Die Skandinavier entdecken die Möglichkeiten: Neben einem Händchen für begehrtes Mobiliar beweisen die Nordmänner mal wieder, dass sie wissen, wie man Spieler glücklich macht. Zwar fällt das Strategiespiel World in Conflict nicht so revolutionär aus wie seinerzeit das ebenfalls von der Halbinsel stammende Battlefield im Shooter-Genre. Aber der von Massive Entertainment (Ground Control) entwickelte Titel ist nah dran - und setzt auf ähnliche Tugenden wie Battlefield: Es bietet rasante, überschaubare Gefechte und ist superschnell zu erlernen. Kurzum: Hier erwartet Sie unkomplizierter Bombastspielspaß, der - auf einem potenten Rechner installiert - obendrein garantiert die Kaumuskeln jedweden Betrachters lähmt.
1989 - der Kalte Krieg erfährt eine dramatische Wende: Die Berliner Mauer wackelt, die Tage der DDR sind gezählt. Die Sowjetunion reagiert prompt auf den drohenden Machtverlust: Russische Streitkräfte marschieren in Deutschland ein, der schwelende Konflikt der Ideologien tritt in die heiße Phase über. Wo die Rote Armee gerade so schön in den Westen expandiert, besetzen die Eindringlinge gleich noch weitere Teile Europas und schaffen zuletzt gar den Sprung in die USA - den vorhergesagten, alles vernichtenden nuklearen Horror-Schlagabtausch riskiert keine der Supermächte.
Vor diesem Hintergrund versetzt Sie World in Conflict aufs Schlachtfeld, eine bunte Palette von 21 Szenerien mit saftig-grünen Wiesen in Frankreich, eisbedeckten norwegischen Fjorden, staubigen Wüsten und Großstädten der USA. Dort bekommen die Spieler Kontrolle über damals aktuelles Kriegsgerät, Hubschrauber, Fußtruppen und Fahrzeuge. Lediglich Flugzeuge kontrollieren Sie nicht direkt und Schiffe sind nur Dekoration. World in Conflict bietet auch so Klasse in Masse, Seeschlachten wären immerhin noch eine Idee für ein mögliches Add-on.