PES gespielt hab erzähl ich am nächsten Tag doch auch nicht jedem x-beliebigem dass ich mit Bernd Schneider ein Kopfballtor gemacht hab.

        Ich denke wir haben da einfach verschiedene Ansichten.

        Es soll auch keine Verurteilung von WOW-spielern sein. Ich kenne genügend, die das spielen, aber sie sind umgänglich und schaffen es auch noch sich über andere Dinge zu unterhalten...
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