Ungeahnt abgemahnt - die Folgen illegaler Downloads
Die Siedler ist in Filesharing-Programmen erhältlich. Wer Dateien davon hochlädt, macht sich strafbar. Und das könnte nach aktueller Situation nicht ohne Folge bleiben.
Wer einen Internet-Anschluss hat, hat unter Umständen ein Problem. Das Problem kommt mit der Post, es ist genormt nach DIN A4 und trägt die Bezeichnung: Abmahnung. Darin steht etwas von Urheberrechtsverletzungen, illegal hochgeladenen Dateien, unzureichenden Überwachungsmaßnahmen, dringlichen Fristen, gerichtsverwertbaren Nachweisen, Bestätigung durch Gutachten öffentlich bestellter und vereidigter EDV-Sachverständigen, Anwaltskosten und Schadensersatz. Ohne heißen Brei: Man soll zahlen. Dafür, dass man ein copyrightgeschütztes Computerspiel in einem der vielen Peer-to-Peer-Programme angeboten habe. Das sind Netzwerke, die den Austausch von Dateien zwischen Usern ermöglichen: Die einen laden hoch, die anderen laden runter, keiner kontrolliert.
Außer Firmen wie die Logistep AG. Datum, Uhrzeit, Dateiname, IP-Adresse - alles Angaben, die das Anti-Piraterie-Unternehmen zur Beweisaufnahme erfasst und an Rechte-Inhaber verkauft. Deren Anwälte stellen daraufhin Strafanzeige gegen unbekannt. Das ist Voraussetzung, um beim Internet-Provider die Sicherung der betreffenden IP zu erwirken.
T-Online beispielsweise müsste diese Nummer, die jedem Rechner eine Spur gibt, nach sieben Tagen löschen; darauf hat sich die Telekom mit dem zuständigen Gericht geeinigt.
Allerdings variieren die Fristen je nach Anbieter. Zurückführen lässt sich das Durcheinander auf Undeutlichkeiten in der Gesetzgebung und anhalten wird es schätzungsweise bis zum März 2009. Dann diktiert die "Richtlinie über die Vorratsdatenspeicherung" ein Aufbewahrungslimit von sechs Monaten.
Während also die IP ihr Verfallsdatum überlebt, ermittelt die Staatsanwaltschaft - und stellt das Verfahren mit 96-prozentiger Wahrscheinlichkeit ein. Denn das Gros der Fälle betrifft kleine Fische und die Suche nach demjenigen, der die fragliche Datei zum Download angeboten hat, verläuft mehrheitlich im Nichts. Das setzt einen strafrechtlichen Schlussstrich. Aber zivilrechtlich beginnt nun die Abmahnmaschinerie anzulaufen. Die Anwaltskanzleien gelangen über die Strafakte an die Hausanschrift des Anschlussinhabers. Dass der Provider keine personenbezogenen Daten verraten darf, hat keine Bedeutung, sobald ein Straftatbestand besteht, - damit öffnen sich Tür und Tor.
Die Sache ist ernst. Tausende von Verfahren laufen bereits, befeuert laut www.abmahnwahn.dreipage.de von Kanzleien wie "Schutt, Waetke, Rechtsanwälte" (siehe Interview), "Dr. Karl, Urmann & Wagner (KUW)" oder "Rechtsanwälte Schwarz, Kelwing, Wicke & Westpfahl". Eine Auswahl der überwachten Spiele umfasst Gothic 3, Two Worlds, Die Römer, Call of Juarez, Die Siedler, Dream Pinball 3D, Geheimakte Tunguska, Test Drive Unlimited und viele mehr. Dass der Berg an Abmahnungen aller Voraussicht nach wachsen statt schrumpfen wird, für diese Vermutung braucht es keine Kristallkugel. Denn virtuelle Fingerabdrücke nehmen immer deutlichere Konturen an, Datenschutzgesetze weichen seit Jahren stetig auf, Raubkopierer bekommen nicht plötzlich ein Gewissen. Und der finanzielle Profit wird auch Anreiz liefern, an die Verantwortlichen heranzutreten.
Schließlich spült die Abmahnwelle Geld in Kanzleikassen. 250 bis 300 Euro Anwaltskosten und zusätzliche 150 Euro Schadensersatz fallen in etwa an, damit die "Angelegenheit zivilrechtlich erledigt" ist, wie es in einem der Schreiben heißt. Verglichen mit den Forderungen der Musikindustrie sind das Peanuts. Trotzdem reicht die Summe aus, um eine Palette menschlichen Verhaltens zu erzeugen: wütend auf den Tisch hauen, in eine Schockstarre verfallen, sich wundern und so weiter. Nun liegt es in der Natur einer Straftat, die im WWW begangen wurde, dass der Rechtsverletzer zum Internet Zugang hat. Deshalb quellen die Foren mit Nachrichten von Verzweifelten, Verärgerten und - seltener - Reumütigen über. Man sucht Rat. Die meistgestellte Frage lautet: Was tun? - Zahlen? Ignorieren? Was, wenn man sich keiner Schuld bewusst ist? Die besagte Datei nicht kennt? Eine Party hatte, bei der viele Freunde am Rechner saßen und Schabernack trieben? Alles ein Versehen war?
ansonsten find ich's schon nich schlecht, dass man bei raubkopien mal ein bischen mitmischt. finde diese sache mit dem 30-tage-legal-benutzen auch nich schlecht (tu es selber nicht, weiß nich mal ob's das wirklich gibt, aber ich hab gehört, dass es legal sein soll, die spiele für 30 tage zu behalten). das gibt den programmierern den anreiz, langwierigere spiele zu programmieren...
Ein gutes Spiel wie Starcraft 2 ist Pflichtkauf , weil es das Geld wert ist .
Aber wenn ich sehe das Spiele die mittlerweile nur 4 Stunden dauern und nen miesen MP part haben und dafür 50 euro muss man auch nicht spielen.Bei der Filmindustrie ist das ein bisschen anders bzw bei der Musikindustrie , wenn ich sehe das ein paar durchs singen oder bisl Schauspielern 30 Millionen verdienen (macht mittlweile 10 bis 20 % des Filmetas aus dann verstehe ich net warum ich ein so hohen Preis zahlen soll um den Total übertriebenen Lebensstandart zu finanzieren und zusehen wie die sich dann über die kleinen Leute lsutig machen ihre dicken villen an den Stränden bauen damit die normal Bürger nicht dran kommen Tiere schlachten weil sie es sich leisten können und daraus Pelze machen lassen , dann bin ich lieber PIrat aber wie gesagt ich warte bis es im TV läuft :)
http://www.heise.de/newsticker/Keine-Akteneinsicht-fuer-die-Musikindustrie-bei-Filesharing--/meldung/105888
Nebenbei was für die Musik Industrie gilt , gilt auch für die Videospiele und Filmindustrie.
Wenn ich so ne Klage kriegen würde sollen die es mal versuchen als Student hat man genug Leute die sich mit dem Zeug auskennen :) .
Nein aber normal dürfen die das nicht mehr auch wenn ein Straftat sein sollte , man kann aus der IP adresse nicht den Namen des verantwortlich rausfinden nur eine IP die keine Aussage Kraft hat daher wenn allein 2 Leute im Haus wohnen und beide würden sagen ich war das nicht mürde die Industrie nur sinnlos Geld in das Juristische system der Kanzleien hauen , wie schon gesagt die wollen nur Angst machen und darauf Geld verdienen zu einer Anklage würde es nie kommen ,weil die wissen das sie mit der IP adresse und den restlichen Daten nicht gewinnen können.
Aber ehrlich ich lade mir mittlerweile auch nix mehr aus dem Netz , wenn ich nen Spiel haben will leihe ich es mir aus ( die meisten Spiele kriegt man schon in 2 Tagen durch), bei Filmen geht man auch in die Videothek und guckt sich den einmal an naja und wenn man den haben will kriegt man das heute auch ohne Internet hin ohne p2p netzwerke un ich sage mal ich zahle pro Tag nur 50 cent also 50 cent bis 1 euro sollte jeder haben.
zuerst muss ich mal erwähnen, dass ich den artikel wirklich sehr interessant finde und der inhalt auf mich typisch deutsch wirkt.
nun aber habe ich mir auch mal einige gedanken zu dem thema gemacht und und möchte euch an meinen geistigen ergüssen teilhaben lassen.
der schutz von urheberrechtilichem material ist absolut in ordnung und notwendig, jedoch ist die art und weise, wie dieses in deutschland gehandhabt absolut falsch. wie sionon bereits erwähnte gibt es häufig wirlich nur schwarz und weiss, dass es bei filesharing und internetsicherheit aber eine grauzone gibt, darüber WILL man sich scheinbar keine gedanken machen.
ich bin kein befürworter des filesharing urheberrechtlich geschützer daten, jedoch gibt es nun einmal auch die möglich beim filesharing an dateien zu geraten, die gar nicht diejenigen sind, die sie zu sein scheinen. wenn ich mir beispielsweise eine freie linux-distribution oder openoffice per filesharing "herunterladen" würde und letztendlich feststellen müsste, dass ich in wirklichkeit das spiel xy heruntergeladen habe, hätte ich nach deutschem recht sicherlich eine straftat begangen, da ich während des runterladens der auch gleichzetig bereits heruntergeladene teile wieder hochlade. um dieses zu vermeiden, müssten wir sicherlich alle hellseher sein. sicherlich gibt es die möglichkeit des leechens, wobei man nur herunter-, aber nicht hochläd, was aber dem filesharing-gedanken widerspricht und das FS sicherlich auf dauer tötet. aber was wäre denn wenn ich eine datei erstellen würde, die nur nullen enthält, sie nach einem bekannten spiel benennen würde und zum upload freigeben würde ?
zum thema internetsicherheit würde ich anführen, dass sicherlich jeder nutzer auf ein hohes maß an sicherheit wert legt, dass jedoch aber selbst softwareriesen wie bspw. microsoft, die einen noch höheren bedarf an sicherheit haben dürften, schon oft genug ziel von hackern wurden. wie soll ich als einzelperson denn sicherstellen (sicherheit betrifft nicht nur das wlan), dass mich niemand hackt und meine online zugangsdaten herausfindet. dieser jemand (sofern beim gleichen anbieter wie ich) könnte sich dann mit meinen daten an seinem computer in meinem namen anmelden. die gespeicherte ip würde dann auf mich verweisen, OHNE dass ich wissentlich eingeloggt war. solange benutzer nicht die sturktur und funktion des betriebssystems und der software kennen, wie sollten sie denn dann ihren pc sicher machen? ferner werden andauernd sicherheitslücken in betriebssystemen gefunden, für die der anwender nunmal nichts kann, denn der pc läuft ohne betriebssystem nunmal nur recht eingeschränkt ^^. viele würden es nicht einmal merken, wenn jemand auf ihren pc zugreift. man könnte also sagen, dass sie mit ihrem pc nicht umgehen können. IRONIE: würde es eien führerschein für pc's geben, hätten ihn sicherlich nur sehr wenige leute, aber dann könnte man den lappen kassieren, wenn jemand mist baut. wer nicht autofahren kann, darf vom gesetz her ja auch nicht fahren ^^
spass bei seite und ein paar abschließende worte:
die provider sagen uns, dass wir für die sicherheit unserer pc's verantwortlich sind und das BKA fordert online-durchsuchungen vermeintlicher terroristen ... paradox, paradoxer, deutschland ...
so weit ...
@sionon zum thema verbreitung von fersehserien: http://www.internetrecht-...