07.03.2001 15:51 Uhr
|
|
|
Die Konzentration auf nur einen Autohersteller scheint der Need-for-Speed-Serie gut zu tun.
|
Porsche, Porsche und nochmals Porsche: Beim jüngsten Kind der Need for Speed-Serie dreht sich alles um die Produkte der Zuffenhausener Autobauer. Eine neue Grafikengine, zwei neue Spielmodi und realistischeres Fahrverhalten lassen ebenfalls aufhorchen. Das nächste Need for Speed-Produkt steht an und bringt eine handfeste Überraschung mit: Nach fünf Jahren erfolgreicher Rennspiele brechen die Entwickler mit der Tradition, mehrere erlesene Supersportwagen einzubauen, mit denen Sie herumflitzen dürfen. Stattdessen hat Electronic Arts eng mit dem deutschen Autobauer Porsche zusammengearbeitet und Need for Speed: Porsche ganz ins Zeichen der Boxster und 911er gestellt. Der Vorteil für Sie ist, dass die rund 80 Wagen aus über 50 Jahren Porsche-Geschichte exakter simuliert werden können als die Karossen der Vorgänger, deren Fahrmodell gewissermaßen über einen Kamm geschoren wurde. Zur Auswahl stehen fast alle Modelle von 1948 bis heute. Die verschiedenen 911er-Jahrgänge, der neue 996, die GT-Flitzer und andere Boliden dürfen von Ihnen über die zwölf Rennstrecken gehetzt werden, bis die Polizei dem Treiben ein Ende setzt. Allerdings gibt es den bekannten Hot-Pursuit-Modus nicht mehr in der alten Fassung, sondern im Rahmen der Kategorie "Factory Driver", in der Sie als Testfahrer allerlei kuriose Missionen bewältigen müssen. Ähnlich wie in Driver müssen Sie oft unter Zeitdruck eine bestimmte Strecke absolvieren oder möglichst flott einen nagelneuen Porsche 966 bei einem Kunden abliefern, ohne dass der Wagen einen Kratzer abbekommt. Die andere Spielvariante heißt "Porsche Evolution" und ist eine Art Karrieremodus, in dem Sie vom Jahr 1950 bis ins aktuelle Jahrtausend mit Rennen Geld verdienen, das Sie dann in neue Wagen stecken. Wer will, darf seinen alten Flitzer in der Garage unterstellen, wo der künftige Oldtimer über die Jahre an Wert gewinnt. Neben Ihren fahrerischen Qualitäten kommt es eben auch auf das kaufmännische Geschick an, wenn Sie mit Ihren alten Edelkarossen handeln, um sich einen neuen Hochleistungssportler leisten zu können. Die Verfügbarkeit neuer Motoren oder von Ersatzteilen bei Schäden hängt übrigens von Angebot und Nachfrage in der simulierten Need for Speed-Welt ab. Zusätzlich zu diesen beiden Spielvarianten stecken kurzweilige Einzelrennen im Gesamtpaket, doch eine Meisterschaft sucht man vergebens. Beim Streckendesign gingen die Entwickler neue Wege, denn neben drei Testparcours stehen neun offene Kurse mit zahlreichen Abkürzungen, versteckten Abschnitten, Kreuzungen und dergleichen zur Auswahl, anstatt wie bisher den Spieler auf die engen, linearen Straßen zu beschränken. Die Grafik glänzt mit Spezialeffekten wie Rauch, Regen, detaillierten Wagen, physikalisch korrekt bewegten Innenansichten, animierten Fahrern und nicht zuletzt Schäden an den Fahrzeugen, die abhängig vom Aufprall entstehen. Electronic Arts plant einen Mehrspielermodus für bis zu acht Teilnehmer im lokalen Netzwerk und im Internet; weitere Fahrzeuge sollen Sie nach der Veröffentlichung des Spiels von der Webseite saugen können.
|
|
(Florian Stangl)
|
|