Europa Universalis 3
Gegenüber Mitspielern haben Sie verschiedene Diplomatie-Optionen.
Sie finden Supreme Commander lächerlich einfach? Als die anderen Kinder das aufrechte Gehen lernten, brachten Sie sich selbst Risiko und Schach bei? Gratulation: Europa Universalis 3 ist Ihr Spiel!
Im jüngsten Strategie-Streich von Paradox Interactive lenken Sie die Geschichte einer aus 1.700 Regionen frei wählbaren Provinz. Sie kümmern sich wie in Civilization um Regierungsformen, Handelseinstellungen, Diplomatie, Steuereinnahmen und Religionen. Für jeden dieser Bereiche gibt es eigene Menüs mit Reitern, Reglern und Buttons. Die Fülle der Einstellungsmöglichkeiten dürfte selbst gestandenen Steuerprüfern ein Raunen entlocken - und Teilzeit-Strategen bei jedem Mausklick schweißgetrieben bangen lassen, ob nicht noch weitere Menüs mit Reglern und Einstellungen aufpoppen.
Das textlastige Tutorial hilft nur wenig beim Einstieg. Trotz der neuen 3D-Engine besitzt Europa Universalis 3 eher den optischen Charme eines Brettspiels, ist aber musikalisch ansprechend unterlegt. Einsteiger sollten sich lieber an Medieval 2: Total War versuchen. Profis hingegen freuen sich über die vielen Features: von Kolonisten, Beratern, Missionaren über eine von verschiedenen Faktoren abhängigen Stimmung der Bevölkerung bis hin zu lokalen Wirtschaftsmonopolen.
Im Gegensatz zum Vorgänger simuliert die Engine vom Startpunkt an die Geschichte selbst, statt zwanghaft historische Ereignisse zu integrieren. Bemerkenswert: fast alle Spiel-Daten von Europa Universalis 3 lassen sich einfach anpassen - so können Fans etwa verschiedene Szenarien austauschen.

man mit jedem Gegner ein wenig anders umgehen muss, um für sein Reich das beste rauszuholen. Es ist die Vielfalt an Möglichkeiten die das Spiel interessant macht. So kann man von einem unbedeutenden Kleinstaat zur Grossmacht wachsen, was in vielen vergleichbaren Strategiespielen schlicht unmöglich ist.