Ghost Recon 3: Advanced Warfighter
Sommer 2013: Der US-Präsident ist entführt, sein Atomkoffer verschollen, die Welt am Rand eines Nuklearkriegs. Jetzt sind kühle Köpfe gefragt.
Hin und wieder können Sie Hilfe aus der Luft wie diese Apaches anfordern, um gegnerische Panzer auszuschalten.
Cool bleiben ist angesichts des Schauplatzes von Ghost Recon: Advanced Warfighter gar nicht so leicht: Im riesigen, brütend heißen Moloch Mexiko-Stadt entbrennt eine politische Krise internationalen Ausmaßes - typisch für ein Tom-Clancy-Spiel. Die Story könnte sogar als Vorlage für einen spannenden Action-Film dienen, so gut ist sie: Anno 2013 stehen die nordamerikanischen Staaten Kanada, Mexiko und die USA kurz vor dem Abschluss eines militärischen Bündnisses.
Der mexikanische Premier-Minister lädt die beiden anderen Staats-Chefs zum medienwirksamen Händeschütteln in die Hauptstadt Mexikos ein, doch noch bevor die drei ihr Autogramm unter den Vertrag setzen können, putscht das halbe mexikanische Militär. In den Wirren der darauf folgenden Stunden kommen das kanadische und mexikanische Staatsoberhaupt ums Leben, der Präsident der USA wird inklusive Atomkoffer (Sie wissen schon, der mit dem roten Knopf) entführt, worauf China und Russland nervös werden. Brisant: Die USA lieferten vor Vertragsabschluss bereits 50 brandneue Abrams-Panzer an Mexiko - und genau die rollen jetzt in Rebellenhand durch die Straßen von Mexiko-Stadt.
Die große, weite Welt
Explosionen, herumfliegende Trümmerteile und dicke Rauchschwaden gehören klar zu den Stärken der Engine von Ghost Recon. Eine hohe Framerate auch auf mittleren Rechnern leider nicht.
Die Bühne ist damit frei für die Ghosts - ein Team aus vier Elite-Soldaten der US-Armee. Sie selbst schlüpfen in den ultramodernen Kampfanzug des Anführers Scott Mitchell. Zusammen mit Ihren drei compu-tergesteuerten Teammitgliedern springen Sie zu Beginn der Einzelspielerkampagne aus einem Flugzeug über der mexikanischen Hauptstadt ab ... und staunen: Die gesamte Stadt ist komplett in 3D gerendert!
Auf dem Boden angelangt, hört die anfängliche Begeisterung nicht auf: Die immense Größe von Mexiko-Stadt, eben noch aus luftiger Höhe zu sehen, wird am Boden dank eines Unschärfe-Effekts für weiter entfernte Gebäude perfekt wiedergegeben. Anstelle eines statischen Hintergrundbildes wie in vielen anderen Shootern sieht man in Ghost Recon immer die komplette Stadt als leicht verschwommene Skyline.
Obendrein sind die Levels so groß, dass man stets das Gefühl hat, sich völlig frei bewegen zu können. Stoßen Sie dennoch mal in Gebiete vor, die allzu weit weg von Ihrem Missionsziel liegen, meldet sich prompt das Hauptquartier und ermahnt Sie, sich um Ihren Job zu kümmern - geschickter kann man als Entwickler keine Levelgrenzen ziehen.
Wo sind denn alle hin?
Auch die Spielfiguren schauen dank detailliert modellierter Ausrüstung überragend aus, das Gleiche gilt für die Waffen. Überbeleuchtungseffekte verwöhnen das Auge: Direktem Sonnenlicht ausgesetzte Oberflächen strahlen gleißend hell, auch Qualm und Rauch setzen grafisch neue Maßstäbe, ebenso das Flimmern der Luft in der Nähe von Feuer und Explosionen. Kleines Detail: Wenn man aus dem grellen Tageslicht in einen dunklen Raum tritt, sieht man zunächst kaum etwas, weil die Engine vortrefflich den Effekt nachahmt, dass sich die Pupillen erst auf die veränderten Lichtverhältnisse einstellen müssen.
