Prey
Wenn Aliens die Nachbarn zu Futter verarbeiten, packt Rothaut Tommy das Kriegsbeil aus. Und überlistet mal eben Schwerkraft und Tod.
Lassen Sie sich nicht täuschen: Der Dicke ist pfeilschnell und haut zu wie ein Rammbock. Ach ja: Eklig ist er auch.
Sie haben dutzende von Shootern gespielt, in denen Sie sich durch Myriaden von Monstern ballerten. Das erledigen Sie in Prey auch. Sie haben Titel gespielt, die mit innovativen Ideen abseits der simplen Gegnerhatz lockten. Das leistet Prey ebenfalls. Sie haben Spiele gespielt, die fantastisch aussahen. Prey tut das auch. Warum der zuerst 1997 angekündigte Ego-Shooter nach jahrelanger Reife die meisten seiner Versprechen einlöst und trotzdem nicht ganz die Genre-Spitze erklimmt, das lesen Sie auf den folgenden Seiten.
Intensiver Einstieg
Wie so viele Titel zuvor, bedient sich Prey eines ausgelutschten Klischees - alles beginnt mit einer Invasion durch Außerirdische. Ein alter Hut? Nicht, wenn der Einstieg so brillant inszeniert ist wie in diesem Ego-Shooter. Aber der Reihe nach: Der kräftige junge Mann Tommy betrachtet sich in einem Spiegel, Sie als Spieler blicken durch seine Augen. "Wen starrst du denn so an?" fragt sich der frustrierte Ex-Soldat, der seine Zeit als Automechaniker totschlägt. Diese direkte Anrede, sowohl an sich selbst wie auch an uns - eine Nuance von Genialität.
Denn selten zuvor hat man als Spieler gleich zu Beginn ein derart wirksames, erzählerisches Hilfsmittel in die Hand gedrückt bekommen wie in Prey. Tommy führt sein Selbstgespräch fort, erzählt von seiner indianischen Abstammung, von seinem Frust über das leblose Reservoir, in dem er lebt - und man erfährt von Jen, der Frau seines Herzens.
Erst dann lässt Prey den Spieler von der Leine, der sich in der verdreckten Toilette einer schäbigen kleinen Bar umblickt. Jen arbeitet in der Spelunke, während Tommys Großvater, ein stolzer alter Cherokee, sich hier voll laufen lässt. Die Detailverliebtheit in der Bar ist enorm: Wer mag, darf sogar einige Runden Pac-Man spielen! Am Tresen steigert sich derweil die Unruhe, betrunkene Gäste proben den Aufstand - wir besänftigen sie mit einer schweren Mechanikerzange.
Das blutige Handgemenge ist kaum vorbei, als draußen ein Lichtstrahl die Nacht durchschneidet. Rockmusik, die eine ironische Aufbruchsstimmung versprüht, erfüllt den Raum, als ein grellgrüner Lichtkegel kurzerhand das Dach abgehebt und sämtliche Personen aus der Bar hinauf in den Himmel teleportiert werden. Als Tommy wieder die Augen aufschlägt, ist er mit Jen und seinem Großvater gefesselt. Er befindet sich im Weltall und blickt hinunter auf die Erde, als man ihn wie ein Stück Vieh durch das Raumschiff der Aliens transportiert. Der Weg zur Schlachtbank.
Flucht und Abtransport
Die mehrminütige Eingangssequenz ist ähnlich beklemmend wie die Stroggifizierungsszene in der unzensierten Version von Quake 4. Tanzende Schatten, unnatürliche Lichter, grässliche Kreaturen und vor allem markerschütternde Schreie prasseln auf den Spieler ein, dazu erzeugt orchestrale Musik ein stechendes Gefühl von Bedrohlichkeit. Tommy gelingt natürlich die Flucht, leider nur mit seiner Zange bewaffnet; Jen und der Großvater werden abtransportiert.

Quake 4 war nicht wirklich gut ,da es in der deutschen Version einfach zu arg geschnitten ist
(Allerdings habe ich auch nur 1 Stunde gespielt)
Doom 3 hab ich 15 Minuten gespielt, danach aufgehört (Das soll Horror sein? Da ist Dead Space um Längen besser)
Prey war anfangs gut, keine Frage, aber auf Dauer waren es zu wenig Gegnertypen und die Umgebung geizt extrem mit Abwechslung
Echten Spielspaß wie bei Spieleperlen wie Far Cry, Half-Life 2, Portal, Mirrors Edge u. einigen anderen , empfand ich zu keiner Zeit
Speziell die organischen Waffen sind klasse.
Sehr zu empfehlen.