Medal of Honor: Airborne
Quelle: www.pcgames.de
Die Momente vor dem Absprung zählen zu den dramatischsten im ganzen Spiel. Doch sind sie nur von kurzer Dauer, denn unten angekommen folgt wieder das Shooter-Einerlei.
Wenn der Abspann läuft, und das tut er schon nach rund sechs Stunden, dann sind da Namen, Namen, Namen. Allein die Qualitätssicherung zählt 100 Leute. Typisch Electronic Arts: Hinter der Produktion steht eine Armee, die Spiele so lange poliert, bis ihnen Kritiker nichts mehr großartig vorwerfen können. Airborne sieht hübsch aus wie Schmuck unter Schaufensterlicht, es spielt sich reibungslos, enthält Skripts von großem Bombast und kippt Musik aus, deren Komposition allein mehr gekostet haben muss als der Durchschnittsbürger im Jahr verdient. Bestimmt wird sich Airborne gut in den Charts machen, mit seiner geschniegelten Präsentation und dem ewig begehrten Thema des Zweiten Weltkriegs.
Doch unter kühlen marktwirtschaftlichen Berechnungen gehen regelmäßig Seelen verschütt. So fehlerlos dieser Shooter seine Genre-Vorgaben umsetzt, so maschinenartig wirkt er in Ausführung und Ablauf. Was neu ist, reißt mit - für ein paar Minuten, dann lässt der Blendeffekt nach. Zurück bleibt die Einöde des Bekannten. Wer sämtliche Shooter dieser Gattung konsumiert hat, der wird Holland, Deutschland, Frankreich und Italien schlafwandlerisch von all den Deutschen säubern, die, natürlich, auch hier von amerikanisch-einseitiger Prägung sind. Airborne malt das schablonenhafte Feindbild vom finsteren Nazi, einer rücksichtslos kämpfenden, Befehle grölenden, das R rollenden Bestie.
Ist sie nicht schön, die Umgebung? Airborne hat der Grafik wohl mehr Aufmerksamkeit gewidmet als dem Spielablauf.
Im letzten Drittel des Spiels steigt Rauch auf, hervor kommt, wie bei einem Popkonzert zum krönenden Abschluss, die Ausgeburt des Bösen: Ein Obernazi, aus dessen Gesicht wohl kalte blaue Augen unter ordentlich gekämmten Haarscheitel starrten, verdeckte nicht eine Gasmaske sein Antlitz. Der Vermummte schreitet selbst im Kreuzfeuer mehrerer Alliierter mit der gleichgültigen Langsamkeit einer Dampfwalze voran, und so viele Salven Sie auch auf seinen unheilvoll glänzenden SS-Mantel abgeben, er scheint sie wegzustecken. Am Ende bricht er doch zusammen, das Gute triumphiert, kollektives Aufatmen. Feierlich erklingt eine Hymne, keinem soll entgehen, welch erhabener Moment sich gerade abspielt.
Nur, das Gefühlsgedöns versucht so penetrant an allen Sinnesrezeptoren anzudocken, dass es Sensible mehr amüsieren als ergreifen wird. Niemals ginge Airborne als differenzierte Darstellung der Schrecken des Krieges durch, zu fest und verschlungen sprießen seine Wurzeln durch den Entertainment-Boden. Das ist okay und schade gleichermaßen. Schade, weil jeder Shooter dieser Sorte das Potenzial birgt, sein Publikum zu verstören, indem er den Wert des Lebens durch stille Szenen vermittelt. Okay, weil ein Spiel zur Daseinsberechtigung keinen filmischen und literarischen Anspruch braucht.

teilen ist der spiel zu kurz. MOHAA z.B. hat noch panzer missione oder als Spion, doch MOHA hört
beim Schießen auf. Doch das Spiel macht richtig spaß für seine Kurze dauer.
3 Monate wäre arg...
Naja Call of Duty 2 hat nun auch schon 2 Jahre aufm Puckel..
:-)
Wäre trotzdem nen Versuch wert...
Und lohnt sich dieser ?
Ich bin auf der Suche nach einem neuen Online Shooter, in einem für mich unverbrauchten Genre ( Bisher nur CS und Battlefield ).
Kann mir jemand ein paar Tips geben...
Danke
SSA
Und lohnt sich dieser ?
Ich bin auf der Suche nach einem neuen Online Shooter, in einem für mich unverbrauchten Genre ( Bisher nur CS und Battlefield ).
Kann mir jemand ein paar Tips geben...
Danke