Testbericht

07.03.2001 15:51 Uhr

Und die Größe zählt doch!

Warum sonst hätte Freespace 2 größere Raumschiffe als der ohnehin gut bestückte Vorgänger bekommen sollen?

PC Games-
Spielspaß-Wertung
84%
Durchschnittliche
Lesertestwertung:
        
99 %

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Freespace, einst als ableger des 3D-action-Shooters Descent geplant, hat sich schnell zum Kultobjekt der Weltraum-Piloten entwickelt. Vom zweiten Teil erwarten sie sich den aufbruch des Genres ins nächste Jahrtausend.
Wenigstens hinsichtlich der Hintergrundstory kann Volition diese Erwartungen erfüllen. Freespace 2 spielt im vierten Jahrtausend, etliche Jahre nach dem Ende von Conflict: Freespace. In der Zeit zwischen den beiden Titeln herrschte eine gespannte Waffenruhe zwischen den Shivans und der Koalition von Menschen und Vasudans. Die Technologien, welche die Menschen damals von den Shivans erbeuteten, wurden in dieser Zeit in die Schiffe integriert und verbesserte Strahlenwaffen sowie Tarneinrichtungen entwickelt. aber auch die Shivans haben sich von dem "Großen Krieg" prächtig erholt: Mit riesigen Raumschiffen und zahlreichen Kampfflotten haben sie sich im Universum wieder breit gemacht. So ist ein Wiederaufflammen der Kämpfe unvermeidlich.
In Freespace 2 sind Sie ein frisch gebackener Raumpilot, der sich vermutlich auf ein geruhsames Leben gefreut hat. Doch wegen des unvermuteten auftauchens der Shivans wird er aus seinen Träumen gerissen. Sind es zunächst nur ein paar feindliche Patrouillen, die er bekämpfen muss, so steigt deren anzahl in den nächsten Missionen drastisch an und bald tauchen auch größere Fregatten oder Transporter auf. Da man stets im Team mit bis zu 15 Kollegen arbeitet, können auch derart starke Gegner erfolgreich bekämpft werden. Grundsätzlich aber gilt, dass man in der Unterzahl ist und nur durch geschickte auswahl der Ziele zu einem halbwegs erfolgreichen abschluss der Mission kommt.
Wer bereits Weltraum-Actionspiele kennt, wird mit der Benutzeroberfläche von Freespace 2 relativ schnell zurechtkommen. Das Cockpit ist mit Energieanzeigen, Gegnerinformationen und etlichen anderen Instrumenten bestens ausgestattet. Die anordnung der Displays entspricht dabei dem Standard, auch die Tastaturbelegung sollte niemanden vor unlösbare Probleme stellen. In die Nutzung der anzeigen und die Tastatur- und Joystickbedienung führen dabei zahlreiche Trainingseinsätze ein, die zwischen den Kampfeinsätzen verteilt sind. Das Training ist dringend notwendig, da die Inhalte der Missionen weit über die Standards hinausgehen. So müssen Materiallager untersucht, einzelne Subsysteme der kilometerlangen Schlachtschiffe gescannt oder asteroidenfelder um ein ebenso großes Raumschiff geräumt werden.
In erster Linie ist Freespace 2 aber ein Actionspiel, bei dem es um das abschießen möglichst vieler Feinde geht. Da im Laufe einer Mission schon mal über hundert Gegner auftauchen können, ist Reaktionsschnelligkeit oberstes Gebot. Schon die Jäger der Shivans sind keineswegs Kanonenfutter, sondern versuchen mit allerlei Tricks, an das Heck des Spielers zu steuern. Sogar Teamarbeit ist zu beobachten: Während ein Shivan mit wilden Flugmanövern den Spieler beschäftigt, klemmen sich zwei oder mehr seiner Kollegen hinter den Spieler und beginnen gemeinsam mit dem angriff. Wirklich haarig sind aber erst angriffe auf Schlachtschiffe. ausgestattet mit jeweils rund 80 Granatwerfern, Kanonen und Lasergeschützen ist ein ungeplanter angriff auf solche Giganten vollkommen aussichtslos. Erst, wenn man die Waffensteuerung und das Radar zerstört hat, ist das Schlachtschiff schwach genug, um es mit den eigenen Bordwaffen vernichten zu können. Meist ist es unumganglich, für den angriff auf die Subsysteme einen oder mehrere Wingmen zu opfern. Die zahlreichen Geschütze lassen Raketen und Torpedos nämlich nicht einmal in die Nähe des Schlachtschiffs kommen. angreifer müssen daher selbst in den Gefahrenbereich.
Meist ist es nicht notwendig, alle Schlachtschiffe zu zerstören oder die anderen primaren Ziele zu erfüllen. Ein verpasstes Ziel erschwert allerdings die Folgemission und lässt zuweilen den Handlungsstrang in einen anderen ast des Missionsbaums verzweigen. Den Einsatz wiederholen müssen Sie jedoch nur dann, wenn Ihre Spielfigur das Zeitliche segnet. Nach dem fünften Versuch bietet das Programm ein überspringen der Mission an. Die den Einsätzen zugrunde liegende Hintergrundgeschichte wird leider nur durch kurze Textmeldungen erzählt, Videosequenzen werden lediglich zu drei Gelegenheiten eingesetzt. So gelingt es Freespace 2 natürlich nicht, eine zeitgemäße atmosphäre zu erzeugen. Eine Identifikation mit der Spielfigur ist ebenso wenig möglich, wie das Mitleiden mit den abgeschossenen Wingmen. Dennoch kann das Spiel dauerhaft motivieren: Die im Lauf der Zeit immer größeren Geschwader und Schlachtschiffe halten den Spieler ebenso bei der Stange, wie auch die spannenden und abwechslungsreichen Einsatztypen. Sogar die unvermeidliche Medaillensammlung hat in diesem Spiel ihren Sinn, da jede fehlende auszeichnung auf eigene Leistungsdefizite hinweist. Nach jeder Mission wird der Einsatz nämlich ausführlich besprochen und mit individuellen Hinweisen auf Verbesserungsmöglichkeiten kritisiert. auf Wunsch kann jeder Einsatz beliebig oft wiederholt werden. am Ende der Kampagne hat man von den 40 enthaltenen Missionen zirka 30 gesehen, ungefähr 250 Raumschiffe und damit 15.000 Shivans abgeschossen und zusammen mit den Wingmen zirka 100.000 Zivilisten und Shivan-Piloten auf dem Gewissen.
Inhaltlich und spielerisch ist Freespace 2 seinem Vorgänger Conflict: Freespace viel zu ähnlich, um sich das Prädikat "innovativ" anheften zu können. Bei den Missionstypen sind lediglich die Einsätze im dichten Nebel neu, auch einige frische Raumschifftypen sind zu entdecken. ansonsten decken sich die Leistungen der beiden Programme. Technisch hat sich Volition allerdings selbst übertroffen. Waren die Raumschiffe im ersten Teil des Weltraum-Actionspiels schon recht groß, so sind einzelne Schiffe nun bis zu neun Kilometer lang. auch die Waffen wurden dramatisch vergrößert: Die Laserstrahlen einzelner Schlachtschiffe sind geschätzte zehn Meter dick und zerstören den eigenen kleinen Raumjäger innerhalb von Sekundenbruchteilen. Immerhin wird dabei dem auge etwas Spektakuläres geboten.
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2 Kommentarezum Artikel

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Tengri - 05.06.2001 22:32
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-
- ( Artikel: http://www.pcgames.de/ind... )


Ich will ja nichts sagen, aber Freespace 2 jetzt zu testen ist a) fragwürdig da schon laaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaange erschienen und b) stimmt die Hintergrundgeschichte in dem Artikel vorne und hinten nicht. Da ist doch wohl was schiefgelaufen oder?
Bimpf31 - 05.06.2001 19:40
Der beste online Weltraumshooter dens zur Zeit gibt.
System - 05.06.2001 19:40
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( Artikel: http://www.pcgames.de/ind... )
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Allgemeine Infos

Name Freespace 2
Genre Actionspiel
Webseite http://www.freespace2.com
Hersteller Volition Inc
Anbieter Interplay
VÖ-Termin 19.11.1999 - zu diesem Produkt einen Lesertest schreiben!
Preis nicht bekannt
Plattformen: pc.gif
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