Top Spin 2
Die Tennisasse zittern - denn zwei Jahre nach dem ersten Teil der Simulations-Reihe kehren Sie auf den Court zurück, um die Weltrangliste aufzumischen.
Bei größeren Turnieren gibt es auch Schiedsrichterkommentare, die wirklichkeitsnah in Englisch ertönen.
Sie möchten sich auch im Winter sportlich betätigen? Dann bietet Ihnen Top Spin 2 eine ganze Menge für heiße Tennis-Abende daheim.
Charakterfrage
Zu Beginn der Profikarriere basteln Sie Ihr Alter Ego, mit dem Sie die Courts dieser Welt er-obern. Hier haben Sie eine nahezu erschlagende Masse an Kriterien, die Sie verändern können. Schritt für Schritt legen Sie den Hauttyp, die Haarfarbe, das Gewicht Ihres Spielers bis hin zur Zahl der Falten und Sommersprossen fest. Bis zur Geburt Ihres - dank der verbesserten Grafik sehr detaillierten - Spielers vergeht also viel Zeit. Wer keine Geduld hat, greift auf die automatische Erstellung zurück, die durchaus ansehnliche Ergebnisse liefert.
Fortan sind Sie Teil der Tenniswelt. Ihr Ziel lautet: Arbeiten Sie sich vom unteren Ende der Weltrangliste nach ganz oben! Dies fällt einem Anfänger jedoch in etwa so leicht, wie Boris Becker auf "Äh" zu verzichten. Deshalb engagieren Sie einen der verfügbaren Trainer und üben, was das Zeug hält. Diverse Minispiele stellen Sie vor Aufgaben mit ansteigendem Schwierigkeitsgrad. Für die Übungen erhalten Sie Erfahrungspunkte in Form von Sternen, die von unterschiedlicher Qualität sind.
So bekommen Sie durch das normale Training bronzene Sterne; silberne und goldene gibt es nur für bestimmte Erfolge, wie den Sieg bei einem Turnier. Die Punkte verteilen Sie auf Attribute wie etwa Vor- oder Rückhand. Auch hier ist die Auswahl groß, entsprechend gilt es, die verdienten Punkten geschickt zu verplanen. Abgesehen davon, dass sich Ihr Spieler gerade zu Beginn deutlich verbessert, bekommen Sie durch das Training ein Gefühl für die Steuerung.
Spiel, Satz und Sieg
Mit dem nötigen Kleingeld machen Sie selbst aus dem hässlichsten Charakter noch einen ansehnlichen Platzhirsch.
Auf diese Weise vorbereitet, geht es in die auf originalgetreu nachgebildeten Tennisplätzen stattfindenden Turniere, um Geld in die Kasse zu bringen und Sponsorenverträge zu erfüllen. Da sind Erfolge, Spezial-Events wie ein gemischtes Doppel oder Prämien-Matches gegen bestimmte Gegner angesagt. Die Partien gegen den Computer gestalten sich recht leicht, solange der Weltranglistenunterschied nicht zu hoch ist.
Es gilt, den Gegner mit verschiedenen Schlägen, darunter Volley oder Lob, über den Court zu hetzen. Steht er dann in der falschen Ecke, punkten Sie gekonnt. Problematisch: Auch die künstliche Intelligenz hat diesen Trick auf Lager und spielt Sie ab und an schwindlig. Das demotiviert Sie und Ihren Charakter, was diesmal sogar an seinen Gesten zu erkennen ist. Sie können die Matches auch vom Rechner simulieren lassen, sodass Sie den Schläger nicht selbst schwingen. Eine Aktion, die nicht zu empfehlen ist, da Sie diese Spiele meist verlieren.
Das verdiente Geld stecken Sie nicht nur ins Training, sondern investieren es vor allem in neues Equipment oder Bekleidung, wie etwa Sonnenbrillen, um Ihr Aussehen zu verändern. Außer auf das Erscheinungsbild hat die Shopping-Tour keinen Einfluss, auch nicht, wenn Sie einen neuen Schläger ergattern.
So hangeln Sie sich durch das Tennisleben, das bereits nach der fünften Saison endet. Schade, da Sie erst dann einen wirklich konkurrenzfähigen Charakter haben, um hochdotierte Turniere wie Wimbledon oder die U.S. Open zu gewinnen.
Partyspiele per Hotseat, in denen Sie zum Beispiel mit hart geschlagenen Bällen eine Mauer Ihres Kontrahenten aus Kartons einreißen, bieten weiteres Futter für Tennisfans. Zudem können Sie über das Internet auch gegen Spieler rund um den Globus antreten.
