Spiel, Satz und Sieg?
Wenn Sie das erste Mal den World Tour Mode betreten, erstellen Sie einen eigenen Charakter, der auf Platz 300 der Weltrangliste startet. Die Charaktererstellung orientiert sich an den Spiel-Standards: Sie wählen Frisur, Gewicht, Größe und Kleidung für den angehenden Tennisstar und verpassen ihm ein individuelles Aussehen. Ist Ihr Mann respektive Ihre Frau bereit fürs Training, geht es auf den Globus, der das Menü darstellt. Dort bestimmen Sie Ihren Heimatort und schon beginnen die Leibesübungen. Zwischendurch lädt man Sie zu Turnieren ein. Dabei müssen Sie auf die Fitness achten, denn Ihr Schützling ist nur dann topfit, wenn er zwischendurch auch zu Hause ausspannen kann oder Sie ihm mal drei Wochen Urlaub gönnen. Mit jeder Trainingseinheit, mit jedem Match steigt der angehende Profi eine Stufe auf und erlernt dabei die Beinarbeit sowie die Vor- und Rückhandtechniken. Je besser er wird, desto größer die Chance auf den Sieg. Dieser ist jedoch generell nicht schwer zu erreichen, denn die KI agiert zwar solide, ist aber keine beinharte Herausforderung.
Grafisch top! Spielerisch auch?
Spielerisch ist Virtua Tennis 3 für Profis und Leute, die bereits die Vorgänger in- und auswendig kennen, nicht der große Hit. Es fehlt an großen Neuerungen und die paar kleinen erschöpfen sich fast ausschließlich in der aufpolierten Grafik, die sich allerdings sehen lassen kann. Sie erkennen jedes Ass, sei es Andy Roddick oder Maria Sharapova, sofort am Aussehen. Die teils frischen, teils bekannten Minispiele lockern auf. So versuchen Sie sich mit überdimensionalen Tennisbällen im Kegeln oder Curling, während es in anderen Trainingseinheiten eher um Präzision geht. Da empfiehlt sich ganz klar ein Gamepad, denn die Tastatursteuerung ist viel zu ungenau, um vor allem in Mehrspielerduellen zu bestehen. Auch spielerisch muss sich der Titel Kritik gefallen lassen. Fast jeder Mensch hat den Wunsch zu fliegen, bei den Akteuren in Virtua Tennis 3 ist es jedoch schon eine Manie. Sie lassen keine Chance aus, sich in den roten Sand zu werfen, um an einen Ball zu gelangen, selbst wenn der locker aus dem Stand zu erreichen wäre. Das stört den Spielfluss - liegt Ihr Protagonist am Boden, hat der Gegner die Chance, mit einem gut platzierten Schmetterball das Match für sich zu entscheiden. Der Einzelspielermodus macht eine Weile Spaß, nach spätestens zehn Stunden kommt allerdings Langeweile auf. Greifen Sie zum Mehrspielermodus und fordern Sie Freunde heraus. Das bringt noch mal ein paar unterhaltsame Stunden.

Und VT3 hat zwar nen paar Schwächen gegenüber TS2 (vor allem der bedeutend langweiligere Karrieremodus), aber da hätte ich eher die 79 verteilt ^^
Ich kann mich daran erinnern, als Virtua Tennis 1 rauskam, und in der PC GAMES getestet wurde, war gerade das ein großer Pluspunkt.
Da wurde gesagt, dass es endlich einfach ist Tennis zu spielen ohne sich die Finger zu verknoten... usw...
P.S.: Stimmt das eigentlich, dass man, wenn man zu zweit an einem Rechner zocken will, auch zwei Gamepads braucht und das nicht so geht: einer Tastatur, einer Gamepad??
Ich kann mich daran erinnern, als Virtua Tennis 1 rauskam, und in der PC GAMES getestet wurde, war gerade das ein großer Pluspunkt.
Da wurde gesagt, dass es endlich einfach ist Tennis zu spielen ohne sich die Finger zu verknoten... usw...
Simulation hin oder her, eine solche ist das Spiel doch noch nie gewesen.
Zumal ich den ersten Teil auf sonnem Arcade- Daddelkasten in ner Spielhalle gezockt habe und hinterher dann auf PC hat es uns (besonders im Doppel) so manche Strategiespielpausen auf LAN Partys versüßt.