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12.01.2007 13:52 Uhr

Warnt vor den Auswirkungen der CSU Pläne

Es folgt die offizielle Pressemitteilung der G.A.M.E. e.V.:

Vor dem Hintergrund der aktuellen bayerischen Bundesratsinitiative zur Verschärfung des Jugendschutzgesetzes warnt G.A.M.E., Bundesverband der Entwickler von Computerspielen e.V., vor den weit reichenden, gesellschaftlichen und kulturellen Konsequenzen, die das darin geforderte Verbot von "Killerspielen" in Deutschland haben würde. G.A.M.E. begrüßt zwar, dass offenbar selbst die bayerische Staatsregierung es aufgegeben hat, für ein Produktionsverbot einzutreten, denn damit wären letztlich hoch spezialisierte Arbeitsplätze im Schnittbereich von Technologie und Kultur in Deutschland unnötig gefährdet worden.

Doch die gesellschaftliche Auswirkung eines Verbotes von bestimmten, immer noch nicht genau definierten Computerspielen für Erwachsene, könne jedoch sowohl kulturell als auch gesellschaftlich massive, negative Auswirkungen haben.

Die meisten jungen Menschen wissen, dass ein Verbot von Killerspielen in Deutschland unnötig, unsinnig und ausschließlich politisch motiviert ist. Die latente Kriminalisierung von Computerspielern durch die Begrifflichkeit "Killerspiele", führt bereits jetzt zu einer enormen Politikverdrossenheit unter Jugendlichen.

Stephan Reichart, Geschäftsführer von G.A.M.E: "Die CSU ist sich offensichtlich nicht darüber im Klaren, dass sie hier auf Jahrzehnte hinaus Millionen von Wählerstimmen verliert, da Computerspieler ganz genau wissen, dass die Behauptungen dieser Politiker und Wissenschaftler schlichtweg nicht stimmen und Computerspiele keinesfalls aus Spielern "Killer" machen.

Wer solch ein "Verbot" fordert - selbst wenn es statistisch gesehen, nur auf maximal 3% aller im Markt befindlichen Spiele zutreffen könnte - greift meiner Ansicht nach zudem massiv in das Recht der Erwachsenen auf Kultur ein. Hier wird von der CSU einseitig ein Medium angegriffen, das sich längst auf kultureller Augenhöhe mit dem Film, der Musik und der Literatur befindet. Wenn wir dieses Verbot akzeptieren, was wird als nächstes gefordert? Konsequenterweise wären die nächsten Schritte ein Verbot von Literatur oder Filmen, die kontrovers Gewalt als Stilmittel einsetzen, wie "Der freie Wille" (Preisträger der Berlinale 2006)"
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24 Kommentarezum Artikel

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gamerschwein - 13.01.2007 22:15
Zitat: (Original von axelschweiss am 13.01.2007 16:18)
Zitat: (Original von Huehnermann am 13.01.2007 01:16)
nicht verstehe, warum irgendjemand außer polizisten oder berufssoldaten überhaupt eine waffe zuhause haben sollte,

Es gab genug (US) Soldaten die, nachdem sie vom Kriegsgebiet zurückgekommen sind, ihre Familie erschossen haben (kam sogar vor paar Jahren öfters in den Nachrichten)

Zitat: (Original von Huehnermann am 13.01.2007 01:16)
ist es doch unmöglich, daß gerätschaften, die zu keinem anderen zweck erfunden wurden als menschen zu töten,

Du kannst auch mit Messern jemanden töten. Warum werden Küchenmesser nicht verboten?
Auch die Faust kann gefährlich sein, wenn du auf irgendwelchen Leuten eindräscht und ihn dadurch umbringst..... warum hacken wir nicht jedem die Hand ab?

Zitat: (Original von Huehnermann am 13.01.2007 01:16)
ohne irgendeine einschränkung für jeden zu kaufen sind. das zeug ist so frei verfügbar, wie schnaps und anscheinend darf man es sogar bewerben, sodaß diese dinger nichtmal mit indiziert verglichen werden können.

Wenn du vollgetrunken Autofährst und dann in eine Menschenmasse rast oder von der Spur abkommst (was im Jahr häufig vorkommt) gibts auch viele tote. Warum werden Autos nicht verboten? Warum wird Alkohol nicht verboten?

Zitat: (Original von Huehnermann am 13.01.2007 01:16)
dabei behaupte ich einfach mal, so ein ding ist ein klein wenig gefährlicher als quake.

Waffen bringen niemanden um. Es sind die Menschen oder töten Killerspiele auch Menschen?

Zitat: (Original von Huehnermann am 13.01.2007 01:16)
wenn wir uns schon alles einfach machen wollen, warum wird dann nicht erstmal privater erwerb und besitz von schußwaffen aller art verboten? keine waffe - kein schuß - keine toten. klingt für mich irgendwie nicht soweit hergeholt wie "keine spiele mehr - keine jugendgewalt mehr".

Wenn ich jemanden mit meinem PC erschlage, diente der PC mir als Waffe. Wenn ich jemandem eine Flasche auf den Kopf schlage, dann diente die Flasche als Waffe, wenn ich jemandem meinen Wecker hinterherwerfe und er wird (tödlich) verletzt, diente mein Wecker als Waffen. Wenn ich jemandem meine PC Spiele an den Kopf werfe, waren es die Killerspiele  

*zustimm*
Huehnermann , du lässt dich mit deinem Post auf das selbe populistische Niveau besagter CSU Poltikier herab.
Nehmen wir Australien:
Dort wurde Waffen verboten , und was ist passiert? Binen weniger Jahre stieg die Mordrate mit Schusswaffen um über 75%! Mit einem Gesetz kannst du immer nur einen rechtschaffenden Bürger erreichen , aber keinen Verbrecher der mit einer illegalen Waffe tötet was immerhin über 90% der bei Morden eingesetzten Schusswaffen sind.
http://www.fwr.de/waffrin...
Shadow0815-2 - 13.01.2007 21:23
Zitat: (Original von Huehnermann am 13.01.2007 01:16)
nicht verstehe, warum irgendjemand außer polizisten oder berufssoldaten überhaupt eine waffe zuhause haben sollte,
Zitat: (Original von axelschweiss am 13.01.2007 16:18)
Es gab genug (US) Soldaten die, nachdem sie vom Kriegsgebiet zurückgekommen sind, ihre Familie erschossen haben (kam sogar vor paar Jahren öfters in den Nachrichten)

Warum machten die das? Die Gründe würden mich interessieren. Oder ist es nach der Art: "Stell dir vor der Krieg ist zu Ende und du hast das vergessen?"
Naja, nach nem Krieg hat man ne niedrige Hemmschwelle zum töten. Aber man bräuchte trozdem noch nen Grund das zu tun.
Wahrscheinlich weil man beim Erlebten im Krieg voll Psycho wird. Aber warum gerad die eigene Familie?
Weil die immer in der Nähe des Psycho sind und somit eine höhere Wahrscheinlichkeit haben, "drann zu kommen"?



Zitat: (Original von Huehnermann am 13.01.2007 01:16)
ist es doch unmöglich, daß gerätschaften, die zu keinem anderen zweck erfunden wurden als menschen zu töten,
Zitat: (Original von axelschweiss am 13.01.2007 16:18)
Du kannst auch mit Messern jemanden töten. Warum werden Küchenmesser nicht verboten?
Auch die Faust kann gefährlich sein, wenn du auf irgendwelchen Leuten eindräscht und ihn dadurch umbringst..... warum hacken wir nicht jedem die Hand ab?

Es ist einfacher einen Amokläufer mit einem Messer aufzuhalten als mit einer Schusswaffe, es sei denn die Opfer sind zur Tatzeit gleichbewaffnet was wohl eher nicht der Fall ist. Aber 3 Tötungen durch Messer oder 30 mit Maschinengewehr, iss ja egal...



Zitat: (Original von Huehnermann am 13.01.2007 01:16)
ohne irgendeine einschränkung für jeden zu kaufen sind. das zeug ist so frei verfügbar, wie schnaps und anscheinend darf man es sogar bewerben, sodaß diese dinger nichtmal mit indiziert verglichen werden können.
Zitat: (Original von axelschweiss am 13.01.2007 16:18)
Wenn du vollgetrunken Autofährst und dann in eine Menschenmasse rast oder von der Spur abkommst (was im Jahr häufig vorkommt) gibts auch viele tote. Warum werden Autos nicht verboten? Warum wird Alkohol nicht verboten?

Autos wurden nicht zum Töten konstruiert sondern eher als Transportmittel und Alkohol hält das Volk bei Laune.
Ich wäre auch böse wenn ich nicht mal bei einer besonderen Gelegenheit ein bisschen tiefer ins Glas gucken dürfte...



Zitat: (Original von Huehnermann am 13.01.2007 01:16)
dabei behaupte ich einfach mal, so ein ding ist ein klein wenig gefährlicher als quake.
Zitat: (Original von axelschweiss am 13.01.2007 16:18)
Waffen bringen niemanden um. Es sind die Menschen oder töten Killerspiele auch Menschen?

Die Antwort passt nicht zum Kontext des Zitierten. Wenn ich z.B. sage Hochspannung ist gefährlich impliziere ich auch nicht dass diese selbsttätig Menschen tötet. (Naturgewalt wie Gewitter mal ausgenommen)
Dennoch hab ich mir wieder gedacht, dass dieses tolle Beispiel "Waffen töten keine...." kommt. Die Aussage "Waffen töten Menschen" sollte man eher umformulieren zu "es ist leichter mit extra zum töten geschaffenen Waffen Menschen zu töten als ohne bzw. man kann viel mehr unbewaffnete Menschen (oder aus dem Hinterhalt) mit einer Waffe töten bevor man gestoppt wird" - ist aber zu lang, deshalb die dramaturgisch verküzte Fassung...
(*)Andererseits würde ich mich auch nicht unbedingt wohl fühlen, wenn die alleinige Waffengewalt nur beim sich ausschließlich um das Wohl des Volkes bemühtem Staate liegen würde. "Bauern mit Mißtgabeln müpfen gegen den Staat auf - würde wohl nie passieren weil man die eigenen Schwächen und Folgen ohne "vernünftige" Bewaffnung kennt..."



Zitat: (Original von Huehnermann am 13.01.2007 01:16)
wenn wir uns schon alles einfach machen wollen, warum wird dann nicht erstmal privater erwerb und besitz von schußwaffen aller art verboten? keine waffe - kein schuß - keine toten. klingt für mich irgendwie nicht soweit hergeholt wie "keine spiele mehr - keine jugendgewalt mehr".
Zitat: (Original von axelschweiss am 13.01.2007 16:18)
Wenn ich jemanden mit meinem PC erschlage, diente der PC mir als Waffe. Wenn ich jemandem eine Flasche auf den Kopf schlage, dann diente die Flasche als Waffe, wenn ich jemandem meinen Wecker hinterherwerfe und er wird (tödlich) verletzt, diente mein Wecker als Waffen. Wenn ich jemandem meine PC Spiele an den Kopf werfe, waren es die Killerspiele  

Siehe (*)
Und wenn ich jemanden mit ner Kaffeekanne erschlage war der Koffein und somit Kaffee Schuld ^.^
axelschweiss - 13.01.2007 16:18
Zitat: (Original von Huehnermann am 13.01.2007 01:16)
nicht verstehe, warum irgendjemand außer polizisten oder berufssoldaten überhaupt eine waffe zuhause haben sollte,

Es gab genug (US) Soldaten die, nachdem sie vom Kriegsgebiet zurückgekommen sind, ihre Familie erschossen haben (kam sogar vor paar Jahren öfters in den Nachrichten)

Zitat: (Original von Huehnermann am 13.01.2007 01:16)
ist es doch unmöglich, daß gerätschaften, die zu keinem anderen zweck erfunden wurden als menschen zu töten,

Du kannst auch mit Messern jemanden töten. Warum werden Küchenmesser nicht verboten?
Auch die Faust kann gefährlich sein, wenn du auf irgendwelchen Leuten eindräscht und ihn dadurch umbringst..... warum hacken wir nicht jedem die Hand ab?

Zitat: (Original von Huehnermann am 13.01.2007 01:16)
ohne irgendeine einschränkung für jeden zu kaufen sind. das zeug ist so frei verfügbar, wie schnaps und anscheinend darf man es sogar bewerben, sodaß diese dinger nichtmal mit indiziert verglichen werden können.

Wenn du vollgetrunken Autofährst und dann in eine Menschenmasse rast oder von der Spur abkommst (was im Jahr häufig vorkommt) gibts auch viele tote. Warum werden Autos nicht verboten? Warum wird Alkohol nicht verboten?

Zitat: (Original von Huehnermann am 13.01.2007 01:16)
dabei behaupte ich einfach mal, so ein ding ist ein klein wenig gefährlicher als quake.

Waffen bringen niemanden um. Es sind die Menschen oder töten Killerspiele auch Menschen?

Zitat: (Original von Huehnermann am 13.01.2007 01:16)
wenn wir uns schon alles einfach machen wollen, warum wird dann nicht erstmal privater erwerb und besitz von schußwaffen aller art verboten? keine waffe - kein schuß - keine toten. klingt für mich irgendwie nicht soweit hergeholt wie "keine spiele mehr - keine jugendgewalt mehr".

Wenn ich jemanden mit meinem PC erschlage, diente der PC mir als Waffe. Wenn ich jemandem eine Flasche auf den Kopf schlage, dann diente die Flasche als Waffe, wenn ich jemandem meinen Wecker hinterherwerfe und er wird (tödlich) verletzt, diente mein Wecker als Waffen. Wenn ich jemandem meine PC Spiele an den Kopf werfe, waren es die Killerspiele  
Huehnermann - 13.01.2007 01:16
vor allem, daß von all den besorgten noch niemand, aber wirklich niemand mal die situation im waffenrecht angesprochen hat. die verantwortung von gesellschaft, das außenseitertum, versagen und das alles haben wir ja schon festgestellt, daß das in der diskussion ausgeblendet wird.

aber eine ganz einfache sache haben die schnellschützen schön übersehen: praktisch jeder amoklauf wurde ja mit schußwaffen durchgeführt. mit waffen, die ganz normal und legal in der umgebung der täter oder bei ihnen selbst vorhanden waren. bad reichenhall? der vater hatte welche vom schützenklub zuhause. erfurt? steinhäuser ist extra mit dem ziel in den schützenverein. emsdetten? die vorderlader kann jeder (!!!), der ü18 ist kaufen. da stimmt doch was nicht. mal abgesehen davon, daß ich auch bei schützenvereinen nicht verstehe, warum irgendjemand außer polizisten oder berufssoldaten überhaupt eine waffe zuhause haben sollte, ist es doch unmöglich, daß gerätschaften, die zu keinem anderen zweck erfunden wurden als menschen zu töten, ohne irgendeine einschränkung für jeden zu kaufen sind. das zeug ist so frei verfügbar, wie schnaps und anscheinend darf man es sogar bewerben, sodaß diese dinger nichtmal mit indiziert verglichen werden können. dabei behaupte ich einfach mal, so ein ding ist ein klein wenig gefährlicher als quake.

wenn wir uns schon alles einfach machen wollen, warum wird dann nicht erstmal privater erwerb und besitz von schußwaffen aller art verboten? keine waffe - kein schuß - keine toten. klingt für mich irgendwie nicht soweit hergeholt wie "keine spiele mehr - keine jugendgewalt mehr". wobei ja jeder, der mal die kriminalstatistiken gesehen hat weiß, daß es keinen zuwachs an gewalt gibt, ebensowenig wie einen werteverfall, der ja auch im zusammenhang mit videospielen auch gerne genannt wird. das sind beides gefühlte phänomene.

und nur am rande, weil ich es schon immer mal loswerden wollte: ich finde es zeugt auch nicht gerade von kultur abgeschlagene köpfe von jesus, buddha mohammed usw. auf einer opernbühne zu zeigen. viele politiker haben aber geschrien das müsse man zeigen, weil sich eine freie gesellschaft dadurch definiere, daß man auch mal etwas zu sehen bekommt, was man selbst nicht mag, aber daß man in unserer kultur gefälligst akzeptieren solle, daß es soetwas gibt. wer mir jetzt erklärt, warum gezeigte abgehauene köpfe in der oper kultur sind und auf dem bildschrim verwahrlosung bekommt einen gutenachtkuß.
MeisterP - 13.01.2007 00:14
Was mich wirklich wundert ist, dass noch niemand von einer Endlösung für das Problem der Agressivität von Kindern gesprochen hat.. Einfach alle unter 30 die aggressiv geworden sind oder agressive Spiele/Videos/Musik konsumiert haben, oder in den letzten drei Generationen jemanden in der Familie hatten der obiges getan hat, werden in freundliche friedliche Lager geführt, in denen sie unter dem Slogan "Arbeit macht friedlich" sozial wichtige und kompetente Arbeiten verrichten, bis sie eines Tages in ein mit leiser Panflötenmusik ausgestattetes Badezimmer gebracht, in dem sie dann durch leise herabrieselnde Betäubungsmittel dieser Welt für immer entschweben. Und da es in Deutschland niemanden gibt, der nicht unter diese Kriterien fällt hat sich somit das deutsche Volk eigenständig ausgerottet und das Problem hat sich erledigt.

Überzogen? vielleicht .... aber genauso überzogen wie die Behauptung, dass Gewaltinhalte allein für psychologische Störungen verantwortlich sein sollen. Wohl eher ist die Sensibilität gegenüber solchen Inhalten umso größer, umso geringer soziale Kompetenzen und emotionales Gleichgewicht ausgeprägt sind. Nur kann man dafür leider nicht in die Vorurteilskiste greifen. Das gab es alles schon. Faule Lehrer, das Fernsehen, Rabeneltern, Rockmusik, Hippies, Punks, Funkwellen, Strahlung, Kommunismus oder einfach Abstammung. Es bleibt nicht mehr viel übrig... da war es doch klar, dass der Skimaske tragende Bock. der Computerspiele als nächtes zum Altar geführt wird um für den Gott des Populismus geopfert zu werden. Mehr ist das nicht, hier wird durch Meinungsmache versucht von grundlegenden Fehlern in der Familien- und Bildungspolitik abzulenken. Einerseits hängt es viel zu sehr vom Einkommen ab, ob es in der Familie Zeit gibt um soziale Kompetenz zu erlernen, und andererseits waren sämtliche angeblich von "Killerspielen" gezeugte Täter rein zufälliger Weise auch der "Ausschuss" des aktuellen Schulsystems. Wäre es nicht besser Jugendlichen beizubringen zu differenzieren, und sie dann entscheiden zu lassen inwiefern sie mit Gewalt in Kontakt kommen. Natürlich sind Kinder und Jugendliche in manchen Altersbereichen nicht für diese Differenzierung zwischen Virtualität, Realität und den Mischbereichen der Beiden in der Lage, doch inwiefern ein Verbot das Verständnis der Gewaltanwendung verbessern soll, und nicht etwa Familie oder Bildung, das erschliesst sich mir leider nicht.
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small button News - 01.24 Uhr - Freitag 29.02.2008

Bundesverband G.A.M.E. mahnt zur Vorsicht hinsichtlich der GAMESCom in Köln

[IMG=783096]Der Bundesverband der Entwickler von Computerspielen G.A.M.E. äußerte sich nun in einer Pressemitteilung zur GAMESCom. Erst Anfang der Woche [url=http://www.pcgames.de/?article_id=633538]entschied sich der BIU für den Standort Köln[/url] als Austragungsort der GAMESCom, der neuen Games-Messe, die als Ersatz für die Games Convention im Jahr 2009 stattfinden soll. [br][br]Die Pressemitteilung von G.A.M.E.: [br][br]"Es ist kein Geheimnis, G.A.M.E. wäre gerne auch nach 2008 in Leipzig geblieben. Für uns und unsere Mitglieder ist der Standort Leipzig und unsere dort jährlich stattfindende Branchenmesse GC der Höhepunkt eines jeden Messejahres und ein guter Messestandort. [br][br]Die GC war in der Vergangenheit "unsere" Messe, die sich in den letzten sechs Jahren hervorragend entwickelt hat und der wir und unsere Mitglieder Jahr für Jahr begeistert entgegen gesehen haben. Die GC hat nicht zuletzt auch die wachsende Bedeutung und Entwicklung unseres Verbandes miterlebt: Waren wir dort 2004 erstmals mit knapp 100m² vertreten, wird der Gemeinschaftsstand von G.A.M.E. in 2008 bereits über 800m² groß sein und wir werden in Leipzig mit über 70 Mitgliedsunternehmen, verschiedenen Landesständen sowie fast einem Dutzend Nachwuchsentwicklern vertreten sein. Dies ist nicht zuletzt auch durch die tolle Unterstützung der Leipziger Messe und des engagierten Teams dort möglich. [br][br]Das sich der BIU - dessen Mitglieder nach Informationen der Leipziger Messe ca. 30% der Ausstellungsfläche in 2007 gebucht hatten - nun dafür entschieden hat, eine neue Branchenmesse in Köln zu etablieren, stellt uns, unsere Mitglieder und auch unsere Branche vor vollendete Tatsachen und diese sorgen nicht überall für Begeisterung. [br][br]Natürlich haben wir alle mitbekommen, dass es eine Standortdiskussion gab. [br][br]Aber durch Gespräche während der letzten Wochen wissen wir auch, dass viele Unternehmen in die Meinungsbildung zum Messeumzug nicht einbezogen wurden und dies sorgt vielerorts für deutliche Verstimmungen. Diese Kritik muss sich der BIU m. E. zu Recht gefallen lassen. [br][br]Wichtig ist nun, dass vor allem die inhaltlichen Punkte, die letztlich trotz der hervorragenden Arbeit der Leipziger zur Entscheidung gegen Leipzig und für Köln geführt haben, im Detail transparent gemacht werden. [br][br]Denn sicherlich bietet Köln, gerade mit Blick auf eine internationale Leitmesse, Vorteile gegenüber Leipzig, trotzdem darf dabei nicht das vergessen werden, was Leipzig erfolgreich gemacht hat: Ein engagiertes Team. Ein sehr gutes Umfeld. Eine lebendige Ausstellerszene. Eine Stadt und eine Region, die komplett im Zeichen der GC stand... [br][br]Werfen wir einen Blick auf die Zeit nach der GC 2008: [br][br]Eine Branchenmesse ohne Nintendo, Microsoft, EA und die anderen großen internationalen Player ist nicht vorstellbar - aber ebenso wenig kann man sich eine Messe ohne die vielen mittleren und kleinen Aussteller vorstellen. [br]Die GC hat insbesondere durch das Engagement vieler einzelner deutscher Unternehmen in den letzten Jahren ihre jetzige Größe, ihr Profil und ihre Bedeutung bekommen. Wir hoffen, dass das Messekonzept der GAMEScom offen ist für Vorschläge all derer, die nicht im BIU organisiert sind. Dafür gibt es sowohl vom BIU als auch von der Kölnmesse bereits deutliche Signale und wir freuen uns auf die Gespräche der nächsten Wochen. [br][br]Das schlimmste, was uns als Standort Deutschland passieren kann, ist, dass wir "englische Verhältnisse" bekommen - d.h. das wir nicht mehr eine gemeinsame, große Messe veranstalten, sondern mehrere kleine, denn dann versinken wir und die Aufbauarbeit der Vergangenheit die unsere gesamte Industrie - und natürlich auch die Unternehmen des BIUs - gemeinsam mit der GC geleistet hat, unweigerlich in der internationalen Bedeutungslosigkeit. [br][br]Die Leipziger haben in den letzten Jahren hervorragende Arbeit geleistet, die es nun in Köln fortzusetzen gilt. [br][br]Wir müssen daher 2009 den Standortwechsel nach Köln auf Anhieb zu einem großen, internationalen Erfolg machen und dazu - alle gemeinsam - unsere Netzwerke aktivieren, auf den Wechsel hinweisen und unsere Geschäftspartner dorthin einladen. Sollte uns dies nicht gelingen, werden wir in 2009 zwar eine große Publikumsmesse in Köln erleben - denn dazu ist der Standort dort tatsächlich ideal - aber eine bedeutungslose Business-Messe. Dies müssen wir mit allen Kräften verhindern. [br][br]Wir hoffen daher, dass sowohl die Kölnmesse, als auch der BIU gezielt Vorschläge und Ideen der deutschen Entwickler und der deutschen Industrie aufgreifen. Nur gemeinsam können wir die aus unserer Sicht unbestrittene Erfolgsgeschichte der Leipziger GC in Köln weiterführen. Für G.A.M.E. steht dabei der Standort Deutschland im Vordergrund und wir bieten dem BIU und der Kölnmesse unsere Zusammenarbeit bei der Planung und Entwicklung der Messe in Köln an. Dazu stehen wir natürlich auch den Vorschlägen der Unternehmen offen, die bisher nicht im Bundesverband G.A.M.E. organisiert sind. [br][br]In diesem Jahr werden wir noch einmal alle Energien auf Leipzig ausrichten. Die GC 2008 muss ohne Wenn und Aber erneut zu einem Highlight im internationalen Messegeschäft werden. Wir haben in Deutschland die einmalige Chance, nicht nur die europäische sondern die internationale Leitmesse der Gamesindustrie zu veranstalten. Unsere Engagement 2008 und 2009 ist dabei entscheidend. Diese Chance dürfen wir nicht vergeuden."

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