Feedback: Grand Prix 3
Der Nachfolger von Grand Prix 3 soll deutlich realistischer werden.
Angesichts der souveränen Siegesserie von Weltmeister Schumacher und der daraus resultierenden Spannungsarmut bietet sich das Ausweichen auf eine Formel-1-Simulation förmlich an. Hier können Sie selbst als Fan der Sauber-Männer oder als Anhänger der Silberpfeile die Saison nach Ihren Vorstellungen verlaufen lassen. Was in der Realität nicht erlaubt ist, geht natürlich bei Grand Prix 3: Dank zugeschalteter Fahrhilfen lotsen Sie Ihr Auto beinahe wie auf Schienen durch Schikanen und Haarnadelkurven lotsen. Bis auf die Saisondaten 2002 werden sich voraussichtlich alle Wünsche der Grand-Prix-3-Fans unter den PC-Games-Lesern erfüllen: Eine Frontflügel-ersetzende, Benzin-nachfüllende Boxencrew, Flaggen-schwenkende Stewards, unterschiedliche Fahrmodelle (ein Ferrari fährt sich anders als ein Jaguar) und aufgebohrter Sound schüren die Vorfreude. Deutlich mehr Details an Fahrzeugen und Streckenrand machen die Grafik noch fotorealistischer. Geht es nach Infogrames, soll Teil 4 ab Juni auf die Pole Position des Motorsport-Genres preschen.
Das Urteil der PC-Games-Leser: Stärken und Schwächen von Grand Prix 3
Michael Wetzel (PR-Manager bei Infogrames).
Pro:
- Realistisches Fahrgefühl
- Viele Setup-Möglichkeiten
- Wettereffekte (Regen, Gischt)
- Große Auswahl an Spielmodi
- Force-Feedback-Effekte
Contra:
- Veraltete Saisondaten
- Viele fehlende Details (keine Flaggen, keine Boxencrew etc.)
- Identische Fahrmodelle und Cockpits für alle Teams
- Schwacher Motoren-Sound
- Saison 2000 nur als kostenpflichtiges Add-on
So bewerten die PC-Games-Leser (in Schulnoten):
Langzeitmotivation: 2,5
Grafik: 2,8
Kommentare/Sprachausgabe: 3,7
Ausgewogenheit Schwierigkeitsgrad: 2,4
Innovationen: 3,2
Musik: 3,9
Soundeffekte: 3,5
Animationen: 2,8
Einsteigerfreundlichkeit: 2,1
Steuerung: 1,8
Fragen an den Hersteller:
PC Games: Wieso wird Geoff Crammond in den Vordergrund gestellt, wo das doch an sich eine sehr teamorientierte Branche ist?
Michael Wetzel (Pressesprecher bei Infogrames Deutschland): "Geoff Crammond ist sozusagen der Vater der GP-Reihe. Er hat die eersten beiden Teile komplett allein entwickelt, bei GP 3 stand ihm lediglich ein kleines Team zur Seite. Des weiteren dient der Name zur Unterscheidung der mittlerweile zahlreichen Formal 1-Spiele und steht klar für Qualität und absoluten Realismus."
PC Games: Warum wird in Grand Prix 4 nicht die aktuelle Saison 2002 integriert?
Wetzel: "Geoff Crammond legt absoluten Wert auf Realismus. Um dies zu gewährleisten, analysiert ein gigantischer Stab von Rennsportexperten das Fahrverhalten von jedem Wagen und dessen Fahrer auf jeder Strecke. Fährt Schuhmacher in der eersten Kurve des Hockenheimrings besonders weit innen, wird dies berücksichtigt. Do eine Detailarbeit ist jedoch nur möglich, wenn die Daten einer abgeschlossenen Saison verwendet werden - alles andere wäre keine "realistische" Simulation mehr."
PC Games: Und was fährt Crammond privat?
Wetzel: "Das weiß nur er selbst - er ist eher scheu, was die Öffentlichkeit betrifft. Vermutlich ein Mini mit Heckspoiler..."
