07.03.2001 15:51 Uhr
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Diablo und kein Ende - nach Blizzard schickt Ihnen nun auch Westwood die Untoten auf den Hals.
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Hecubah, die weibliche Hauptperson in Westwoods Action-Rollenspiel Nox, ist eine attraktive, junge und intelligente Frau. Eigentlich gibt es nur zwei Dinge, die sie etwas unsympathisch erscheinen lassen: Sie ist eine Hexe und sie hat eine zweifelhafte Vorliebe für Untote, mit deren Hilfe sie einen ganzen Planeten zerstören will. In Nox übernehmen Sie die Rolle des Automechanikers Jack, der durch geheimnisvolle Mächte plötzlich und unerwartet aus seiner normalen Umgebung direkt in eine düstere Fantasy-Welt katapultiert wird. Hier erfährt er von der boshaften Dame Hecubah, die gerade dabei ist, eine Armee von Untoten aufzustellen, um damit den gesamten Planeten ins Unglück zu stürzen. Als heldenhafter KFZ-Fachmann, der er nun einmal ist, bleibt Jack nur eine Wahl: Er macht sich auf den Weg, Hecubah das Handwerk zu legen. Eins steht jetzt schon fest: Wie kaum ein anderes Spiel wird sich Nox gegen den Vorwurf wehren müssen, nichts anderes als ein Diablo-Plagiat zu sein. Auf den ersten Blick mag das sogar stimmen; die Ähnlichkeiten sind tatsächlich kaum zu übersehen. Auch in Westwoods düsterem Fantasy-Märchen sehen Sie Ihre Figur aus der mittlerweile bekannten isometrischen Perspektive und durchwandern Wälder, düstere Kellergewölbe und Labyrinthe auf der Suche nach Schätzen, Waffen und dem nächsten Gegner. Andererseits haben sich die Entwickler durchaus Mühe gegeben, ihrem Werk ein eigenes Gesicht zu verleihen. Eine der Besonderheiten von Nox ist beispielsweise, dass Sie auf herkömmliche Waffen wie Schwerter oder Äxte weitgehend verzichten müssen - stattdessen stehen Ihnen im Laufe der Zeit über 100 (!) verschiedene Zaubersprüche zur Verfügung. Ein weiteres Feature, auf das Westwood recht stolz ist, ist die realistische Sichtbegrenzung des Helden: Zu jedem Zeitpunkt können Sie auf dem Bildschirm wirklich nur das sehen, was Ihr Held auch tatsächlich erkennen kann - alles, was außerhalb seiner Blickweite liegt (also auch Gegenstände oder Monster hinter Mauern oder Bäumen), bleibt schwarz. Besonders interessant ist dies natürlich in Multiplayer-Gefechten, in denen man sich vor seinen Verfolgern im Schatten verstecken oder aus dem Hinterhalt angreifen kann. Überhaupt ist Nox für stundenlange Multiplayer-Partien wie geschaffen: Neben den üblichen Deathmatch-Schlachten hat man auch an zusätzliche Modi wie das klassische Capture The Flag oder die hektischere Variante mit dem kuriosen Namen Hot Potato gedacht, in der unter den Teilnehmern eine Bombe mit Zeitzünder hin- und herwandert. Ob das Konzept von Nox aufgeht und vor allem, ob es sich gegen das ebenfalls zur Veröffentlichung anstehende Diablo 2 behaupten kann, bleibt abzuwarten.
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