Interview: Table-Top gegen Computerspiel: Welche Warhammer-Versionen sind besser?
Stefan Müller
Auf der Role Play Convention nutzten wir die Gelegenheit und schnappten und zwei Warhammer-Table-Top-Spieler, um herauszufinden, wo die Unterschiede zwischen dem digitalen und analogen Spielen liegen und was besser ist:
Stefan Müller, Warhammer Fantasy-Spieler im Interview
PC Games: Demnächst erscheint Warhammer Online. Ist das für dich interessant?
Stefan Müller: "Ja, ich spiele bisher World of Warcraft: The Burning Crusade, doch da sind bereits gewisse ,Abnutzungserscheinungen‘ erkennbar. Was ich am Warhammer-Stand gesehen habe, war schon sehr interessant. Aller Voraussicht nach gebe ich dem Spiel eine Chance, wenn es auf den Markt kommt."
PC Games: Warum gefällt dir als Warhammer-Fan das Online-Rollenspiel?
Stefan Müller: "Wegen des Hintergrunds. Man kennt die Figuren und die Hintergrundgeschichte der Protagonisten des Spiels, das macht einfach den Reiz daran aus. Vorrangig aber auch, dass der Fokus des Spiels wohl auf PvP liegt und World of Warcraft im Vergleich mehr auf PvE setzt."
PC Games: PvP ist für dich also wichtiger?
Stefan Müller: "Ja eigentlich schon. Man kann ja unglaublich viel Zeit mit diesen Spielen verbringen, aber ich denke, bei PvP muss man nicht ganz so viel Zeit investieren und hat schneller Erfolge."
PC Games: Es gab ja nun schon einige Echtzeit-Strategietitel im Warhammer-Universum ...
Stefan Müller: "... die ja alle nicht besonders gelungen sind."
PC Games: Was hat dich an ihnen besonders gestört?
Stefan Müller: "Es kommt dem Table-Top einfach nicht gleich. Das Table-Top ist rundenbasiert, die Spiele waren aber alle in Echtzeit. Das ist nicht das Gleiche. Außerdem besteht das Hobby natürlich auch aus dem Bemalen der Figuren und dem Basteln. Es ist nicht nur das Spielen an sich. Das fällt bei einem Computerspiel komplett weg. Der Hintergrund spielt eine große Rolle, aber die Spiele wurden dem nicht gerecht. Außerdem waren sie teilweise technisch nicht gut umgesetzt. Es war einfach nicht vergleichbar mit dem eigentlichen Spiel. Ich bleibe da lieber beim klassischen Brettspiel, das ist interessanter. Außerdem kommt man so mit seinen Mitspielern direkt zusammen."
PC Games: Was hältst du von einem Brettspiel als direkte PC-Umsetzung?
Stefan Müller: "Das würde nicht funktionieren, es wäre ein Spartenprodukt. Denn obwohl es sehr viele Menschen gibt, die solche Brettspiele mögen, hat es schon seit Jahren keine Umsetzung mehr gegeben, die ein Publikumserfolg war. Das hätte, glaube ich, keinen Sinn."
PC Games: Rundenstrategie gehört also auf den Tisch und nicht auf den Monitor?
Stefan Müller: "Ja, das kann man leider so sagen. Es gibt, glaube ich, keinen Markt dafür, es würde nur ein Nischenprodukt sein."
Rainer Breitsprecher, Warhammer 40k-Spieler im Interview

Stefan Müller: "Ja, das kann man leider so sagen. Es gibt, glaube ich, keinen Markt dafür, es würde nur ein Nischenprodukt sein."
Rundenstrategie lebt und funktioniert - und findet viele begeisterte Fans.
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