Ein Atomkrieg rafft einen Großteil der Weltbevölkerung dahin, ramponiert sämtliche Städte und verwandelt blühende Landschaften in verseuchte Wüsten. Dieses Szenario muss seit jeher für das Ödland-Epos Fallout herhalten - der Taktikableger macht da freilich keine Ausnahme. In der postapokalyptischen Einöde herrschen überwiegend raue Sitten. Höchste Zeit also, dass die Brotherhood of Steel ihre gestählten Söldner abermals in den Kampf schickt, um das anarchistische Treiben einzudämmen. Dass sich der Spieler zu dieser rechtschaffenen Gruppe zählen darf, versteht sich von selbst - diesmal aber nicht als Der Auserwählte, vielmehr fristen Sie ein gewöhnliches Dasein als Befehlshaber einer Brotherhood-Truppe, in der bis zu maximal sechs Mannen Ihrer Leitung unterstehen, die Sie aus einem Pool von 30 verfügbaren Rekruten herauspicken. Fallout Tactics ist - wie unschwer am Namen zu erkennen ist - ursprünglich ein rundenbasiertes Taktikspiel, kann seine Rollenspiel-Herkunft aber nicht vollends verleugnen: Der obligatorische Stufenaufstieg ist deswegen wieder vorhanden, sämtliche Charaktere ergattern folglich Erfahrungspunkte, wenn sie Kontrahenten erfolgreich über den Jordan schicken. Letzteres erledigen Sie mit alten Küchenmessern, Speeren, Knarren, Sturmgewehren, Flammenwerfern oder Plasmagewehren. Dazu gesellt sich ein umfangreiches Bewegungsrepertoire der Mannen: Die Figuren gehen in die Hocke, kriechen bei Bedarf, schleichen oder patrouillieren Wege entlang. Außerdem erklimmen sie Hochebenen oder klettern auf Hausdächer, um eine bessere Sicht auf den Gegner zu erhaschen. Je freier diese Sicht, desto höher auch die Trefferwahrscheinlichkeit. Rund 30 bis 35 Stunden sollte man für sämtliche Einzelspieler-Missionen einplanen. Dabei reichen die Missionsziele vom simplen destruktiven Feldzug bis hin zum Diebstahl. Außerdem geht es diesmal deutlich übersichtlicher zur Sache, denn die neue Grafik-Engine erlaubt eine Darstellung in 800x600 oder in 1.024x768 Pixeln.
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