World of Qin 2
In den Städten führen Sie Gespräche mit Nichtspielercharakteren.
Der chinesische Entwickler Object Software hat ein Online-Rollenspiel entwickelt, das zum Nischendasein unter Giganten wie World of Warcraft und Everquest verdammt ist: World of Qin 2 lässt Sie online Monster hauen, Handel betreiben und Stufen aufsteigen. Also alles wie gehabt? Nicht ganz, denn die Grafik ist, es kommt in Pixel- und Vertex-Shader-Zeiten einem Wunder gleich, zweidimensional gehalten: Von schräg oben blicken Sie auf Städte, Wälder und Dungeons hinab; Grafikkarte und CPU nutzen diese Zeit zum Durchschnaufen.
Tatsächlich sollen nur 400 MHz zum Spielen ausreichen, mit 800 steht man auf der sicheren Seite. Doch ist das Spielprinzip ähnlich anspruchslos ausgefallen: In den ersten Spielminuten involvieren die Kämpfe einen Mausklick und anschließendes Zurücklehnen. Später, nach Einkauf neuer Fähigkeiten, zeigt die Spannungskurve steiler nach oben - und fällt wieder ab, wenn man merkt, dass vier Charakterklassen gegenüber der Vielfalt anderer Online-Spiele nichts hergeben. Paladine sind vorn im Getümmel, Jäger schießen von hinten mit dem Bogen, Priester heilen und Zauberer, äh, zaubern.
Die Monster teilen sich auf in normal, fortgeschritten und Elite. Letztere können Sie nur in der Gruppe bezwingen, dafür winken gute Gegenstände als Beute. Die beste Ausrüstung aber ist den Bastlern vorbehalten: Beim Schmied kombinieren Sie Rohmaterialien, heraus kommen Schwerter, Zauberstäbe, Bögen oder Rüstungsteile. Das Ganze ist, gemessen am Spaßfaktor, so schlecht nicht. Nur drängelt sich die Frage in den Vordergrund, wer für dieses höchst gewöhnliche Spiel zehn Euro im Monat zu zahlen gewillt ist. Die nämlich verlangen die Entwickler, sobald Sie Stufe zehn dingen - pardon: erreichen.

Nun hat das Leid ein Ende: Gamigo hat World of Qin 2 offiziell eingestellt. Nachdem in der Schlussphase auch noch die komplette Datenbank unrettbar abgeschmiert ist, hat WoQ2 endgültig die Tore gschlossen. Schade um ein MMORPG das allein durch seine Chatstruktur sich von anderen MMORPGs abgehoben hat.
@ Goddess : Da kann ich nur voll und ganz zustimmen. Inzwischen bin ich ein begeisterter Guild Wars Spieler. Der Support von Arenanet ist wirklich erstklassig.
4 Leider lassen versprochene Updates auf sich warten. Der Spielspaß sinkt ab Level 45 rapide, da es an Quest und anderen Aufgaben fehlt. Es bleibt der Eindruck, das Gamigo mehr am Profit als an ihren Kunden interessiert ist, ohne sich bewusst zu sein, das es dort einen direkten Zusammenhang gibt.
Seit der Beta Phase bin ich aktiver Spieler von World of Qin 2.
1. Der Kauf des Spiels ist nicht zwingend. Auf der Homepage des deutsche Vertriebsfirma Gamigo kann man das Spiel kostenlos herunterladen. Die Kaufversion unterscheidet sich nur durch ein Anfängerset (Rüstung und ein Pferd), ein Merchandising Anhänger und zwei Monate keine Online Gebühren, die normalerweise mit 7.99 Euro zu Buche schlagen..
2. Zwar wirbt das Spiel mit geringer Systemvorraussetzung, doch erfüllt der Rechner nur die Mindestleistung, ist das Spiel kaum spielbar. In Städten mit vielen Spielern sind Lags an der Tagesordnung.
3. Auch wenn das Spiel nicht die grafische Leistung von World of Warcraft oder Guild Wars erreicht, so zeichnet es sich durch eine besondere Community aus. Bedingt durch das Spielprinzip, das schon am Anfang Bossgegner im Spiel platziert, die sich nur in der Gruppe besiegen lassen, entstehen schnell Kontakte. Auch durch Elemente wie Hochzeit, Gilde, Gruppenbelohnungsquest u.v.m. wird diese gefördert und es menschelt sehr in World of Qin 2. :-X
4 Leider lassen versprochene Updates auf sich warten. Der Spielspaß sinkt ab Level 45 rapide, da es an Quest und anderen Aufgaben fehlt. Es bleibt der Eindruck, das Gamigo mehr am Profit als an ihren Kunden interessiert ist, ohne sich bewusst zu sein, das es dort einen direkten Zusammenhang gibt.