Rush for Berlin

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Test Stefan Weiß - Autor Als bevorzugte Quelle auf Google hinzufügen

"Zeit ist Geld", spricht der Volksmund. Zeit entscheidet, ob Sie gewinnen oder verlieren, legt Entwickler Stormregion für seinen jüngsten Streich fest.

Die komplett überarbeitete Gepard-Engine sorgt für besonders detaillierte und hübsch anzuschauende Einheiten. Die komplett überarbeitete Gepard-Engine sorgt für besonders detaillierte und hübsch anzuschauende Einheiten. Vorsichtig bewegen sich US-Fallschirmjäger im zerstörten Berlin gegen Kriegsende 1945 von Haus zu Haus. Nur noch wenige Straßenzüge bis zum Brandenburger Tor, dem geplanten Einsatzziel. Plötzlich fallen Schüsse: Scharfschützen haben die Truppe entdeckt. "Incoming", ruft einer der Soldaten und schon hört man das todbringende Pfeifen eines herannahenden Artilleriegeschosses. Geistesgegenwärtig platziert der Sanitäter schnellstens ein Feldlazarett, um das Schlimmste zu verhindern. Hereinspaziert ins Taktik-Gewitter von Deep Silvers Rush for Berlin.

Altbekanntes trifft Neues

Dass sich Entwickler Stormregions neuestes Spiel mit dem hauseigenen Genrekonkurrenten Codename: Panzers - Phase 2 messen muss, steht außer Frage. Dessen Einfluss spürt man im Spiel deutlich: Infanterietrupps treten in den bewährten Vierergruppen auf und auch die Minimap und Missionszieleinblendungen sind alte Bekannte. Panzers-Veteranen fühlen sich gleich voll und ganz zu Hause.

Insgesamt ist die Menü-Oberfläche aber aufgeräumter und schlanker, um mehr von der Spielfläche zu zeigen, das freut den Strategen. Ebenso wohltuend ist der gelungene Kamera-Zoom, der sich weit genug vom Schlachtfeld einstellen lässt, um einen guten Überblick über die Karte zu gewährleisten. Allerdings geht dabei die Performance ganz schön in die Knie, wenn sich gerade viele Einheiten auf dem Bildschirm tummeln und man mit allen Grafikdetails spielt.

Selbst unser Testrechner, ein Athlon 64 4.800 + Dual Core mit 2 Gigabyte RAM und einer Geforce 7800 GTX mit 256 Megabyte Grafikspeicher, schafft bei großen Schlachten und weit herausgezoomter Kamera gerade mal sechs bis neun Fps. Da hilft es nur, Details wie Schatten und anisotropische Filterung zu deaktivieren. Dafür bietet die überholte Gepard-Engine eine erstklassige Optik.

In Nachtmissionen spiegeln sich Mond und Wolken auf Wasserflächen, Helme von Soldaten glänzen und eindrucksvolle Rauch- und Partikeleffekte tragen bestens zur Schlachtstimmung bei. Die Bewegungen der Soldaten sind butterweich, vor allem die Sterbeanimationen wirken fast schon beängstigend real. Dazu gesellt sich eine druckvolle Soundkulisse. Lediglich die Musik schwächelt: Das militärische Marsch-Gedudel stört auf Dauer mehr, als dass es die Stimmung untermalt.

Spielstark

Richtig eingesetzte Bomberangriffe sind das Salz in der gut gewürzten Taktik-Suppe. Richtig eingesetzte Bomberangriffe sind das Salz in der gut gewürzten Taktik-Suppe. Bereits die ersten Missionen der Russen-Kampagne zeigen aber deutlich, dass Rush for Berlin spielerisch anders gestrickt ist, als die Titel der Panzers-Reihe. Zwar funktionieren nach wie vor bewährte Taktiken: Der Scharfschütze klärt das Umfeld auf und macht für die nachfolgende mobile Artillerie Ziele sichtbar. Aber das ist nur eine von vielen möglichen Varianten. Insbesondere die Infanterie-Einheiten sind in Rush for Berlin viel interessanter geworden.

Panzerabwehrschützen legen Sperren und Pioniere Minen aus, Fallschirmjäger sind mit Sprengsätzen ausgestattet und selbst die Standard-Infanterie verfügt über panzerbrechende Haftminen. Das Zusammenspiel der verschiedenen Soldaten klappt erfreulich gut, immer wieder probieren wir in den Missionen neue Varianten und Taktiken aus.

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