Die Ghosts sind wieder da. Knapp ein Jahr nach ihrem letzten Einsatz kehrt die amerikanische Spezialeinheit zurück. Sie schlüpfen abermals in die Rolle von Captain Scott Mitchell, dem Anführer des Teams, denn die Lage hat sich seit dem Ende von Ghost Recon Advanced Warfighter immer mehr zugespitzt. Ein Bürgerkrieg zwischen mexikanischen Loyalisten und Rebellen bedroht die US-amerikanische Grenze. Zudem befinden sich Atomwaffen in den Händen der Rebellen und rätselhafte Söldner greifen in das Geschehen ein. Dreh- und Angelpunkt ist diesmal nicht Mexiko-Stadt, sondern Ciudad Juárez. Die 1,3-Millionen-Stadt im Norden Mexikos ist durch vier Brücken mit El Paso (Texas, USA) verbunden. Als ein US-Helikopterpilot in die Gewalt der Rebellen gerät und die verdeckten Operationen der Ghosts aufzufliegen drohen, wird es eng für Sie und Ihre Männer.
Die Metropole Mexiko-Stadt hat Entwickler Grin, der schon für den ersten Teil verantwortlich zeichnete, gegen eine kleinere Stadt und etliche Einsatzorte in der Pampa eingetauscht - die Detailverliebtheit ist geblieben. Steinvasen zerbersten unter Beschuss genau wie Scheiben von Autos und Lastwagen. Die Physik-Engine berechnet die Scheiben so realistisch, dass Sie präzise hindurch auf Ihre Gegner schießen können. Die Straßenschluchten vermitteln zunächst das Gefühl, in einer wirklichen Stadt zu kämpfen, sogar Babyschreie sind zeitweise aus Häusern zu hören. Bis Sie bemerken, dass Passanten fehlen, die panisch in ihre Wohnungen flüchten, Deckung suchen oder beim ersten Schuss auseinanderrennen. Die Orte sind wie ausgestorben, wirken, als hätten die Rebellen die Atombombe schon gezündet - nur dass alle Gebäude noch stehen.
Zehn Einsätze lang kämpfen Sie sich in der Rolle von Scott Mitchell durch Nordmexiko. Die klischeehafte Story verknüpft alle Missionen. Innerhalb der Levels halten unerwartete Ereignisse die Spannung aufrecht, auch wenn manche Wendung unglaubwürdig erscheint. So retten Sie eine Journalistin, die Informationen darüber hat, wo sich der Anführer der Rebellen aufhält. Merkwürdiger Zufall ... Die nächste Mission spielt dann genau an diesem Ort, Ihr Ziel: Schalten Sie den Rebellenführer aus. Es kommt schnell das Gefühl auf, wirklich eine Rolle in einem globalen Konflikt zu spielen, statt nur von einem Einsatzort zum nächsten zu fliegen.
Am Spielprinzip hat sich nichts geändert. Zu Beginn jeder Mission bekommen Sie ein Briefing mit allen wichtigen Informationen. Auf einer Karte des Levels erkennen Sie wichtige Punkte und wählen Ihren Startpunkt, an dem Sie der Helikopter absetzt. In kurzen Videoeinspielungen erfahren Sie von Ihren Vorgesetzten und Kameraden, was Sie zu tun haben. Nachrichten im Stil von CNN zeigen, was sich seit Ihrem vergangenen Einsatz getan hat. Zu guter Letzt haben Sie die Möglichkeit, die Ausrüstung Ihrer Untergebenen zu verändern. Sie entscheiden frei, welchen Soldaten Sie in Ihrem Team haben möchten, etwa den Scharfschützen oder den Sprengstoffexperten. Die Tragkraft Ihrer Männer beschränkt die Wahl des Equipments. Die unterschiedlichen Waffen modifizieren Sie zusätzlich mit Schalldämpfern, Granatwerfern, Visieren und einem Extragriff für stabilisierteres Zielen, je nach Missionsziel. Dann geht es in die Schlacht.
Hier fallen die ersten Veränderungen auf. Den Anfang jedes Einsatzes, den Sie im ersten Teil noch aus der Ego-Perspektive im Helikopter erlebten, zeigt Ghost Recon Advanced Warfighter 2 nun als Zwischensequenz. Lediglich zwei Missionen starten wie gewohnt. Das "Mittendrin statt nur dabei"-Gefühl bleibt deshalb aus. Der Aufbau der taktischen Karte, auf der Sie Ihren Soldaten Befehle erteilen, haben die Entwickler ein wenig überarbeitet. Die Funktion bleibt beim Alten, die Knöpfe sind aber anders angeordnet. Die Karte stellt noch immer das wichtigste Werkzeug dar, um die Übersicht zu wahren und Ihre Jungs lebendig durch die Wirren des Bürgerkriegs zu steuern. Auf ihr erkunden Sie die direkte Umgebung, schicken Ihre Mannen einzeln oder als Team durch die Gegend und hetzen sie auf gegnerische Stellungen. Einsätze lassen sich damit Schritt für Schritt planen, denn erst wenn Sie die Freigabe erteilen, setzen die Ghosts die Anweisungen um.
Schneller und einfacher ist das Cross-Com. Sie wählen zuerst mit dem Mausrad, ob Sie einzelnen Teammitgliedern oder allen einen Befehl geben möchten. Dann klicken Sie die mittlere Maustaste - es erscheint ein Auswahlmenü. Befehle wie "Move" (Bewegen), "Cover that" (Beschützen) oder "Attack" (Angreifen) stehen nun zur Wahl. Haben Sie sich für einen Befehl entschieden, visieren Sie mit dem Fadenkreuz die Stelle an, wo er ausgeführt werden soll und klicken abermals die mittlere Maustaste. Zwar sind die taktischen Möglichkeiten eingeschränkt, in hektischen Phasen oder unter Beschuss ist das Cross-Com jedoch die einzige Chance, heil davonzukommen. Hin und wieder macht Ihnen aber die künstliche Intelligenz Ihrer Mannen einen Strich durch die Taktik-Rechnung. Sie bleiben an Hindernissen hängen, laufen gegen Wände oder finden den Weg nicht.
Der Heldentod ist in Ghost Recon Advanced Warfighter 2 nicht mehr so ärgerlich wie in Teil 1. Im Vorgänger speicherte das Spiel nur an bestimmten Punkten Ihren Fortschritt im Level ab. Fielen Sie oder einer Ihrer Männer, galt es, einen Teil des Einsatzes immer und immer wieder zu spielen, bis Sie die richtige Taktik raushatten. Dieser Kritikpunkt schraubte den Schwierigkeitsgrad unnötig in die Höhe. Nun haben Sie eine Quicksave-Funktion zur Verfügung, können jederzeit sichern; stehen Sie allerdings unter Beschuss, lässt das Spiel kein Abspeichern zu. Insgesamt ist Ghost Recon Advanced Warfighter 2 nicht mehr so hart wie der Vorgänger. Die ersten Missionen stellen für Taktik-Shooter-Veteranen keine Herausforderung dar, Ihre Teamkameraden benötigen Sie kaum.
Erst in den späteren Einsätzen ist die richtige Strategie unverzichtbar. So sollen Sie den Marktplatz von Juárez sichern, wo sich die Rebellen verschanzt haben; auch die Atomwaffen vermutet man dort. Sobald Sie in die Nähe des Platzes kommen, bricht die Hölle los. Die Rebellen reiben die mexikanische Unterstützung auf, Sie und Ihr Team stehen unter starkem Feuer. Als dann noch ein feindlicher Panzer die Straße entlangrollt, treten die Ghosts den Rückzug an. Auf der taktischen Karte erkundet Mitchell die Situation und flankiert mit seinen Männern die Rebellen. Ein Luftschlag und ein Mörsergeschütz unterstützen Sie. Auf diese Weise ist der Stahlkoloss schnell beseitigt und der Weg zum Marktplatz geebnet. Die Ghosts kämpfen sich langsam weiter nach vorn, bis ein weiterer Panzer aus dem Schatten eines großen Gebäudes auftaucht. Hastig hechten Sie zurück in Deckung und suchen auf der Karte den besten Weg, um das Kettenmonster zu umgehen. Immer mehr Rebellen nehmen Ihre Stellung derweil unter Dauerfeuer, es gibt keinen sicheren Weg in der Umgebung, als plötzlich ein Funkspruch eines verbündeten Tanks ertönt, der Sie unterstützt. Dieser steht fortan unter Ihrem Kommando, die Erstürmung des Platzes ist somit ein Kinderspiel ...
In einem anderen Level sollen die Ghosts einen Staudamm unter ihre Kontrolle bekommen, den die Rebellen vermeintlich sprengen wollen. Damit die Wassermassen die Bevölkerung im bedrohten Gebiet nicht wegspülen, lautet Ihr Auftrag, alle Terroristen auszuschalten. Bis zum Ende des Einsatzes bekommen Sie es mit Heckenschützen, Kampfhelikoptern und Dutzenden Söldnern zu tun, die Sie und Ihr Team unter Druck setzen. Preschen Sie ohne Methode los, endet die Aktion nach wenigen Metern. Nutzen Sie dagegen die taktische Karte, schicken Ihre Männer Schritt für Schritt nach vorn und lassen sie heikle Punkte abdecken, kommen Sie problemlos ans Ziel.
Es gibt zwei Vorgehensweisen: Assault und Recon. Im Assault-Modus rücken die Soldaten aggressiv vor. Treffen sie auf Gegner, nehmen sie diese direkt aufs Korn. Da die Rivalen nur auf Schüsse in der unmittelbaren Umgebung achten, ist dieser Modus in fast allen Missionen angebracht. Nur ein Einsatz ist darauf ausgelegt, dass Sie in den Recon-Modus wechseln: Sie schleichen in eine Hazienda, in der ein gefangen genommener Helikopterpilot ausharrt. Ihr Ziel ist es, den Piloten zu befreien und die Wrackteile eines US-Helis zu zerstören, damit nichts mehr auf einen Einsatz amerikanischer Truppen hinweist. Entdeckt man Sie, schlagen die Wachen Alarm und Verstärkungstruppen rücken an, die Ihnen das Leben zusätzlich schwermachen. Deshalb wechseln Sie in den Recon-Modus. In diesem gehen die Ghosts möglichst leise vor und feuern nur, wenn Sie entdeckt beziehungsweise selbst beschossen werden.
Technisch ist der Schritt nach vorn kaum zu spüren, grafisch hat sich die Jagd nach den Atomwaffen im Vergleich zum Vorgänger wenig verbessert. Die Charakter- und Waffenmodelle sind detailliert, Effekte wie Hitzeflimmern, Explosionen oder Überbeleuchtung sind auf gewohnt hohem Niveau. Laufen Sie etwa hinter einem Panzer her, sehen Sie die heiße Luft des Motors aufsteigen. Fliegen Fahrzeuge in die Luft, wirbelt die Wucht des Feuerballs die Wrackteile physikalisch korrekt durch die Gegend - Ageia-Physik-Engine sei Dank. Die künstliche Intelligenz ist durchwachsen. Widersacher eröffnen nicht das Feuer, Soldaten steigen nicht in Helikopter (Flugangst?), Panzer fahren nicht los. Ein Problem, mit dem bereits der Vorgänger zu kämpfen hatte.
Die Entwickler haben aus vielen der Fehler des ersten Teils gelernt: Der Schwierigkeitsgrad ist nicht mehr so knüppelhart und spricht deshalb eine größere Spielerzahl an, die Quicksave-Funktion erleichtert die Einsätze zusätzlich. Dadurch entfallen Momente, in denen man Missionsabschnitte immer und immer wieder spielen muss. Demgegenüber stehen aber noch Macken bei der künstlichen Intelligenz ... Das Spiel macht vor allem in den späteren Missionen Spaß und fordert gewiefte Taktiker heraus. Die Lernkurve ist niedrig, dank eingängiger Steuerung und kinderleicht zu bedienender Taktikkarte und Cross-Com. Lediglich die recht geringe Spielzeit trügt die actionreichen Einsätze in Mexiko. Bedauerlich für Kenner des ersten Teils: Die dort bereits spielbaren Anfangssequenzen der Einsätze im Helikopter fallen weg, was GRAW 2 viel an Atmosphäre nimmt.
Zitat: (Original von crackajack am 12.10.2007 16:11)
Zitat: (Original von lucdec am 12.10.2007 15:57)
Ich habe einen reingestellt, der wird aber nicht angezeigt, schöne Sch....
Ich habe das Problem SebTh per o-mail geschickt, vielleicht kann er (wohl erst nächste Woche, ist ja schon WE) was rausfinden.
Also, ich hab das jetzt mal kurz selbst ausprobiert und einen Lesertest zu GRAW 2 (Tom Clancy's Ghost Recon: Advanced Warfighter 2) eingestellt. Er wurde ohne Probleme veröffentlicht. Konnte also leider keinen Fehler finden
Ich habe gar nicht gesehen, dass es ne Antwort gab...^^
Also, das ganze war BEVOR die Seite umgestellt wurde.Ich wollte ihn später nochmal hochladen, das ging aber nicht da ich ja schon einen hochgeladen hatte, ich guck mal, ob ich ihn überhaupt noch hab.
Zitat: (Original von crackajack am 12.10.2007 16:11)
Zitat: (Original von lucdec am 12.10.2007 15:57)
Ich habe einen reingestellt, der wird aber nicht angezeigt, schöne Sch....
Ich habe das Problem SebTh per o-mail geschickt, vielleicht kann er (wohl erst nächste Woche, ist ja schon WE) was rausfinden.
Also, ich hab das jetzt mal kurz selbst ausprobiert und einen Lesertest zu GRAW 2 (Tom Clancy's Ghost Recon: Advanced Warfighter 2) eingestellt. Er wurde ohne Probleme veröffentlicht. Konnte also leider keinen Fehler finden