Oblivion (dt.)
Besondere Spiele brauchen besondere Zuwendung. Wir verbrachten zahllose Stunden mit der deutschen Version von The Elder Scrolls 4: Oblivion.
Quelle: pcgames.de
Die finale Schlacht der Haupt-Quest erlebt man nur als Beobachter.
Es hat Traumwertungen kassiert und verkauft sich besser als kühles Bier in der Wüste: Was kann den Höhenflug von Bethesdas Rollenspiel The Elder Scrolls 4: Oblivion überhaupt noch bremsen? Die Antwort ist leicht: nichts, bis auf die deutsche Version.
Gut gedeutschert?
In der vergangenen Ausgabe PC Games 05/2006 berichteten wir Ihnen von einem brillanten Rollenspiel, das neben genialer Grafik und großer spielerischer Freiheit auch mit fantastischen Quests lockt. Letztere ziehen ihren Reiz vor allem aus der bemerkenswert guten englischen Sprachausgabe, da die Nichtspielercharaktere (kurz: NPCs) so besonders glaubwürdig sind.
Hier die Entwarnung: Die deutschen Sprecher haben insgesamt einen sehr guten Job gemacht und transportieren fast durchgängig eine glaubhafte Atmosphäre. Gelegentlich sind uns NPCs aufgefallen, die entweder gar nicht gesprochen haben oder die an merkwürdigen Stimmungsschwankungen litten - so klingt ein Sprecher zunächst noch vergnügt und freundlich, steht aber im nächsten Satz kurz vor einem Wutausbruch. Eigenartig - aber auch kein Beinbruch.
Fünf Gründe für die Abwertung
Quelle: pcgames.de
Nach der Haupt-Quest kann man die Oblivion-Portale nicht mehr betreten.
Nein, es ist nicht die Sprachausgabe, unter der Oblivion in der deutschen Version leidet. Es sind die Textanzeigen in den Menüs, die Erklärungen im Tutorial, die Beschreibungen von Quests. Denn diese Texte hat nicht der deutsche Publisher Take 2 beigesteuert, stattdessen hat Entwickler Bethesda sich selbst um die Lokalisierung gekümmert. Wie sehr das in Hose ging und warum wir für die deutsche Version zwei Spielspaßpunkte abziehen, zeigen folgende Beispiele:
1. Manche Texte sind nicht vollständig übersetzt
"To ready your weapon or fists, drücken: F". Drücken F? Dieser unschöne Mischmasch aus Deutsch und Englisch tritt bereits in den ersten Spielminuten auf. Für die eigentlich tolle Atmosphäre ein Kehlenschnitt, außerdem wird der ohnehin nicht gerade unkomplizierte Einstieg unnötig erschwert.
2. Dialogzeilen sind nicht immer vollständig angezeigt
Quelle: pcgames.de
Die spannenden Kämpfe fesseln auch nach dutzenden Spielstunden.
"Ich bin auf die Götter nicht gut zu", lautet eine Gesprächsoption mit Uriel Septim, ebenfalls im Tutorial. "Ähh ... nicht gut zu was?", fragt sich der Spieler zurecht. Der Spielablauf ist durch solche Patzer etwas gestört, da man nun überlegen muss, ob man die nur halb angezeigte Antwort überhaupt geben soll - woher weiß man denn, dass man seinen Gesprächspartner nicht versehentlich beleidigt?
3. Texte laufen bei Buttons und Dialogfenstern über
Peinlich: Der Button "Beenden" ist nicht groß genug, um dieses kleine Wörtchen aufzunehmen - also läuft der Text mit seiner konsolentypisch großen Schriftart (die wir bereits im Test der englischen Version kritisiert haben) aus dem Button hinaus und steht über. Die eigentlich aufgeräumte Benutzerführung wirkt so etwas schlampig.

Damals und noch heute ein Optikhammer. Trotz diverser Schwächen wie die mittlevelnden Monster sowie schlechte Menus ist das ein geiles Game. Damals noch mit meiner Hardware nicht auf max spielbar, war es mit neuer nochmals eine Freude :)
l
warum eine deutsche zeitung ihre bewertung auf eine englische spielversion stützt, wird mir ewig ein rätsel sein.
hier hat einzig und allein die deutsche version bewertet zu werden, englische nur dann, wenn es eine deutsche nicht gibt. punktum
der billige, geradezu gewöhnliche grund ist, dass man früher als andere (oder zugleich mit anderen) damit auf den markt wollte, und also nicht die deutsche version abwarten mochte.
dieses geradezu skandalöse verhalten war für mich letztendlich der anlass, die pcgames nicht mehr zu kaufen (was ich bis dahin fast regelmäßig tat).
und dann lächerliche zwei punkte für ein in der deutschen version derart mißratenes spiel abzuziehen, ist geradezu duckmäuserisch vor bethesda und den anderen am spiel beteiligten firmen..
es wäre realsitischer gewesen, 50% abzuziehen, denn mit den genannten fehlern (die zuhauf vorkommen, nicht etwa nur selten!) ist dieses spiel in der deutschen version unspielbar !
mit solchem duckmäusern wird man allerdings nicht erreichen, dass sich derartige fehlentscheidungen wie das lokalisieren eines deutschen spieles in den usa, welches wie gesehen zu geradezu kapatstrophalen ergebnissen geführt hat, nicht wiederholen.
schade, daggerfall war mal mein absolutes lieblingsspiel.
morrowind war schon deutlich schlechter,
ebenso ist es jetzt bei gleichbleibend steilem abwärtsgefälle oblivion.
TES auf einer spielkonsole, das ist wie die steuerung eines atomkraftwerkes auf einem gameboy. geradezu absurd.
mein originalspiel habe ich am gleichen tag zu saturn zurückgebracht und es wegen unspielbarkeit umgetauscht (gegen geld zurück, wohlgemerkt).
und die pcgames kaufe ich seither auch nicht mehr.
dieses magazin vergisst offenbar, dass es den lesern verpflichtet sein sollte, und nicht der werbenden und der spieleindustrie.
das ist allerdings bei bisher allen anderen spielemagazinen ebenso, und es wird leider immer schlimmer ...
sehr schade ...
marhal