Mit Zombies ist es wie mit deutschen Schlagerstars: Sie sind einfach nicht tot zu kriegen. Im dritten Teil der Horrorserie muss sich eine adrette Frau im Minirock mit aufdringlichen Zombies herumärgern. Sie steuern Jill, die Zombieschlächterin, aus der Verfolgerperspektive durch eine apokalyptische Landschaft, in der verschiedene untote Wesen ihren Blutdurst zu stillen versuchen. Wie in den ersten beiden Teilen muss die Heldin eine Reihe von Rätseln lösen. Einmal ist es ihre Aufgabe, die richtigen Volt-Zahlen in einem Stromhäuschen einzustellen, damit sich eine automatische Tür öffnet. Kaum ist dies gelungen, stürzen sich Dutzende von Zombies auf die Heldin. Mit einer Schrotflinte, einem Granatenwerfer und diversen Handfeuerwaffen bringt sie die aufdringlichen Wesen zur Räson - falls Ihnen die Steuerung keinen Strich durch die Rechnung macht. Die Spielfigur wird entweder mit der Tastatur oder mit dem Gamepad durch die Gegend gelenkt. Beide Eingabegeräte lassen es nicht zu, dass Jill genau das macht, was der Spieler von ihr verlangt. Bereits im ersten Szenario ist es nötig, die Heldin Millimeter für Millimeter vorrücken zu lassen, bis sie eine Kiste besteigt und den Absprung in die nächste Szene unternimmt. In heiklen Kämpfen kann die Reaktionsschwäche der Steuerung dazu führen, dass die Zombies früher an Jills Hals hängen als diese ihre Flinte heben kann. Spielstände können Sie an Schreibmaschinen sichern, die sich an bestimmten Plätzen im Spiel befinden. Von seinen Vorgängern unterscheidet sich das atmosphärisch dichte und gruselige Resident Evil 3 darin, dass die Grafik stärker fehlerbehaftet ist. Auflösungen von bis zu 1.600x1.200 Bildpunkten bei 16,7 Millionen Farben sind möglich, doch lässt die schlampige Programmierung bei einigen Grafikchips Streifen oder Kästchen auf dem Monitor erscheinen. Die Menüs sind schlampig gestaltet: Resident Evil 3 startet automatisch in 320x240 Bildpunkten, so dass Sie den Okay-Schalter auf Ihrem 19-Zoll-Monitor gar nicht sehen können, was die Umstellung auf 1.024x768 Bildpunkte zum Glücksspiel macht.