Evil Days of Luckless John
Stillgestanden | Ein Eimer auf dem Kopf, ein Besen als – ja, als was eigentlich? Die Verkleidung würde auch keinen Blinden täuschen. Das Spiel lässt sie durchgehen, weil es sich nicht ernst nimmt. Gut so.
Da haben die Entwickler bei Cinemax und Centauri aber ein freches Spiel abgeliefert!
Evil Days of Luckless John ist ein schwarzhumoriger Genre-Mix, der gleichermaßen Hirn und Geschicklichkeit erfordert.
Es fängt an wie ein Adventure: John in einem Raum, die Mafia klopft energisch an verschlossene Türen. Wie fliehen? Die "Tab"-Taste blendet alle Hotspots ein, Geübte haben augenblicklich Geistesblitze. Bei wem es länger dauert, der muss sich auf Spott gefasst machen: John redet direkt in die Kamera, und sein Tonfall könnte Zartbesaitete zum Weinen bringen.
Ist der Ausbruch gelungen, beginnt eine Flucht durch enge Gassen; hier bedarf es eines halbwegs geübten Händchens im Lenken von Figuren bei wechselnder 3D-Perspektive. Später springt man über knapp bemessene Plattformen; das ist weniger lustig, weil abgedroschen und fitzelig in der Steuerung.
Geschlichen wird auch: Beim Ausbruch aus einem Gefängnis passt John die Wege Patrouillierender ab, um im richtigen Moment vorbeizutapsen. An den Schlüssel des Aufsehers gelangt, wer dessen Lieblingsteddy auf den elektrischen Stuhl platziert und den Hebel umlegt. Entschuldigen Sie, dass wir dieses Rätsel spoilern, aber der Einfall ist einfach so wunderbar fies!
Der dunkel gefärbte Humor, die ordentlichen Puzzles und die stimmige Optik heben Evil Days of Luckless John in überdurchschnittliche Spaßhöhen. Geniales jedoch fehlt und viele kleinere Problemchen erwecken den Anschein, dass die Politur ein paar Schrubber mehr hätte vertragen können. Der halbwegs vernünftige Preis von 30 Euro lässt einen hinsichtlich solcher Wehwehchen aber gnädig walten. Und Adventure-Spieler müssen bei den Action-Szenen halt die Zähne zusammenbeißen.
In letzter Zeit scheint die PcGames alle/die meisten Spiele viel härter zu bewerten, als wie noch im letzten Jahr.ich nehm an, dass dies an den viel kritierten tests liegt.
Was beeinträchtigt denn die "überdurchschnittlichen Spaßhöhen" so derart, dass sich diese nicht mal mehr ansatzweise an der Gesamtbewertung ablesen lassen? Sind es denn die "vielen kleineren Problemchen" oder eher die Action-Szenen?
Übrigens: in den allgemeinen Infos habt Ihr als Preis 30ct. angegeben - dafür nehm ichs! Bitte per Nachnahme senden an... ;) .
LG
Die 55er-Wertung erscheint nur subjektiv so niedrig; sie resultiert aus der Motivationskurve, die zwangsläufig Zahlen ausspuckt, die unter dem Durchschnitt des alten Wertungssystems liegen. Bedeutet: 55% heißen nicht, dass das Spiel größtenteils Krampf ist. Sie stehen schlicht für: überdurchschnittlichen Spielspaß. :)
Was beeinträchtigt denn die "überdurchschnittlichen Spaßhöhen" so derart, dass sich diese nicht mal mehr ansatzweise an der Gesamtbewertung ablesen lassen? Sind es denn die "vielen kleineren Problemchen" oder eher die Action-Szenen?
Übrigens: in den allgemeinen Infos habt Ihr als Preis 30ct. angegeben - dafür nehm ichs! Bitte per Nachnahme senden an... ;) .
LG