Der vierte Flipper der Pro-Pinball-Reihe glänzt nicht mehr mit Internetoptionen oder epischen Handlungen, sondern mit einem schlichten, suchterzeugenden Einzelspielermodus. Bei Pro Pinball: Fantastic Journey handelt es sich um einen Flipper, wie er auch in jeder Spielhalle stehen könnte. Wie bereits bei den bisherigen Spielen der Serie wurde auch bei Fantastic Journey darauf verzichtet, den Flippertisch mit computerspezifischen Spielereien zu verunzieren. Thema des Flippers sind die Geschichten Jules Vernes, allerdings weisen lediglich vier selten sichtbare Flipperobjekte auf diesen Hintergrund hin. Das Spielfeld besteht aus zwei Rampen, unzähligen Schaltern sowie drei Fallen. Wie bei Empire üblich, erklärt das dünne Handbuch die Funktionsweise des Flippers nur unzureichend, auch die winzige Beschriftung der Lämpchen hilft kaum weiter. Hier hilft nur das Ausprobieren - ein Vorgang, der in einer Spielhalle schnell etliche hundert Mark kosten würde. Die Punktevergabe von Pro Pinball: Fantastic Journey ist erstaunlich unausgeglichen. Es kann passieren, dass man innerhalb einer Minute Tausend mal mehr Punkte erspielt, als sonst in einer Viertelstunde - nur weil aus versehen ein winziger Schalter umgelegt wurde. Der Frustfaktor ist daher recht hoch, der Suchtfaktor allerdings auch. Technisch ist Pro Pinball mittlerweile ausgereift. Die Kugel rollt, rutscht und dreht sich um die eigenen drei Achsen, und die Kollisionen mit Tischobjekten und anderen Kugeln wirken sich höchst realistisch auf die Bewegung aus. Für grafische Wirklichkeitsnähe sorgen die Spiegelungen des Tisches auf der Kugel, zudem wird sie bei hohen Geschwindigkeiten unscharf dargestellt. Auch die Klangeffekte unterstreichen, dass es sich bei Pro Pinball: Fantastic Journey um eine Simulation handelt: Der Flipper klingt, wie ein Flipper eben klingt. Nur bei der Auswahl der Hintergrundmusik haben die Entwickler gepatzt, denn die eintönigen und behäbigen Melodien passen ganz und gar nicht zu dem hektischen Treiben auf dem Spielfeld.