John Woo presents Stranglehold
Quelle: PC Games
Schilder knallen aus den Halterungen, Leuchtreklamen fallen auf Gegner herab, Klimaanlagen sind urplötzlich tödliche Waffen, Gasflaschen explodieren und hinterlassen einen qualmenden Haufen Schutt - willkommen in der Welt des Action-Adventures John Woo presents Stranglehold!
Rund 15 Jahre ist es her, dass Hongkongs Kult-regisseur John Woo mit Hard Boiled (dt.) einen der bekanntesten Vertreter der sogenannten Heroic-Bloodshed-Filme schuf (Heroic Bloodshed: englisch für heldenhaftes Blutvergießen). Grundmerkmal der Gattung ist eine sentimentale Geschichte gepaart mit opernhaften Action-Sequenzen. Publisher Midway bringt die Quasi-Fortsetzung des Action-Films nun auf PC und Konsolen. Dass John Woo persönlich an dem Spiel mitwirkte, merkt man schnell: Kreisende Kamerafahrten, die symbolträchtigen weißen Tauben, der schneeweiße Anzug, den der Oberschurke beim Showdown trägt und eine Frau als Katalysator für die Handlung - das sind nur vier Beispiele der Woo‘schen Machart.
Quelle: PC Games
Den Protagonisten gibt natürlich wie im Film Inspektor Yuen; Lieblingsgetränk: Tequila - logisch, dass sein Spitzname daherrührt. Kennern des Films fallen direkt zu Beginn Parallelen auf: Der Tod eines Kollegen führt Inspektor Tequila in die Unterwelt, wo zwei Gangsterbosse regieren. Während der Ermittlungen erfährt er, dass die Tochter des einen, mit der unser Held in der Vergangenheit durchbrennen wollte, samt Kind entführt wurde. Von starken Gefühlen überwältigt, verspricht unser Mann, die Immer-noch-Angebetete zu befreien.
In der Rolle des Inspektors, den Sie aus der Verfolgerperspektive steuern, erhalten Sie Unterstützung von einem Undercover-Cop, der Ihnen Infos aus erster Hand liefert. Die Geschichte nimmt so manche Wendung: Verrat, unerwartete Verwandtschaften, Freunde und Feinde, die eine andere Rolle spielen als erwartet. Stranglehold lässt wie die Filmvorlage kaum etwas aus - auch kein Klischee. Der Genrekollege und direkte Konkurrent Max Payne 2 wartet dank des gebrochenen Helden und der Femme fatale Mona Sax mit mehr Tiefgang auf. Midways Action-Fest punktet dafür an anderer Stelle.
Ich finde Stranglehold sieht gut aus. Aber das ist mein persönlicher Geschmack. Technisch wäre sicherlich mehr möglich, gerade auf dem PC wo man vergleichsweise viel Speicher zur Verfügung hat.
Das man sowenig einstellen kann finde ich auch ärgerlich, sowas muss nicht sein, aber mal zum Spiel ansich.
Die Spielzeit ist wirklich sehr kurz, ähnlich wie beim aktuellen Medal of Honor. Das habe ich an einem Tag durchgespielt (war krank und Internet war kaputt).
Zwar waren diese paar Stunden wirklich intensiv, aber im Nachhinein waren es wirklich wenige Missionen. So auch bei Stranglehold, wobei es mir da noch negativer aufstieß, weil die Levels "langweiliger" sind. Man schießt sich durch ein paar Gassen und dann kommt ein großer Raum, der viel besser aussieht und viel "zerstörbarer" ist bei dem am Ende ein Endgegner kommt.
Die zweite Mission war noch am blödesten, langweilig und kaum zerstörbare Objekte, was meiner Meinung nach viel vom Spiel ausmacht. Der grafisch schöne Penthouse Level nervt mit seinem Laserschrott. Nach dem durchspielen hat man keine Lust nochmal neu zu spielen, viel mehr möchte man die drei - vier coolen Stellen nochmal spielen.
Im Endeffekt habe ich das Gefühl dass das Teehaus aus dem ersten Level das coolste ist. Das ist das von der E3 Präsentation. In mir keimt der Verdacht auf, dass dieses Level sehr aufwändig hergestellt und präsentiert wurde und die anderen dann drumherum "gebastelt" worden.
Noch was zur Diskussion mit dem Hi End Rechner. Wenn jemand fragt was man machen kann, weil Spiel XY ruckelt braucht man keine Kommentare ala "Weiß gar nicht was du hast, auf meiner Geforce 8800 Ultra SLI mit dem Core 2 Quad ruckelt nix." Ausser der inneren Befriedigung des Posters bringt das niemand was. genauso hier mit den Einstellungen. Es gibt halt auch Leute die wollen oder können nicht viel Geld für einen rechner ausgeben. Der grund ist auch völlig egal, es ist einfach blöd wenn man ein Spiel nicht spielen kann weil es ruckelt und man kaum möglichkeiten hat dagegen was zu tun. Ist ja auch schlecht für den Hersteller da er einen kleineren Kundenkreis anspricht. Ansonsten bin ich genau derselben Meinung wie Rabowke.
bye
Spinal