Tempo, Witz und jede Menge Action - Jack Keane ist ein Abenteuer, das diese Bezeichnung wirklich verdient. Manche Geschichten sind so trashig, dass es schwierig ist, sie verständlich wiederzugeben: Auf einer Insel im Indischen Ozean haust der verrückte Doktor T. mit seiner Armee dressierter Affen und Fleisch fressender Pflanzen. Sein Plan: die Welteroberung. Jack Keane, tollpatschiger Schiffskapitän und Abenteurer, soll den Irren stoppen. Ja, diese Geschichte ist Trash! Und zwar solcher, der für reichlich Spaß und Lacher sorgt - insofern man ihn gut erzählt. Eine Kunst, die Deck 13 ganz offensichtlich beherrscht.
Die Schöpfer von Ankh sorgen nämlich dafür, dass ihr jüngstes Werk nicht nur verrückt und witzig, sondern auch mitreißend wird. Davon hat uns bereits eine spielbare Version überzeugt. Schon im Intro begeistert das klassische Adventure mit ungeahntem Tempo: Zwei Ganoven schlagen auf Jack ein. Der befreit sich von seinen Fesseln, ein Handgemenge entsteht. Die Kamera jagt den Figuren hinterher, vollführt temporeiche Schwenks und erzeugt interessante Perspektiven - fast so gut wie in einem Film.
Generell ist die Inszenierung auf sehr hohem Niveau: Charaktere besitzen witzige Gesten und ein detailreiches Mimenspiel, die Umgebungen sind stimmungsvoll ausgeleuchtet und wunderbar farbenfroh. Dickes Lob gebührt auch den Profi-Sprechern: Die deutschen Synchronstimmen von Johnny Depp, Charlize Theron und Gary Oldman verleihen den Figuren unverwechselbaren Charme und machen die Dialoge zum Genuss. Ob das Spiel selbst Ankh übertrumpfen kann? Ja, insofern die Rätselqualität stimmt.